svayamavapannāyā aśvatthaśākhāyāḥ pātraṃ bhavati
Das Gefäß wird aus einem von selbst abgefallenen Zweig des Aśvattha-Baumes (aśvattha) [gemacht].
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 15
svayamavapannāyā aśvatthaśākhāyāḥ pātraṃ bhavati
Das Gefäß wird aus einem von selbst abgefallenen Zweig des Aśvattha-Baumes (aśvattha) [gemacht].
śvetām̐ śvetavatsāṃ duhanti
Sie melken eine weiße (Kuh) mit weißem Kalb.
tat svayaṃ mūrchati svayaṃ mathyate svayaṃ vilīyate
Diese (Milch) gerinnt von selbst, wird von selbst gequirlt, zerfließt von selbst.
atha maitrābārhaspatyam̐ havir nirvapati
Dann schüttet er die Opfergabe für Mitra und Bṛhaspati hin.
tān dvedhā taṇḍulān vibhajati
Diese Reiskörner teilt er in zwei Teile.
ye kṣodīyām̐sas taṃ bārhaspatyaṃ carum̐ śṛtaṃ kurvanti
Die feineren davon machen sie zum gargekochten Breitopfer für Bṛhaspati.
sa yadā śṛto bhavaty atha tat pātram āśvattham apidhāya pavitravatyājyam ānayati
Wenn es gar geworden ist, deckt er jenes Gefäß aus Aśvattha-Holz zu und lässt Schmelzbutter bringen, die mit dem Seihtuch (pavitra) gereinigt ist.
tat sthavīyasa āvapati
Diese (Butter) gibt er in den gröberen (Teil) hinein.
sa maitraś carus svayam̐śṛto bhavati
Das ist das Breitopfer für Mitra, es wird von selbst gar.
ardhaṃ vedyāḥ kurvanti
Eine Hälfte machen sie zur Opferstatt-Gabe (vedi),
ardham̐ svayaṃkṛtam ardhaṃ barhiṣo dānti
eine Hälfte von selbst Gemachtes; eine Hälfte schneiden sie ab für das Barhis-Streu [?],
ardham̐ svayaṃdinam ardham idhmasya kurvanti
eine Hälfte von selbst Abgeschnittenes [?], eine Hälfte machen sie zum Brennholz [?],
ardham̐ svayaṃkṛtam
eine Hälfte von selbst Gemachtes. [Anm.: Der Sinn dieser Zeilen ist unsicher.]
śitipṛṣṭho bārhaspatyasya dakṣiṇā
Ein (Tier) mit weißem Rücken ist der Opferlohn für die Bṛhaspati-Gabe,
aśvo maitrasya
ein Pferd für die Mitra-Gabe.
sā vā śvetā śvetavatsā
Die weiße (Kuh) mit weißem Kalb aber ist jene (Milchgabe) [?].
agnaye gṛhapataya āśūnām aṣṭākapālas
Für Agni, den Hausherrn, ein Opferkuchen auf acht Scherben aus schnell (reifenden) Reiskörnern (āśu),
savitre prasavitre satīnānām aṣṭākapālas
für Savitṛ, den Antreiber, ein Opferkuchen auf acht Scherben aus Erbsen (satīna),
somāya vanaspataye śyāmākaś carus
für Soma, den Herrn der Bäume, ein Breitopfer aus Hirse,
bṛhaspataye vācaspataye naivāraś carus
für Bṛhaspati, den Herrn der Rede, ein Breitopfer aus Wildreis (nīvāra),
indrāya jyeṣṭhāya hāyanānām ekādaśakapālas
für Indra, den Ältesten, ein Opferkuchen auf elf Scherben aus einjährigen (Körnern) (hāyana),
mitrāya satyasya pataya āmbānāṃ carus
für Mitra, den Herrn der Wahrheit, ein Breitopfer aus Āmba-Körnern [?],
varuṇaṣya dharmaṇaspataye yavamayo daśakapālas
für Varuṇa, den Herrn der Satzungen, ein aus Gerste bereiteter Opferkuchen auf zehn Scherben,
rudrāya paśupataye gāvīdhukaś carus
für Rudra, den Herrn des Viehs, ein Breitopfer aus Gāvīdhuka-Gras.
savitā tvā prasavānām̐ suvatām
„Savitṛ soll dich unter den Antreibenden antreiben.
agnir gārhapatyānām
Agni unter den Hausherren,
somo vanaspatīnām
Soma unter den Waldbäumen,
bṛhaspatir vācām
Bṛhaspati unter den Reden,
indro jyaiṣṭhyānām
Indra unter den Ältesten [?],
mitras satyānām
Mitra unter den Wahrheiten,
varuṇo dharmaṇām
Varuṇa unter den Satzungen,
rudraḥ paśūnām
Rudra unter den Tieren.
te devā asapatnam imam̐ suvadhvaṃ mahate kṣatrāya mahate jyaiṣṭhyāya mahate rājyāya mahate jānarājyāya mahate viśvasya bhuvanasyādhipatyāya ‖
Ihr Götter, treibt diesen (Mann) ohne Nebenbuhler an zu großer Herrschaft (kṣatra), zu großer Ältestenschaft, zu großer Königsmacht, zu großem Königtum über die Menschen, zur großen Oberherrschaft über die ganze Welt.“