Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 7

Hymne 7.3 Gegen Roh- und Fleischfresser-Dämonen

tigmebhir agne arcibhiḥ / śukreṇa deva śociṣā | / āmādo ni vaha tvam / anyam āsani kṛṇvatām ||

Mit scharfen Flammen, Agni, / mit hellem Glanz, Gott: / trage die Rohfresser fort; / sie sollen einen anderen in ihren Mund nehmen.

śociṣāgne arciṣā ca / nir daheto aghāyataḥ | / sakhyam āvaṃ kṛṇvahe tvaṃ ca- / -āmāda upa śaṃ bhuvan ||

Mit Glanz, Agni, und mit Flamme / brenne die Übelwollenden von hier aus. / Freundschaft [schließen] wir beide [?]; / und die Rohfresser sollen dir zum Heil werden [?].

nir āmādo nayāmasi / niṣ kravyādo gṛhebhyaḥ | / sasyādo nāma ye deva / te agne mā dabhan tvām ||

Wir treiben die Rohfresser hinaus, / die Fleischfresser aus den Häusern. / Die sogenannten Getreidefresser, Gott — / die sollen dich, Agni, nicht schädigen.

āmādaś ca kravyādaś ca / sasyādaś cobhayān saha | / prajāṃ ye cakrire bhāgaṃ / tān ito nir ṇayāmasi ||

Rohfresser und Fleischfresser / und Getreidefresser, beide zusammen, / die sich die Nachkommenschaft zum Anteil machten: / diese treiben wir von hier hinaus.

ya āmeṣv aramanta / na pakvam upadādhṛṣuḥ | / te yantu sarve saṃbhūya- / -anyatreto 'ghāyavaḥ ||

Die sich am Rohen erfreuten, / das Gekochte nicht anzugreifen wagten: / diese Übelwollenden sollen alle zusammen / von hier anderswohin gehen.

ya enasvī duṣkṛtakṛt / kilbiṣakṛtasādhī yaḥ | / punas tān yajñiyā devā / nayantu yata āgatāḥ ||

Der Sündige, der Übeltäter, / der Sünde-Verübende und [Nichtsnutz?] [?]: / diese sollen die opferwürdigen Götter wieder dorthin führen, / woher sie gekommen sind.

ava reṇum ava rajo / nenije hastyaṃ malam | / dhātā no bhadrayā neṣat / sa no gopāyatu prajām ||

Ich habe den Staub, ich habe den Schmutz abgewaschen, / den Schmutz des Elefanten. / Dhātar soll uns zum Guten führen; / er soll unsere Nachkommenschaft behüten.

kṛṇve 'haṃ rodasī varma / syāma savituḥ save | / mātā no bhadrayā bhūmir / dyauś cāsmān pātv aṃhasaḥ ||

Ich mache Himmel und Erde zum Panzer; / wir wollen auf Savitars Antrieb sein. / Mutter Erde und der Himmel / sollen uns vor Bedrängnis schützen.

yad asurāṇām ahany / asmān pāpā upethana | / devānāṃ payaś ca daivyam / āpaḥ śundhantu mām imāḥ ||

Wenn ihr, ihr Bösen, am Tag der Asuras [?] an uns herantretet — / auch das himmlische Wasser der Götter: / diese Wasser hier sollen mich reinigen.

ā te pitar marutāṃ sumnam emi / mā naḥ sūryasya saṃdṛśo yuvathāḥ | / abhi no vīro 'rvatīḥ kṣameta / pra jāyāmahai rudra prajayā ||

Zu deiner Gnade, Vater der Maruts [Rudra], komme ich; / entzieh uns nicht dem Anblick der Sonne. / Der Held soll unsere Stuten schonen; / wir wollen, Rudra, mit Nachkommen weiter zeugen.

yo 'vṛddhaṃ hanti yo garbhe antar / yo jātaṃ janitavyaṃ ca pūruṣam | / tasmā ṛdhyāsaṃ haviṣāham adya / sa naḥ prajāṃ jaradaṣṭiṃ kṛṇotu ||

Wer den Unerwachsenen tötet, wer im Mutterleib, / wer den Geborenen und den noch zu gebärenden Menschen: / dem gegenüber möge ich heute mit der Opfergabe Erfolg haben; / er soll uns Nachkommenschaft machen, die bis ins Alter lebt.