aditis tvā devī viśvadevyāvatīti
„Aditi, die Göttin, mit allen Göttern, (grabe) dich“ – so.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 19
aditis tvā devī viśvadevyāvatīti
„Aditi, die Göttin, mit allen Göttern, (grabe) dich“ – so.
iyaṃ vā aditir
Diese (Erde) ist nämlich Aditi;
adityaivādityāṃ khanati
Aditi eben gräbt er aus Aditi.
asyā akrūraṃkārāya
Damit man ihr nichts Grausames tue;
na hi svas svam̐ hinasti
denn nicht verletzt der Eigene den Eigenen.
devānāṃ tvā patnīr iti
„Die Gattinnen der Götter (sollen) dich (backen)“ – so.
devānāṃ vā etāṃ patnīr agre 'trādadhus
Die Gattinnen der Götter setzten diese nämlich zuerst hier ein.
tābhir evaināṃ dadhāti
Mit ihnen eben setzt er sie ein.
dhiṣaṇās tveti
„Die Dhiṣaṇās dich“ – so.
vidyā vai dhiṣaṇā
Dhiṣaṇā ist nämlich Wissen;
vidyayaivainām abhīnddhe
mit Wissen eben entzündet er sie.
varutrīs tveti
„Die Varutrīs dich“ – so.
hotrā vai varutrīr
Die Opferspenden (hotrā) sind nämlich die Varutrīs;
hotrābhir evainām̐ śrapayati
mit Opferspenden eben lässt er sie garen.
gnās tveti
„Die Gnās dich“ – so.
cchandām̐si vai gnās
Die Metren sind nämlich die Gnās;
chandobhir evaināṃ pacati
mit den Metren eben brennt er sie.
janayas tvācchinnapatrā iti
„Die Janis dich, mit unzerschnittenen Flügeln [?]“ – so.
devānāṃ vai patnīr janayas tā etām agre 'pacan
Die Janis sind nämlich die Gattinnen der Götter; diese brannten sie zuerst.
tābhir evaināṃ pacati ‖
Mit ihnen eben brennt er sie.
dviṣ pacantv ity āha
„Zweimal sollen sie (dich) backen“ – so sagt er.
tasmād dvis saṃvatsarasya sasyaṃ pacyate
Darum reift im Jahr das Getreide zweimal.
ṣaḍbhiḥ pacati
Mit sechs brennt er sie;
ṣaḍ vā ṛtava ṛtubhir etāṃ devānāṃ patnīr apacan
sechs sind nämlich die Jahreszeiten; mit den Jahreszeiten brannten die Gattinnen der Götter diese.
tair evaināṃ pacati
Mit ihnen eben brennt er sie.
varuṇamenir vā eṣābhīddhā
Diese (Ukhā), nun entzündet, ist nämlich das Varuṇa-Band.
mitrasya carṣaṇīdhṛta iti
„Des Mitra, der die Völker trägt“ – so.
mitreṇaiva varuṇamenim upaiti
Mit Mitra eben tritt er dem Varuṇa-Band nahe.
devas tvā savitodvapatv iti sāvitryodvapati
„Gott Savitṛ soll dich herausheben“ – mit dieser Sāvitrī hebt er sie heraus;
prasūtyai
zur Antreibung.
avyathamānā pṛthivyām āśā diśa āpṛṇeti
„Unerschüttert auf der Erde erfülle die Weiten, die Himmelsrichtungen“ – so.
tasmād agnis sarvā diśo vibhāti
Darum leuchtet Agni in alle Himmelsrichtungen.
uttiṣṭha bṛhatī bhavordhvā tiṣṭha dhruvā tvam iti
„Steh auf, werde groß, steh aufrecht, du feste“ – so.
dṛm̐haty evainam
Er festigt ihn eben.
yad vā eṣā bhidyetārtiṃ yajamāna ārched dhanyetāsya yajñas
Zerbräche sie nämlich, so würde der Opferherr ins Unglück geraten, sein Opfer würde geschlagen.
mitraitāṃ ta ukhāṃ paridadāmīti
„Mitra, diese deine Ukhā vertraue ich dir an“ – so.
brahma vai mitras
Mitra ist nämlich das heilige Wort;
brahmaṇa evaināṃ paridadāti ‖
dem heiligen Wort eben vertraut er sie an.
yadi bhidyeta taiḥ kapālais sam̐sṛjyānyāṃ kuryāt
Wenn sie zerbricht, soll er mit diesen Scherben mischen und eine andere machen;
saiva tato yajñasya niṣkṛtis
das ist dann die Wiedergutmachung des Opfers.
vasavas tvācchṛndantu gāyatreṇa cchandaseti
„Die Vasus sollen dich bespritzen [?] mit dem Gāyatrī-Metrum“ – so.
cchandobhir vā eṣā kriyate chandobhir dhūpyate chandobhiḥ pacyate ‖
Mit Metren wird sie gemacht, mit Metren geräuchert, mit Metren gebrannt.
chandām̐sy eva cchandobhir ācchṛndanti svenāyatanena
Die Metren eben bespritzen sie mit Metren auf ihrer eigenen Stätte.
asuryaṃ vai pātram anācchṛṇam
Unbespritzt ist ein Gefäß nämlich asurisch [?].
yad ācchṛṇatti
Dass er bespritzt,
devatraiva karoti
so macht er es eben zu dem der Götter.
ajakṣīreṇācchṛṇatti
Mit Ziegenmilch bespritzt er;
sā hy āgneyītamā
denn diese ist am meisten dem Agni zugehörig;
samṛddhyai
zum Gelingen;
atho parameṇaiva payasā ‖
und auch: mit der höchsten Milch eben.