mitras sam̐sṛjya pṛthivīm iti
„Mitra, die Erde vermischend“ – so.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 19
mitras sam̐sṛjya pṛthivīm iti
„Mitra, die Erde vermischend“ – so.
varuṇamenir vā eṣā
Diese (Erde) ist nämlich das Varuṇa-Band;
mitreṇaiva varuṇamenim upaiti
mit Mitra eben tritt er dem Varuṇa-Band nahe.
rudrās sam̐sṛjya pṛthivīm̐ sam̐sṛṣṭāṃ vasubhī rudrair iti
„Die Rudras, die Erde vermischend, die mit den Vasus, den Rudras vermischte“ – so.
etābhir vā etāṃ devatābhiḥ prajāpatis samasṛjat
Mit diesen Gottheiten nämlich mischte Prajāpati diese (Erde).
tābhir evainām̐ sam̐sṛjati
Mit ihnen eben mischt er sie.
prānyair yacchaty anv anyair mantrayate
Mit den einen reicht er (den Ton) dar, mit den anderen spricht er nach [?].
mithunam eva karoti
Ein Paar eben macht er.
atho madhyata eva yajñasyāśiṣam avarunddhe
Und auch: mitten im Opfer eben gewinnt er den Wunsch.
makhasya śiro 'sīti
„Des Makha Haupt bist du“ – so.
yajño vai makhas
Makha ist nämlich das Opfer;
yajñasyaiva śiraḥ karoti
des Opfers Haupt eben macht er.
vasavas tvā kurvantu gāyatreṇa cchandaseti
„Die Vasus sollen dich machen mit dem Gāyatrī-Metrum“ – so.
etābhir vā etāṃ devatābhiḥ prajāpatir akarot
Mit diesen Gottheiten nämlich machte Prajāpati diese (Ukhā).
tābhir evaināṃ karoti
Mit ihnen eben macht er sie.
tryuddhiṃ karoti
Dreifach gehoben macht er sie;
traya ime lokās
drei sind diese Welten;
imān eva lokān āpnoti
diese Welten eben erreicht er.
pañcoddhiṃ karoti
Fünffach gehoben macht er sie;
pāṅkto yajñas
fünfteilig ist das Opfer;
yajñam evāvarunddhe ‖
das Opfer eben gewinnt er.
dhārayā mayi prajām iti
„Bring Nachkommenschaft in mir zum Fließen“ – so.
āśīr evaiṣā chandasāṃ dohas
Dies ist eben der Wunsch, der Melkertrag der Metren.
aratnimātrīṃ kuryāt
Ellenlang soll er sie machen;
puruṣeṇa vai yajñas saṃmitas
mit dem Menschen ist nämlich das Opfer gleichgemessen;
yajñapuruṣā saṃmitām
dem Opfer-Menschen gleichgemessen.
yāvad bāhubhyāṃ paryāpnuyāt tāvatīṃ kuryāt
So groß, wie er mit den Armen umfassen kann, soll er sie machen.
etāvad vai puruṣe vīryam
So viel nämlich ist im Menschen an Manneskraft;
vīryeṇa saṃmitām
der Manneskraft gleichgemessen.
prādeśamātrīṃ kuryāt
Spannenlang soll er sie machen;
etāvad vai mukham
so viel nämlich ist der Mund;
mukhaṃ devānām agnis
der Mund der Götter ist Agni;
mukhena saṃmitām
dem Mund gleichgemessen.
aparimitāṃ kuryāt
Ungemessen soll er sie machen –
aparimitasyāvaruddhyai
zur Gewinnung des Ungemessenen.
catusstanāṃ kuryāt
Vierzitzig soll er sie machen –
adityā dohāya
zum Melken der Aditi;
ṣaṭstanām
sechszitzig –
ṛtūnāṃ dohāya
zum Melken der Jahreszeiten;
aṣṭāstanām
achtzitzig –
gāyatryā dohāya
zum Melken der Gāyatrī;
dvistanām
zweizitzig –
dyāvāpṛthivyor dohāya
zum Melken von Himmel und Erde.
navāśrim abhicaraṇīyāṃ kuryāt
Neunkantig soll er sie machen für den, gegen den Zauber geübt wird [?];
trivṛd vajras
der Dreifache (Trivṛt) ist der Donnerkeil;
vajram eva bhrātṛvyāya praharati
den Donnerkeil eben schleudert er auf den Nebenbuhler.
adityā rāsnāsy aditis te bilaṃ gṛhṇātv iti yajuṣā bilaṃ karoti
„Aditis Gürtel bist du; Aditi soll dein Loch fassen“ – mit diesem Opferspruch macht er das Loch.
ayajuṣā hi manuṣyāḥ kurvanti
Denn ohne Opferspruch tun es die Menschen.
māṇuṣeṇaivaināṃ pātreṇa vyāvartayanti
Von einem menschlichen Gefäß eben unterscheiden sie sie.
yad vā eṣā purā paktor bhidyetārtiṃ yajamāna ārched dhanyetāsya yajñaḥ
Zerbräche sie nämlich vor dem Brennen, so würde der Opferherr ins Unglück geraten, sein Opfer würde geschlagen [?].
kṛtvāya sā mahīm ukhām iti
„Nachdem sie gemacht, die große Ukhā“ – so.
devatābhya evainām̐ saṃprayacchati
Den Gottheiten eben übergibt er sie.
vasavas tvā dhūpayantu gāyatreṇa cchandaseti
„Die Vasus sollen dich räuchern mit dem Gāyatrī-Metrum“ – so.
etābhir vā etāṃ devatābhiḥ prajāpatir adhupayat
Mit diesen Gottheiten nämlich räucherte Prajāpati diese.
tābhir evaināṃ dhūpayati
Mit ihnen eben räuchert er sie.
aśvaśakena dhūpayati
Mit Rossmist räuchert er.
prājāpatyo vā aśvo yajñaḥ prajāpatis
Das Ross gehört nämlich Prajāpati, das Opfer ist Prajāpati;
sayonitvāya
damit sie einen gemeinsamen Schoß habe [?].
saptabhir dhūpayati
Mit sieben räuchert er.
śiro vā etad yajñasya yad ukhā
Das Haupt des Opfers ist nämlich dies, nämlich die Ukhā;
sapta prāṇāś
sieben sind die Lebenshauche;
śīrṣann eva prāṇān dadhāti
im Haupt eben legt er die Lebenshauche ein.
tasmāt sapta śīrṣaṇyāḥ prāṇāḥ ‖
Darum sind sieben Lebenshauche im Haupt.