Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 21

Anuvāka 13 Mantrasammlung: Verse an Varuṇa, Agni, Marut, Viśvakarman und andere für die Sühne- und Bereitungs-Riten.

iyaṃ vām asya manmanas

„Dieses Gebetsdenken gilt euch beiden hier“ [Anm.: Versanfang, Zitat].

śuciṃ nu stomam

„Den reinen Preisgesang nun“ [Anm.: Versanfang].

maruto yad dha vo divas

„Marut, wenn ihr vom Himmel“ [Anm.: Versanfang].

yā vaś śarma

„Welchen Schutz von euch“ [Anm.: Versanfang].

imam me varuṇa

„Diesen meinen (Ruf), Varuṇa“ [Anm.: Versanfang].

tat tvā yāmi

„Darum bitte ich dich“ [Anm.: Versanfang].

kayā naś citraḥ ‖

„Womit (wird) uns der Wunderbare“ [Anm.: Versanfang].

kayā tac chṛṇve śacyā śaciṣṭho yayā kṛṇoti muhu kācid ṛṣvaḥ |

Mit welcher Kraft wird jenes vernommen – der Kräftigste ist er, durch die jeder Erhabene immer wieder wirkt –

puru dāśuṣe vicayiṣṭho am̐ho 'thā dadhāti draviṇaṃ jaritre ‖

der dem Gebenden reichlich Bedrängnis wegnimmt und dann dem Sänger Gut verleiht.

ud uttamaṃ mumugdhi no vi pāśaṃ madhyamaṃ cṛta |

Löse uns die oberste Fessel hinauf, die mittlere trenne auseinander,

avādhamāni jīvase ‖

die unterste (löse) ab, damit wir leben.

ud uttamaṃ varuṇa pāśam asmat

„Die oberste Fessel, Varuṇa, (löse) von uns“ [Anm.: Wiederaufnahme, Zitat].

tvaṃ no agne

„Du, Agni, (bist) unser“ [Anm.: Versanfang].

sa tvaṃ no agne ‖

„Du, Agni, für uns“ [Anm.: Versanfang].

anīkavantam ūtaye 'gniṃ dhībhir havāmahe |

Den mit Antlitz begabten Agni rufen wir mit Gedanken zur Hilfe;

sa naḥ parṣad ati dviṣaḥ ‖

er möge uns über die Feinde hinüberbringen.

sainānīkena suvidatro asme yaṣṭā devām̐ āyajiṣṭhas svasti |

Er, mit seinem Heer, der gütig Gewährende, der Opferer, möge für uns die Götter, der beste Opferer, zum Heil verehren.

adabdho gopā uta naḥ paraspā agne dyumad uta revad didīhi ‖

Unbetrügbar, Hüter und unser Beschützer von jenseits, Agni, leuchte glänzend und reich!

sāṃtapanā idam̐ havir marutas taj jujuṣṭana |

Ihr Sāṃtapana-Marut [Anm.: „Erhitzende“], diese Opferspeise – genießt sie!

yuṣmākotī riśādasaḥ ‖

Unter eurer Hilfe, ihr Feindfresser.

yo no marto maruto durhṛṇāyus tiraś cittāni vasavo jighām̐sati |

Welcher Sterbliche, ihr Marut, der Böswillige, unsere Gedanken, ihr Guten, hinterhältig zu treffen sucht –

druhaḥ pāśaṃ prati ṣū mucīṣṭa tapiṣṭhena tapasā hantanā tam ‖

den Fangstrick der Tücke legt ihm gut an, schlagt ihn mit der heißesten Glut!

gṛhamedhā riśādaso maruto māpabhūtana |

Ihr Gṛhamedhin-Marut [Anm.: „Hausopfer-Genießer“], Feindfresser, bleibt nicht fort!

pramuñcanto no am̐hasaḥ ‖

Ihr, die ihr uns von Bedrängnis löst.

pra budhnyā va īrate mahām̐si pra nāmāni prayajyavas tiradhvam |

Aus der Tiefe steigen eure Machtfülle auf; ihr Verehrungswürdigen, bringt eure Namen hindurch (zur Geltung) [?].

sahasriyaṃ damyaṃ bhāgam etaṃ gṛhamedhīyaṃ maruto juṣadhvam ‖

Diesen tausendfachen, im Haus geziemenden Anteil, den Gṛhamedhīya-Anteil, genießt, ihr Marut!

krīḍaṃ vaś śardho mārutam anarvāṇaṃ ratheśubham |

Das spielende Marut-Heer von euch, unaufhaltsam, auf dem Wagen strahlend,

atyāso na ye marutas svañco yakṣadṛśo na śubhayanta maryāḥ |

Die Marut, die wie Rosse gut vorwärts eilen, wie wunderbar Anzuschauende (Yakṣa-gleich) schmücken sich die Männer,

te harmyeṣṭhāś śiśavo na śubhrā vatsāso na prakrīḍinaḥ payodhāḥ ‖

sie, im Haus weilend, wie glänzende Kinder, wie spielende, milchtrinkende Kälber.

śnathad vṛtram

„Er zerschlug den Vṛtra“ [Anm.: Versanfang].

ā tū na indra

„Komm doch zu uns, Indra“ [Anm.: Versanfang].

tvaṃ mahām̐ indra ‖

„Du bist groß, Indra“ [Anm.: Versanfang].

viśvakarman haviṣā vāvṛdhānas svayaṃ yajasva pṛthivīm uta dyām |

Viśvakarman, durch die Opfergabe erstarkend, opfere selbst, die Erde und den Himmel!

muhyantv anye abhito janāsa ihāsmākaṃ maghavā sūrir astu ‖

Die anderen Leute ringsum sollen verwirrt werden; hier möge uns der Freigebige ein Gönner (Sūri) sein.

vācaspatiṃ viśvakarmāṇam ūtaye manojuvaṃ vāje adyā huvema |

Den Herrn der Rede, Viśvakarman, den gedankenschnellen, rufen wir heute zur Hilfe im Wettstreit;

sa no nediṣṭham̐ havanāni joṣad viśvaśaṃbhūr avase sādhukarmā ‖

er möge unsere Anrufungen ganz nah gern annehmen, der allen Heil Schaffende, zur Hilfe, der gute Werke Tuende.