agna āyūm̐ṣi
„Agni, (die) Lebensalter“ [Anm.: Beginn des Verses „agna āyūṃṣi pavase“; hier nur Anfangsworte zitiert] –
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 19
agna āyūm̐ṣi
„Agni, (die) Lebensalter“ [Anm.: Beginn des Verses „agna āyūṃṣi pavase“; hier nur Anfangsworte zitiert] –
agne pavasva
„Agni, läutere dich!“ –
agne pāvaka rociṣā ‖
„Agni, du Läuternder, mit (deinem) Glanz!“
sa naḥ pāvaka dīdivo 'gne devām̐ ihāvaha |
Du, unser Läuternder, Leuchtender, Agni, führe die Götter hierher,
upa yajñam̐ haviś ca naḥ ‖
zu unserem Opfer und zu unserer Opfergabe!
agniś śucivratatamas
Agni, der reinsten Gebotes (Śucivratatama) –
ud agne śucayas tava
empor, Agni, deine Flammen (?) –
sutrāmāṇam
den gut Schützenden [?] –
mahīm ū ṣu ‖
die Große [?].
tam̐ hi śaśvanta īḍate srucā devaṃ ghṛtaścyutā |
Ihn nämlich preisen die Vielen (?), den Gott, mit dem ghee-triefenden Opferlöffel,
agnim̐ havyāya voḍhave ‖
Agni, damit er die Opfergabe fahre.
agniṃ dūtaṃ puro dadhe ‖
Agni setze ich als Boten voran.
sa havyavāḍ amartya uśig dūtaś canohitaḥ |
Er, der Opfergabenfahrer, Unsterblicher, willig, Bote, zufrieden gestellt [?],
agnir dhiyā samṛṇvati ‖
Agni (ist) durch das Gebet (Dhī) zu erreichen [?].
agnim̐ stomena bodhaya samidhāno amartyam |
Agni, den Unsterblichen, wecke mit Lobgesang, während du ihn entflammst,
havyā deveṣu no dadhat ‖
damit er unsere Opfergaben bei den Göttern niederlege.
preddho agne
„Angefacht, Agni“ [Anm.: Versanfang, nur zitiert] –
imo agne ‖
„Dieser hier, Agni“ [Anm.: Versanfang].
pīpivām̐sam̐ sarasvatas stanaṃ yo viśvadarśataḥ |
Die Brust des Sarasvat, die schwellende, die allen sichtbar ist,
dhukṣīmahi prajām iṣam ‖
möchten wir melken zu Nachkommenschaft und Labung.
ye te sarasvann ūrmayo madhumanto ghṛtaścyutaḥ |
Deine Wellen, Sarasvant, die honigreichen, ghee-triefenden,
tebhir no 'vitā bhava ‖
mit diesen sei unser Helfer!
divyam̐ suparṇaṃ vāyasaṃ bṛhantam apāṃ patiṃ vṛṣabham oṣadhīnām |
Den himmlischen Schönflügler, den Vogel, den Großen, den Herrn der Wasser, den Stier der Pflanzen,
abhīpato vṛṣṇyā tarpayantam̐ tam̐ sarasvantam avase johavīmi ‖
der (die Pflanzen) mit Zeugungskraft überströmt und sättigt – diesen Sarasvant rufe ich immer wieder zu Hilfe an.
yasya vratam upatiṣṭhanta āpo yasya vrate paśavo yanti sarve |
Zu dessen Gebot die Wasser treten, in dessen Gebot alle Tiere gehen,
yasya vrate puṣṭipatir niviṣṭas tam̐ sarasvantam avase johavīmi ‖
in dessen Gebot der Herr des Gedeihens (Puṣṭipati) gebettet ist – diesen Sarasvant rufe ich immer wieder zu Hilfe an.
iti śrīmadyajuṣi kāṭhake carakaśākhāyāṃ madhyamikāyāṃ sāvitrā nāmaikonaviṃśaṃ sthānakaṃ saṃpūrṇam ‖
Ende des neunzehnten Sthānaka mit Namen „Sāvitra“ im ehrwürdigen Yajus, in der Kāṭhaka(-Rezension), der Caraka-Schule, der mittleren (Sammlung) – vollständig.