athaitad vātsapram
Nun dies: das Vātsapra(-Sūkta).
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 19
athaitad vātsapram
Nun dies: das Vātsapra(-Sūkta).
etena vai vatsaprīr bhālandano 'gneḥ priyaṃ dhāmāvārunddha
Mit diesem gewann nämlich Vatsaprī Bhālandana Agnis liebe Stätte.
agner evaitena priyaṃ dhāmāvarunddhe
Agnis liebe Stätte gewinnt er mit ihm eben.
etena vai sa ṛṣīṇām adhivādam apājayat
Mit diesem besiegte er nämlich die Lästerung der Seher.
pāpmānam evaitenādhivādam apajayati
Das Unheil, die Lästerung, besiegt er mit ihm eben.
etena vai so 'bhiśastīr ajayat
Mit diesem besiegte er die Verwünschungen.
abhiśastīr eva jayati ya evaṃ vidvān etenopatiṣṭhate
Die Verwünschungen besiegt, wer dies wissend ihn mit diesem verehrt.
yat prakramān prakrāmati
Dass er die Schritte ausschreitet,
yāmaṃ tena dādhāra
damit hält er den Zug (yāma).
yad upatiṣṭhate
Dass er (ihn) verehrt,
kṣemaṃ tena
damit (hält er) die Rast (kṣema).
pūrvedyuḥ prakrāmati
Am Vortag schreitet er aus,
aparedyur upatiṣṭhate
am Folgetag verehrt er.
tasmād yāme 'nyāsāṃ prajānāṃ manaḥ kṣeme 'nyāsām
Daher ist der Sinn der einen Geschöpfe auf dem Zug, der anderer auf der Rast.
tasmād yāyāvaraḥ kṣemasyeśe
Daher gebietet der Wandernde (yāyāvara) über die Rast.
tasmād yāyāvaraḥ kṣemyam adhyavasyati
Daher entschließt sich der Wandernde zu einem sicheren Halt.
ekādaśaṃ bhavati
Es ist elfteilig.
ekādaśākṣarā triṣṭub
Die Triṣṭubh hat elf Silben.
vīryaṃ triṣṭub
Heldenkraft ist die Triṣṭubh,
vīryam evāvarunddhe ‖
Heldenkraft gewinnt er eben.
ekeṣaṃ vai purā na āsīt
Einst hatten wir nämlich (nur) eine Deichsel [?].
tata etad ṛṣayo 'gnaye dvīṣam ādhānam apaśyan
Danach sahen die Seher dies für Agni: die zweideichselige Errichtung (Ādhāna) [?].
tasmād dvīṣam agnaya ādhānaṃ kurvanti
Daher vollziehen sie für die Feuer die zweideichselige Errichtung [?].
tām idam anukṛtiṃ dvīṣam anaḥ kriyate
Deren Nachbildung ist dies: ein zweideichseliger Wagen wird gemacht [?].
ud u tvā viśve devā iti
„Dich richten alle Götter auf“ –
prāṇā vai viśve devāḥ
die Lebenshauche sind nämlich die Allgötter (Viśve Devās).
prāṇair evainam udyacchate
Mit den Lebenshauchen eben hebt er ihn empor.
manuṣyā vai viśve devās
Die Menschen sind nämlich die Allgötter,
manuṣyair evainam udyacchate
mit Menschen eben hebt er ihn empor.
agne bharantu cittibhir iti
„Agni! sie sollen (dich) tragen mit Einsichten“ –
yasmā evainaṃ cittāyodyacchate tenainam̐ samardhayati
zu welcher Absicht er ihn emporhebt, mit der lässt er ihn gedeihen.
pred agne jyotiṣmān yāhīti
„Voran, Agni, mit Licht ausgestattet, zieh!“ –
abhi vā eṣa etarhi prajāś śocayati
Er lässt nämlich jetzt die Geschöpfe rundum glühen [?].
śāntyai
Zur Beruhigung.
akrandad agnir ity anumantrayeta yadi kṣvedet
Mit „Es brüllte Agni“ soll er (den Wagen) begleiten, wenn er knarrt.
krandataiva hy anasā vahanti
Denn mit Brüllen (Knarren) eben fahren sie mit dem Wagen.
tasmād anasvī ca rathī cātithīnām apacitatamau
Daher sind der Wagenbesitzer und der Streitwagenfahrer die meistgeehrten unter den Gästen.
annapate annasya no dehīti
„Herr der Speise, gib uns von der Speise!“ –
annam evāsmai svadayati
Speise macht er ihm eben schmackhaft.
anamīvasya śuṣmiṇa iti
„(Von der Speise,) der krankheitsfreien, kraftvollen“ –
ayakṣmasyety evaitad āha
„der frei von Auszehrung“ – das sagt er damit.
prapra dātāraṃ tāriṣa ūrjaṃ no dhehi dvipade catuṣpada iti
„Den Geber führe immer weiter, gib uns Kraft, dem Zweifüßler, dem Vierfüßler!“ –
āśiṣam evāśāste
Einen Segenswunsch spricht er eben aus.
samidhāgniṃ duvasyateti ghṛtenāktvā samidham ādadhāti
„Mit dem Scheit verehrt Agni“ – mit Ghee bestrichen legt er das Brennscheit auf.
yathā brāhmanāyātithaye sarpiṣvantaṃ pacaty evam eva tat
Wie man für einen brahmanischen Gast eine Speise mit Schmalz kocht, so eben ist dies.
gāyatryā brāhmaṇasyādadhyāt
Mit der Gāyatrī soll er für einen Brahmanen (das Scheit) auflegen,
gāyatro hi brāhmaṇas
denn der Brahmane ist gāyatra-artig;
triṣṭubhā rājanyasya
mit der Triṣṭubh für einen Fürsten (rājanya),
traiṣṭubho hi rājanyas
denn der Rājanya ist triṣṭubh-artig;
jagatyā vaiśyasya
mit der Jagatī für einen Vaiśya,
jāgato hi vaiśyas
denn der Vaiśya ist jagatī-artig.
yathāchandasam eva
Je nach dem Metrum eben (soll er verfahren).
āpo devīḥ pratigṛhṇīta bhasmaitad ity apsu bhasma pravapati
„Ihr göttlichen Wasser, nehmt diese Asche auf“ – mit diesen Worten streut er die Asche ins Wasser.
āpo vā agner yonis
Die Wasser sind nämlich Agnis Schoß,
svam evainaṃ yoniṃ gamayati
in seinen eigenen Schoß lässt er ihn eben gelangen.
tisṛbhis
Mit drei (Versen),
trivṛd vā agnir
denn dreifach ist Agni.
yāvān evāgnis taṃ pratiṣṭhāṃ gamayati
Soweit Agni reicht, den lässt er zum festen Stand gelangen.
parā vā eṣo 'gniṃ vapati yo 'psu bhasma pravapati
Er wirft nämlich Agni weg, wer die Asche ins Wasser streut [?].
sam̐sṛjya mātṛbhiṣ ṭvaṃ jyotiṣmān punar āsada iti
„Mit den Müttern vereinigt, setze dich, du Lichtreicher, wieder nieder“ –
jyotir evāsmin dadhāti
Licht legt er eben in ihn.
ūrjā vā eṣa paśubhir vyṛdhyate yo 'psu bhasma pravapati
Um Kraft und Vieh kommt nämlich, wer die Asche ins Wasser streut [?].
punar ūrjā saha rayyeti
„Wieder mit Kraft und Reichtum“ –
punar evorjaṃ paśūn avarunddhe
wiederum Kraft und Vieh gewinnt er eben.
bodhā me asya vacaso yaviṣṭheti
„Achte auf dies mein Wort, jüngster (Agni)!“ –
tasmāt prajās suṣupuṣīḥ prabudhyante
Daher erwachen die eingeschlafenen Geschöpfe.
sa bodhi sūrir maghaveti
„Er soll achten, der Gönner, der Freigebige“ –
tasmāt paśavaḥ prertvānaś caritvā punar etya yathālokaṃ niṣīdanti
daher ziehen die Tiere aus, weiden, kommen wieder zurück und lassen sich je an ihrem Platz nieder.
dvābhyām
Mit zwei (Versen);
dvipād yajamānaḥ
zweifüßig ist der Opferherr,
pratiṣṭhityai ‖
zum festen Stand.