surāvantaṃ barhiṣadam̐ suvīraṃ yajñam̐ hinvanti mahiṣā namobhiḥ |
Das Opfer, mit Surā versehen, auf dem Streu sitzend, reich an Helden, treiben die Mächtigen mit Verehrungen voran.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 38
surāvantaṃ barhiṣadam̐ suvīraṃ yajñam̐ hinvanti mahiṣā namobhiḥ |
Das Opfer, mit Surā versehen, auf dem Streu sitzend, reich an Helden, treiben die Mächtigen mit Verehrungen voran.
dadhānās somaṃ divi devatāsu mademendraṃ yajamānās svarkāḥ ‖
Den Soma unter den Göttern im Himmel bewahrend, mögen wir Opferherren, wohlklingend singend, Indra berauschen. [?] ‖
yas te rasas saṃbhṛta oṣadhīṣu somasya śuṣmas surayā sutasya |
Dein Saft, der in den Pflanzen gesammelt ist, die Stärke des Soma, gepresst mit der Surā,
tena jinva yajamānaṃ madena sarasvatīm aśvinā indram agnim ‖
damit belebe den Opferherrn durch Rausch, (belebe) Sarasvatī, die Aśvins, Indra, Agni. ‖
yam aśvinā namucer āsurād adhi sarasvaty asanod indriyāya |
Den die Aśvins und Sarasvatī dem asurischen Namuci abgewannen für die Kraft (Indras),
imaṃ tam̐ śukraṃ madhumantam indum̐ somaṃ rājānam iha bhakṣayāmi ‖
diesen lauteren, honigsüßen Tropfen, den König Soma, verzehre ich hier. ‖
yad atra riptaṃ rasinas sutasya yad indro apibac chacībhiḥ |
Was hier vom saftreichen Gepressten verspritzt (übrig) ist, was Indra mit seinen Kräften trank,
ahaṃ tad asya manasā śivena somaṃ rājānam iha bhakṣayāmi ‖
das verzehre ich hier mit gnädigem Sinn davon, den König Soma. ‖
pitṛbhyas svadhāyibhyas svadhā namaḥ
Den Vätern, die Svadhā genießen: Svadhā, Verehrung!
pitāmahebhyas svadhāyibhyas svadhā namaḥ
Den Großvätern, die Svadhā genießen: Svadhā, Verehrung!
prapitāmahebhyas svadhāyibhyas svadhā namas
Den Urgroßvätern, die Svadhā genießen: Svadhā, Verehrung!
akṣan pitaras
Gegessen haben die Väter.
amīmadanta pitaras
Sich berauscht haben die Väter.
atītṛpanta pitaraḥ
Gesättigt sind die Väter.
pitaraś śundhadhvam ‖
Väter, reinigt euch! ‖
punantu mā pitaras somyāsaḥ punantu mā pitāmahāḥ |
Reinigen sollen mich die Väter, die Somatrinker, reinigen sollen mich die Großväter,
punantu prapitāmahāḥ pavitreṇa śatāyuṣā ‖
reinigen sollen die Urgroßväter, mit dem Seihtuch, das hundert Jahre Leben gibt. ‖
punantu mā pitāmahāḥ punantu prapitāmahāḥ |
Reinigen sollen mich die Großväter, reinigen die Urgroßväter,
pavitreṇa śatāyuṣā viśvam āyur vyaśnavai ‖
mit dem Seihtuch, das hundert Jahre Leben gibt; das volle Leben möge ich erreichen. ‖
agna āyūm̐ṣi pavase ‖
Agni, du läuterst die Lebensspannen. [Anm.: Anfang eines Verses, hier nur als Stichwort] ‖
punantu mā devajanāḥ punantu manasā dhiyaḥ |
Reinigen sollen mich die Göttergeschlechter, reinigen die Gedanken mit dem Sinn,
punantu viśvā bhūtāni jātavedaḥ punīhi mā ‖
reinigen sollen alle Wesen; Jātavedas, reinige mich! ‖
pavitreṇa punīhi mā śukreṇa deva dīdyat |
Mit dem Seihtuch reinige mich, mit dem Lauteren, Gott, leuchtend,
agne kratvā kratūm̐r anu ‖
Agni, durch Tatkraft, den Tatkräften folgend. ‖
yat te pavitram arciṣy agne vitatam antarā |
Das Seihtuch, das in deiner Flamme, Agni, dazwischen ausgespannt ist,
brahma tena punātu mā ‖
damit möge das heilige Wort (brahman) mich reinigen. ‖
pavamānas svarjanaḥ pavitreṇa vicarṣaṇiḥ |
Der sich Läuternde, lichtgeboren, durch das Seihtuch der Umherschauende:
yaḥ potā sa punātu mā ‖
der der Reiniger (Potṛ) ist, der möge mich reinigen. ‖
ubhābhyāṃ deva savitaḥ pavitreṇa savena ca |
Mit beiden, Gott Savitṛ, mit Seihtuch und mit Antrieb,
māṃ punīhi viśvataḥ ‖
reinige mich von allen Seiten. ‖
vaiśvadevī punatī devy āgād yasyā imās tanvo vītapṛṣṭhāḥ |
Die Allgöttliche, die reinigende Göttin, ist gekommen, deren Leiber diese hier sind, die (mit Ghee) gesalbte Rücken haben. [?]
tayā madantas sadhamādyeṣu vayam̐ syāma patayo rayīṇām ‖
Mit ihr uns erfreuend bei den Gelagen, mögen wir Herren der Reichtümer sein. ‖
ye samānās samanasaḥ pitaro yamarājye |
Die (Väter), die gleich, gleichgesinnt sind, die Väter im Reich des Yama,
teṣāṃ lokas svadhā namo yajño deveṣu kalpatām ‖
ihnen sollen Welt, Svadhā, Verehrung (und) Opfer unter den Göttern zugerichtet sein. ‖
ye samānās samanaso jīvā jīveṣu māmakāḥ |
Die (Lebenden), die gleich, gleichgesinnt sind, die Lebenden unter den Lebenden, die zu mir Gehörigen,
teṣām̐ śrīr mayi kalpatām asmiṃl loke śatam̐ samāḥ ‖
deren Glück (Śrī) soll in mir zugerichtet sein in dieser Welt, hundert Jahre lang. ‖
dve sṛtī aśṛṇavaṃ pitṝṇām ahaṃ devānām uta martyānām |
Zwei Wege habe ich gehört, den der Väter und den der Götter und den der Sterblichen. [?]
tābhyām idaṃ viśvam ejat sameti yad antarā pitaraṃ mātaraṃ ca ‖
Auf diesen beiden vereint sich diese ganze bewegte Welt, was zwischen Vater und Mutter ist. ‖
idam̐ haviḥ prajananaṃ me astu daśavīram̐ sarvagaṇam̐ svastaye |
Diese Opfergabe soll mir Zeugung sein, zehn Helden umfassend, mit allen Gefolgschaften, zum Wohlergehen.
ātmasani prajāsani paśusany abhayasani lokasani |
Leibgewinnend, Nachkommen gewinnend, Vieh gewinnend, Furchtlosigkeit gewinnend, Welt gewinnend:
agniḥ prajāṃ bahulāṃ me karotv annaṃ payo reto asmāsu dhatta ‖
Agni soll mir zahlreiche Nachkommenschaft schaffen; Speise, Milch, Same legt in uns nieder! ‖