uśantas tvā havāmaha uśantas samidhīmahi |
Verlangend rufen wir dich, verlangend entzünden wir dich;
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 21
uśantas tvā havāmaha uśantas samidhīmahi |
Verlangend rufen wir dich, verlangend entzünden wir dich;
uśann uśata āvaha pitṝn haviṣe attave ‖
verlangend führe die Verlangenden herbei, die Väter, damit sie die Opfergabe verzehren.
tvam̐ soma pracikito manīṣā tvaṃ rajiṣṭham anuneṣi panthām |
Du, Soma, bist mit Einsicht kundig; du führst uns entlang den geradesten Pfad.
tava praṇītī pitaro na indo deveṣu ratnam abhajanta dhīrāḥ ‖
Unter deiner Führung, o Tropfen, gewannen unsere Väter, die Weisen, unter den Göttern Schatz.
tvayā hi naḥ pitaras soma pūrve karmāṇi cakruḥ pavamāna dhīrāḥ |
Durch dich, Soma, vollbrachten unsere Väter, die früheren, die Weisen, ihre Werke, o Sichklärender.
vanvann avātaḥ paridhīr aporṇu vīrebhir aśvair maghavā bhavā naḥ ‖
Siegend, unbezwungen, öffne die Umzäunungen; mit Männern und Rossen sei uns der Freigebige.
tvam̐ soma pitṛbhis saṃvidāno 'nu dyāvāpṛthivī ātatantha |
Du, Soma, im Einvernehmen mit den Vätern, hast Himmel und Erde durchspannt.
tasmai ta indo haviṣā vidhema vayam̐ syāma patayo rayīṇām ‖
Dir wollen wir, o Tropfen, mit der Opfergabe dienen; wir wollen Herren der Reichtümer sein.
barhiṣadaḥ pitara ūty arvāg imā vo havyā cakṛmā juṣadhvam |
Ihr auf dem Streu sitzenden Väter, kommt zur Hilfe herbei; diese Opfergaben haben wir euch bereitet – genießt sie!
ta ā gatāvasā śaṃtamenāthā naś śaṃ yor arapo dadhāta ‖
Kommt her mit heilvollster Hilfe, und dann verleiht uns Heil und Gesundheit ohne Makel.
āhaṃ pitṝn suvidatrām̐ avitsi napātaṃ ca vikramaṇaṃ ca viṣṇoḥ |
Ich habe die gütigen Väter gefunden, den Enkel und den Schritt Viṣṇus.
barhiṣado ye svadhayā sutasya bhajanta pitvas ta ihāgamiṣṭhāḥ ‖
Die auf dem Streu Sitzenden, die mit der Svadhā vom gepressten Trank Anteil nehmen und Speise genießen – sie sollen hierher kommen.
upahūtāḥ pitaras somyāso barhiṣyeṣu nidhiṣu priyeṣu |
Herbeigerufen seien die Väter, die Somatrinker, bei den lieben Schätzen auf dem Streu;
ta āgamantu ta iha śruvantv adhi bruvantu te 'vantv asmān ‖
sie sollen kommen, sie sollen hier hören, sie sollen für uns sprechen, sie sollen uns helfen.
agniṣvāttāḥ pitara eha gacchata sadassadas sadata supraṇītayaḥ |
Ihr von Agni verzehrten [Anm.: Agniṣvātta, eine Vätergruppe] Väter, kommt hierher; setzt euch jeder auf seinen Sitz, ihr gut Führenden.
attā havīm̐ṣi prayatāni barhiṣy athā rayim̐ sarvavīraṃ dadhātana ‖
Verzehrt die dargereichten Opfergaben auf dem Streu und verleiht dann Reichtum mit allen Männern.
agniṣvāttā ṛtāvṛdhaḥ pitaro mṛḍatā su naḥ |
Ihr Agniṣvātta, ihr die Ordnung Mehrenden, Väter, seid uns wohl gnädig;
pramuñcantu no am̐hasaḥ ‖
sie sollen uns aus der Bedrängnis lösen.
agniṣvāttān ṛtumato havāmahe narāśam̐se somapīthaṃ ya ānaśuḥ |
Die Agniṣvātta, die zeitgemäß Wirkenden, rufen wir beim Narāśaṃsa, sie, die den Somatrank erlangt haben;
ta āgamantu ta iha śruvantv adhi bruvantu te 'vantv asmān ‖
sie sollen kommen, sie sollen hier hören, sie sollen für uns sprechen, sie sollen uns helfen.
sa pūrvayā nividā kavyatāyor imāḥ prajā ajanayan manūnām |
Er (Agni) hat mit dem alten Nivid-Spruch, der Weisheit erstrebend, diese Nachkommenschaft der Manus gezeugt;
vivasvatā cakṣasā dyām apaś ca devā agniṃ dhārayan draviṇodāḥ ‖
mit dem Auge des Vivasvat (hielten sie) Himmel und Wasser; die Götter, Gutgeber, hielten Agni.
yo agniḥ kavyavāhanaḥ pitṝn yakṣad ṛtāvṛdhaḥ |
Der Agni, der Träger der Kavya-Gaben, möge die Väter, die die Ordnung Mehrenden, verehren;
pred u havyāni vocati devebhyaś ca pitṛbhya ā ‖
er soll die Opfergaben ausrufen, den Göttern und den Vätern.
tvad agne kāvyā tvan manīṣās tvad ukthā jāyante rādhyāni |
Von dir, Agni, stammen die Dichtungen, von dir die Einsichten, von dir entstehen die Loblieder, die zu Gelingendes bringen;
tvad eti draviṇaṃ vīrapeśā itthādhiye dāśuṣe martyāya ‖
von dir kommt Gut, männerreich gestaltet, dem so gedankenvollen, gebenden Sterblichen.
vāyur agregāḥ
„Vāyu, an der Spitze gehend“ [Anm.: Versanfang].
pra yābhir yāsi ‖
„Mit denen du fährst“ [Anm.: Versanfang].
sīrā yuñjanti kavayo yugā vitanvate pṛthak |
Die Pflüge schirren die Dichter an, sie spannen die Joche einzeln aus;
dhīrā indrāya sumnayā ‖
die Weisen, für Indra, mit Wohlwollen.
śunam̐ huvema maghavānam indram asmin bhare nṛtamaṃ vājasātau |
Glücklich rufen wir den freigebigen Indra, den besten Männerführer, in diesem Kampf, beim Gewinn des Siegespreises,
śṛṇvantam ugram ūtaye samatsu ghnantaṃ vṛtrāṇi saṃjitaṃ dhanānām ‖
den hörenden, gewaltigen, zur Hilfe, in den Schlachten, der die Widersacher schlägt, den Gewinner der Güter.
ud u tyam
„Auf, jenen“ [Anm.: Versanfang].
citraṃ devānām ‖
„Das Wunderbare der Götter“ [Anm.: Versanfang].
indraṃ vayam̐ śunāsīram asmin yajñe havāmahe |
Indra rufen wir, (zusammen mit) Śunāsīra [Anm.: Gottheit des Pflügens], bei diesem Opfer,
iha devam̐ surādhasam ‖
hier, den Gott, den gut Gebenden.
indraṃ vayaṃ dhanapatim̐ sūnum anvārabhāmahe |
Indra, den Herrn der Güter, den Sohn, fassen wir an,
sa naḥ piteva putrebhya īśānaś śarma yacchatu ‖
er, wie ein Vater für die Söhne, als Herrscher soll er uns Schutz gewähren.
iti śrīmadyajurvedakāṭhake carakaśākhāyāṃ madhyamikāyāṃ pañcacūḍaṃ nāma ekaviṃśaṃ sthānakaṃ saṃpūrṇam ‖
Damit ist im ehrwürdigen Yajurveda-Kāṭhaka, in der Caraka-Schule, in der mittleren (Abteilung), das Pañcacūḍa genannte einundzwanzigste Sthānaka vollendet.