Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 7

Hymne 7.8 Gerste gegen Flüche

yo naḥ pāpena vacasā- / -aghoṣato duruktaṃ bruvat | / ārāc chaptam aprāpyāsmān / apa tad yātu sarvataḥ ||

Wer uns mit übler Rede, / Übles sagend, [verflucht] [?]: / das aus der Ferne Verwünschte, uns nicht erreichend, / soll ringsum weichen.

yan naḥ śapād araṇo yat sapatnaḥ / śvaśrūr vā yac chvaśuro vā śapāti | / jyāyasaḥ śapathān vayaṃ / yavena yāvayāmasi ||

Was der Fremde, was der Nebenbuhler, / was die Schwiegermutter oder der Schwiegervater an Fluch ausspricht: / die Flüche des Überlegeneren / wehren wir mit Gerste ab.

yān samasyante śapathān / vākkṣamyānṛtviyāmadhi | / yavaṃ tvaṃ bibhrad bāhvoḥ / pūrvaḥ prati śṛṇīhi tān ||

Die Flüche, die man [gegen uns] zusammenwirft, / [durch Rede?, zur Unzeit?] [?]: / du, die Gerste in den Armen tragend, / zerbrich sie als Erster.

ṛjukeśo yavo babhrur / maghavā no 'numādyaḥ | / hiraṇyadhanvā śapathān upejatu ||

Glatthaarig, die braune Gerste, / unser gabenreicher Mitzechender, / mit goldenem Bogen, soll die Flüche erschüttern.

tvāṃ pītvendro vṛtraṃ / śakro jaghāna vāsavaḥ | / sa viṣāhī yatharṣabhaḥ / sahasva śapathān yava ||

Dich getrunken habend erschlug Indra, / der Mächtige, Vāsava, den Vṛtra. / Als Überwinder, wie ein Stier, / überwinde die Flüche, Gerste.

ārāc carantu śapathā yutā ito / jihvā u ditā arasāḥ santu sarve | / nāmagrāhād vāco heḍād / īkṣitād ghoracakṣasaḥ / śarma te varma kṛṇmasi ||

Fern sollen die Flüche gehen, von hier gebunden; / die Zungen sollen zerschnitten, saftlos sein, alle. / Vor dem Nennen des Namens, vor der Rede, vor dem Zorn, / vor dem bösen Blick des Schlimmblickenden: / dir machen wir Schutz und Panzer.

apāñco yantu śapathā / janenāstā aghāyunā | / yo no durasyāj jīvate / svenānāgase sate ||

Rückwärts sollen die Flüche gehen, / vom übelwollenden Menschen geschleudert, / der uns, die wir leben und schuldlos sind, / Böses will.

pari mā pātu śapathād / anṛtād duritād uta | / pari mā jyāyasaḥ śaṃsād / yavo rakṣatu mā riṣam ||

Schütze mich ringsum vor Fluch, / vor Lüge und Missgeschick, / schütze mich vor der Schmähung des Höheren; / die Gerste soll mich behüten, damit ich nicht Schaden nehme.

anāstigyaṃ śapathair / anativyādhyaṃ kṛtam | / bṛhad varma prati muñcāmi te yavam ||

Unabschießbar [?] durch Flüche, / undurchbohrbar gemacht: / einen großen Panzer lege ich dir an, die Gerste.

taṃ vayāṃsīva pakṣiṇa / ā viśantu patatriṇaḥ | / śaptāraṃ śapathāḥ punaḥ ||

Ihn sollen wie Vögel die Geflügelten / anfliegen, / die Flüche wieder den Flucher.