athaitad apratiratham
Nun dieses Apratiratha [Anm.: „Unbekämpfbarer“, ein Opfer/Hymnus-Verfahren].
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 21
athaitad apratiratham
Nun dieses Apratiratha [Anm.: „Unbekämpfbarer“, ein Opfer/Hymnus-Verfahren].
etena vai devā asurān apratyabhyajayan
Mit diesem fürwahr besiegten die Götter die Asuras, ohne dass diese ihnen entgegentreten konnten.
tad apratirathasyāpratirathatvam
Das ist das Wesen des Apratiratha als des „Unbekämpfbaren“.
apraty evaitena bhrātṛvyam abhijayati
Unbekämpfbar besiegt er mit diesem den Rivalen.
eṣā vai gāyatrī jyotiṣpakṣā
Dies ist fürwahr die Gāyatrī mit dem Licht als Flügel.
tayaiva svargaṃ lokam eti
Durch sie gelangt er zur himmlischen Welt.
daśarcaṃ bhavati
Es besteht aus zehn Versen.
daśākṣarā virāḍ annaṃ virāḍ
Die Virāj hat zehn Silben, die Virāj ist Speise,
virājy evānnādye pratitiṣṭhati
in der Virāj, dem Speisegenuss, findet er Halt.
etena ha sma vai bharadvājaḥ pratardanam̐ saṃnahyann eti
Mit diesem, so heißt es, zog Bharadvāja gegen Pratardana, indem er sich rüstete.
tato vai sa rāṣṭram abhavat
Daraufhin wurde er zur Herrschaft.
yaṃ kāmayeta rāṣṭram̐ syād iti tam etena saṃnahyann iyāt
Von wem man wünscht: „Er möge Herrschaft werden“, zu dem soll man mit diesem sich rüstend gehen.
rāṣṭram eva bhavati
Er wird zur Herrschaft.
tad etad bhuvanacyavaṃ nāma havis
Dies ist das Havis namens Bhuvanacyava [Anm.: „Welt-Erschütterer“; Deutung des Namens unsicher].
āsthānādāsthānād evaitena bhrātṛvyaṃ nudate
Von Standort zu Standort verdrängt er mit diesem den Rivalen.
saṃgrāme kuryāt
Im Kampf soll man es darbringen.
taijano vā bāndhuko vedhmas syāt
Als Brennholz soll ein taijana- oder bāndhuka-Holz dienen [Anm.: Holzarten, genaue Bestimmung unsicher; vedhma = Brennholz-Bündel?] [?].
yady aṅgārāḥ prativeṣṭante praty amitrāṇām̐ senā veṣṭate
Wenn die Kohlen sich (dem Feuer) entgegenwinden, dann windet sich das Heer der Feinde zurück.
athāgnaye vaiśvānāraya dvādaśakapālas
Nun (ist zu opfern) für Agni Vaiśvānara ein Kuchen auf zwölf Scherben.
saṃvatsaro vā agnir vaiśvānaras
Das Jahr ist fürwahr Agni Vaiśvānara.
eṣā saṃvatsarasya priyā tanūr yā vaiśvānarī
Dies ist des Jahres liebe Gestalt, die vaiśvānarische.
yad agnaye vaiśvānarāya
Dass (er es) für Agni Vaiśvānara (darbringt),
priyāyā evāsya tanva ātithyaṃ karoti ‖
damit bereitet er gerade dessen lieber Gestalt die Gastbewirtung.
kṣatraṃ vaiśvānaro viṇ marutas
Fürstenmacht ist Vaiśvānara, das Volk sind die Marut.
yad vaiśvānaraṃ mārutā anuhūyante
Dass nach der Vaiśvānara-Spende die Marut-Spenden nachgerufen werden,
kṣatrāyaiva viśam anuniyunakti
damit spannt er das Volk der Fürstenmacht nach.
uccair vaiśvānarasya yajaty upām̐śu mārutāñ juhoti
Laut opfert er die Vaiśvānara-Spende, leise bringt er die Marut-Spenden dar.
tasmāt kṣatraṃ viśam ativadati
Daher überredet die Fürstenmacht das Volk.
paśur vā agnis
Vieh ist fürwahr Agni.
agnimukhān prajāpatiḥ paśūn asṛjata
Mit Agni an der Spitze schuf Prajāpati das Vieh.
paśavo marutas
Vieh sind die Marut.
yad vaiśvānaraṃ mārutā anuhūyante
Dass nach der Vaiśvānara-Spende die Marut-Spenden nachgerufen werden,
paśūnāṃ prajātyai
(geschieht) zur Fortpflanzung des Viehs.
yat prāṅ paryāvarteta devaviśā muhyet
Wenn er sich nach Osten umwendete, würde er der Götterschaft verfallen (verwirrt werden) [?].
yad dakṣiṇā pitṛdevatyas syāt
Wenn nach Süden, wäre es den Vätern zugehörig.
yat pratyaṅ rakṣasām̐ syāt
Wenn nach Westen, gehörte es den Rakṣas.
yad udaṅ mānuṣas syāt
Wenn nach Norden, wäre es menschlich.
ṛjuḥ pratiṣṭhito hotavyas
Gerade und stehend soll man opfern,
yajamānasya pratiṣṭhityai
damit der Opferherr Halt gewinnt.
athaite mārutās
Nun diese Marut-Spenden:
sapta saptakapālās
sieben, jede auf sieben Scherben,
saptasapta hi maruto saptadhā gaṇās
denn je sieben sind die Marut, in sieben Scharen geteilt.
gaṇena gaṇam anūddrutya juhoti
Er opfert, indem er jeweils eine Schar an die andere anschließt (nachdem er sie durchlaufen hat) [?].
gaṇaśa eva marutas tarpayati ‖
Scharenweise erfreut er die Marut.
yo 'raṇye 'nuvākyo gaṇas tena madhye juhoti
Mit der Schar, die im Wald als Anuvākyā (Einladungsvers) dient, opfert er in der Mitte.
kṣatraṃ vā eṣa marutāṃ viḍ itare
Fürstenmacht ist unter den Marut diese (Schar), Volk die übrigen.
kṣatram eva viśo madhyameṣṭhaṃ karoti
Die Fürstenmacht macht er so zur in der Mitte des Volkes Stehenden.
yadi kāmayeta viśā kṣatram̐ hanyām iti yo 'raṇye 'nuvākyo gaṇas tam itarair mohayet
Wenn er wünscht: „Durch das Volk möge ich die Fürstenmacht schlagen“, so soll er die Schar, die im Wald Anuvākyā ist, mit den anderen verwirren.
viśaiva kṣatram̐ hanti
Durch das Volk schlägt er die Fürstenmacht.
yadi kāmayeta kṣatreṇa viśam̐ hanyām iti triṣṭubhau yājyānuvākye kuryāt
Wenn er wünscht: „Durch die Fürstenmacht möge ich das Volk schlagen“, so soll er Anuvākyā und Yājyā in Triṣṭubh-Metrum nehmen.
ojo vai vīryaṃ triṣṭub
Kraft und Heldenkraft ist fürwahr die Triṣṭubh.
oja eva vīryaṃ viśa ādāya tāṃ kṣatrāyāpidadhāti
Kraft und Heldenkraft des Volkes nimmt er weg und legt sie der Fürstenmacht auf.
yaṃ kāmayeta kṣatrān nudeyeti yo 'raṇye 'nuvākyo gaṇas tenāgniṣṭhaṃ rathavāhanaṃ vicālayet
Wen man wünscht: „Ich möchte ihn aus der Fürstenmacht verdrängen“, für den soll man mit der im Wald als Anuvākyā dienenden Schar das am Feuer stehende Wagengespann in Bewegung versetzen [?].
etad vai rājanyasya kṣatraṃ bibharti
Dies trägt fürwahr des Fürsten Fürstenmacht.
kṣatram eva marutām
Fürstenmacht ist es von den Marut.
kṣatreṇaivainaṃ kṣatrān nudate
Durch Fürstenmacht verdrängt er ihn aus der Fürstenmacht.
indraṃ daivīr viśo maruto 'nuvartmāna iti
„Indra folgen die göttlichen Stämme, die Marut, auf dessen Weg.“
etad vai devānām anuvartma
Dies ist fürwahr der Götter Nachfolge-Weg.
devānām evānuvartmanā yajamānāyānuvartma karoti
Durch der Götter Nachfolge-Weg bereitet er dem Opferherrn einen Nachfolge-Weg.
saṃ vā enam etad inddhe yac cinoti
Dass er die Schichtung vornimmt, entzündet ihn fürwahr.
dīpayati marunnāmaiḥ ‖
Er lässt (ihn) mit den Namen der Marut erglänzen [?].