Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 7

Hymne 7.12 Pāṭā-Pflanze gegen die Nebenfrau

ekarājñīm ekavratām / ekasthām ekalāmikām | / pāṭāṃ sapatnacātanīṃ / jaitrāyācchā vadāmasi ||

Die Einzelkönigin, mit einem einzigen Gelübde, / die Einzeln-Stehende, Ein-Zeichen-Tragende [?], / die Pāṭā, die Nebenfrauen-Vertreiberin, / sprechen wir zum Sieg an.

ekarājñy ekavrata / ekastha ekalāmike | / na tvā sapatnī sāsāha / gaireyī ca na bāhyā ||

Einzelkönigin, mit einem Gelübde, / Einzelstehende, Ein-Zeichen-Tragende: / nicht hat dich die Nebenfrau überwältigt, / weder die aus dem Bergland noch die Auswärtige.

uttarāham uttarābhya / uttared adharābhyaḥ | / adhaḥ sapatnī māmaky / adhared adharābhyaḥ ||

Ich bin die Obere, oberer als die Oberen, / die Oberste über den Unteren; / unten ist meine Nebenfrau, / unterer als die Unteren.

na saindhavasya puṣpasya / sūryo mlāpayati tvacam | / pāṭe 'mlātayā tvayā / sapatnyā varca ā dade ||

Nicht die Haut der Saindhava-Blume / lässt die Sonne welken. / Pāṭā, mit dir, der Unverwelkten, / nehme ich der Nebenfrau den Glanz.

na vai pāṭe pāṭevāsi / subhāgaṃkaraṇīd asi | / pāṭe bhagasya no dhehy / atho mā mahiṣīṃ kṛṇu ||

Nicht bist du wie [irgendeine] Pāṭā, / du bist die Glücksbringerin. / Pāṭā, verleih uns das Glück des Bhaga, / und mach mich zur Hauptfrau.

yat pāṭe adhi vṛkṣe / vātaplavā mahīyase | / jayantī pratyātiṣṭhantī / saṃjayā nāma vā asi ||

Da du, Pāṭā, oben auf dem Baum, / windgetragen, gepriesen wirst, / siegend, entgegentretend: / oder du bist Saṃjayā, die ‚Siegerin‘, mit Namen.

uttānaparṇāṃ subhagāṃ / sahamānāṃ sahasvatīm | / acchā bṛhadvadāṃ vada / pāṭāṃ sapatnacātanīm ||

Mit aufwärts gerichteten Blättern, die glückliche, / die überwindende, machtvolle: / sprich zu der laut Redenden, / der Pāṭā, der Nebenfrauen-Vertreiberin.

pāṭām indro vy āśnād / dhantavā asurebhyaḥ | / tayāhaṃ sapatnīṃ sākṣīya / mahendro dānavān iva ||

Die Pāṭā nahm Indra, / um die Asuras zu töten. / Mit ihr will ich die Nebenfrau überwältigen, / wie Mahendra die Dānavas.

pāṭā bibharty aṅkuśaṃ / hiraṇyavantam aṅkinam | / tena sapatnyā varca / ā lumpāmi mamed asat ||

Pāṭā trägt einen Haken, / einen goldenen, gezeichneten. / Damit reiße ich der Nebenfrau den Glanz weg; / nur mir soll er gehören.

imāṃ khanāmy oṣadhiṃ / vīrudhāṃ balavattamām | / yayā sapatnīṃ bādhate / kṛṇute kevalaṃ patim ||

Diese Pflanze grabe ich aus, / die kräftigste der Kräuter, / mit der man die Nebenfrau bedrängt / und den Gatten ganz für sich macht.