athaite 'gnibhyaḥ kāmebhyaḥ paśava ālabhyante
Nun werden diese Tiere den Agnis für die Wünsche geopfert [Anm.: ālabh, das Tier berühren und zum Opfer nehmen].
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 19
athaite 'gnibhyaḥ kāmebhyaḥ paśava ālabhyante
Nun werden diese Tiere den Agnis für die Wünsche geopfert [Anm.: ālabh, das Tier berühren und zum Opfer nehmen].
kāmā vā agnayas
Die Wünsche sind nämlich die Agnis;
sarvān evaitaiḥ kāmān abhijayati
alle Wünsche eben gewinnt er damit.
sarvān kāmān spṛṇoti
Alle Wünsche erfüllt er.
yat paśūn nālabhetānavaruddhā asya paśavas syus
Würde er die Tiere nicht nehmen, so wären seine Tiere nicht gewonnen.
yat sam̐sthāpayed yātayāmāni śīrṣāṇi syus
Würde er (das Opfer) beschließen, so wären die Köpfe kraftlos (yātayāma).
yan na sam̐sthāpayed yajñaṃ vicchindyāt
Würde er nicht beschließen, so würde er das Opfer zerschneiden.
yat paśūn ālabhate
Dass er die Tiere nimmt,
tenaiva paśūn avarunddhe
damit eben gewinnt er die Tiere;
yat paryagnikṛtān utsṛjati
dass er die mit Feuer umschrittenen freilässt,
śīrṣṇām ayātayāmatvāya
(geschieht) damit die Köpfe nicht kraftlos seien.
ekena sam̐sthāpayati
Mit einem (Tier) beschließt er,
yajñasya saṃtatyā avicchedāya
zur Fortsetzung des Opfers, damit es nicht abreiße.
prājāpatyena
Mit dem Prajāpati zugehörigen;
yajño vai prajāpatir
Prajāpati ist nämlich das Opfer;
yajña eva yajñaṃ pratiṣṭhāpayati
im Opfer eben lässt er das Opfer Stand fassen;
na yajñaṃ vicchinatti
er zerschneidet das Opfer nicht.
aindrā vā ete paśavo ye muṣkarās
Dem Indra gehören nämlich diese Tiere, die Böcke [?];
yad aindrās santo 'gnibhya ālabhyante devatābhyas samadaṃ karoti
dass sie, obwohl dem Indra zugehörig, den Agnis geopfert werden, macht er Streit unter den Gottheiten [?].
āgneyīs triṣṭubho yājyānuvākyāḥ kuryāt
Er soll Agni-Triṣṭubh-Verse als Yājyā und Anuvākyā [Anm.: Einladungs- und Opferverse] nehmen.
aindrīr vai triṣṭubhas
Die Triṣṭubh-Verse gehören nämlich Indra;
tenaivaindrāḥ kriyante
dadurch eben werden sie Indra-zugehörig gemacht;
na devatābhyas samadaṃ karoti
er macht nicht Streit unter den Gottheiten.
athaiṣa vāyavyaś śvetas tūparas
Nun aber ist dieser weiße, hornlose Bock dem Vāyu zugehörig;
sarvān vā eṣa paśūn praty ālabhyate
dieser wird nämlich stellvertretend für alle Tiere genommen.
yat tūparas
Weil er hornlos ist,
aśvaṃ tena paśūnāṃ praty ālabhyate
so wird damit das Ross unter den Tieren vertreten;
yac chmaśruṇaḥ
weil er bärtig ist,
puruṣaṃ tena
damit der Mensch;
yad aṣṭāśaphas
weil er acht Hufe hat [?],
aṣṭāśaphān paśūm̐s tena
damit die achthufigen Tiere [?].
niyutvatī yājyānuvākye kuryāt
Er soll Yājyā und Anuvākyā mit „niyut“ [Anm.: Vāyus Gespann] nehmen –
yajamānasya dhṛtyā anunmādāya
zur Festigkeit des Opferherrn, damit er nicht toll werde.
yan na niyutvatī syātām ud vā mādyed yajamānaḥ pra vā patet
Wären sie nicht mit niyut, so würde der Opferherr entweder toll werden oder abstürzen.
vāyumatī śukravatī
(Verse) mit Vāyu und mit „śukra“ (hell) –
vāyur vā agnes tejas
Vāyu ist nämlich Agnis Glanz;
tasmād yadriyaṅ vāto vāti tad agnir anveti
darum folgt Agni dorthin, wohin der Wind weht.
svam eva tat tejo 'nveti
Seinem eigenen Glanz folgt er dabei eben.
vāyur vai paśūnāṃ priyaṃ dhāma
Vāyu ist nämlich der Tiere liebe Stätte;
prāṇo vāyur
der Lebenshauch ist Vāyu;
yad vāyavyas
weil (der Bock) Vāyu gehört,
etam evainam abhisaṃjānānāḥ paśava upatiṣṭhante
darum stehen die Tiere ihm bei, ihn eben (als ihren) erkennend.
vāyavyā kāryā3 prājāpatyā3 iti mīmām̐sante
„Soll (die Gottheit) Vāyu zugehörig sein oder Prajāpati zugehörig?“ – so erwägen sie.
yad vāyavyāṃ kuryāt prajāpater iyāt
Machte er sie Vāyu-zugehörig, so ginge er von Prajāpati weg.
yat prājāpatyāṃ vāyor iyāt
Machte er sie Prajāpati-zugehörig, so ginge er von Vāyu weg.
ya eva kaścāgnau paśur ālabhyate tasyāgnaye vaiśvānarāya puroḍāśaṃ kuryāt
Für jedes beliebige Tier, das im Feuer genommen wird, soll er dem Agni Vaiśvānara einen Puroḍāśa-Kuchen machen.
yad vāyavyaḥ paśus
Weil das Tier Vāyu gehört,
tena vāyor naiti
geht er damit nicht von Vāyu weg;
yat prājāpatyaḥ puroḍāśas
weil der Puroḍāśa Prajāpati gehört,
tena prajāpater naiti
geht er damit nicht von Prajāpati weg;
yad dvādaśakapālas
weil er auf zwölf Scherben (gebacken) ist,
dvādaśamāsas saṃvatsaras saṃvatsaro 'gnir vaiśvānaras
– das Jahr hat zwölf Monate, das Jahr ist Agni Vaiśvānara –
tena vaiśvānaratvān naiti ‖
geht er damit von der Vaiśvānara-Natur nicht weg.