udasthād dhanajid gojid aśvajid dhiraṇyajit sūnṛtayā parīvṛtaḥ |
Aufgestanden ist der Beute-, Rinder-, Rosse-, Goldgewinner, von der Freundlichkeit (Sūnṛtā) umgeben;
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 38
udasthād dhanajid gojid aśvajid dhiraṇyajit sūnṛtayā parīvṛtaḥ |
Aufgestanden ist der Beute-, Rinder-, Rosse-, Goldgewinner, von der Freundlichkeit (Sūnṛtā) umgeben;
ekacakreṇa savitā rathenorjo bhāgaṃ pṛthivīm ety āpṛṇan ‖
auf dem einrädrigen Wagen kommt Savitṛ, der Kraft Anteil, zur Erde, sie erfüllend. ‖
saṃ varatrān dadhātana nirāhāvaṃ kṛṇotana |
Legt die Riemen zusammen, macht einen Brunnentrog [?];
siñcāmahā avataṃ vayam udriṇaṃ viśvāhādastam akṣitam ‖
wir wollen den wasserreichen Brunnen begießen, alle Tage unerschöpflich (Wasser gebend), unverbraucht. [?] ‖
brahma jajñānaṃ prathamaṃ purastād vi sīmatas suruco vena āvaḥ |
Das Brahman (heilige Wort), als erstes geboren, im Osten: hat Vena, der Schönglänzende, von der Grenze her enthüllt.
sa budhnyā upamā asya viṣṭhās sataś ca yonim asataś ca vi vaḥ ‖
Er (enthüllte) die Grundlagen, die nächsten Stellungen dieses (Alls), den Schoß des Seienden und des Nichtseienden. [?] ‖
anāptā yā vaḥ prathamā yasyāṃ karmāṇi kurvate |
Die unerreichte erste (Wohnstätte) von euch, in der sie Werke tun:
vīrān no atra mā dabham̐s tad va etat puro dadhe ‖
Unsere Helden sollen hier nicht beschädigt werden; das (Schutzwerk) hier setze ich euch vor. [?] ‖
pary ū ṣu pradhanva vājasātaye pari vṛtrāṇi sakṣaṇiḥ |
Ström herum, gut voran, zum Kraftgewinn; rings die Widersacher überwältigend,
dviṣas taradhyā ṛṇayā na īyase ‖
die Feinde bezwingend, wie ein Schulden-Eintreiber gehst du zu uns. [?] ‖
sahasradhāre 'va te samasvaran divo nāke madhujihvā asaścataḥ |
Auf den tausendströmigen (Soma) hin haben sie zusammen gerauscht, im Himmelsfirmament, honigzüngig, nie versiegend. [?]
tasya spaśo na nimiṣanti bhūrṇayaḥ padepade pāśinas santi setavaḥ ‖
Seine Späher schließen nicht die Augen, die Eiligen; Schritt für Schritt sind Dämme mit Schlingen da. [?] ‖
malimluco nāmāsi trayodaśo māsas
Malimluca, „Schmutz-Aufreißer“, heißt du, der dreizehnte Monat.
indrasya śarmāsi
Du bist Indras Schutz.
indrasya varmāsi
Du bist Indras Panzer.
indrasya varūtham asi
Du bist Indras Schild.
taṃ tvā prapadye
Zu dir nehme ich meine Zuflucht,
sagus sāśvas sapuruṣaḥ ‖
mit Rindern, mit Rossen, mit Männern. ‖
saha yan me 'sti tena
Zusammen mit dem, was mein ist,
sa me śarma ca varma ca bhava
sei du mir Schutz und Panzer.
gāyatrīṃl lomabhiḥ praviśāmi
Die Gāyatrīs betrete ich mit den Haaren;
triṣṭubhaṃ tvacā praviśāmi
die Triṣṭubh betrete ich mit der Haut;
jagatīṃ mām̐sena praviśāmi
die Jagatī betrete ich mit dem Fleisch;
anuṣṭubham asthnā praviśāmi
die Anuṣṭubh betrete ich mit dem Knochen;
paṅktiṃ majjñā praviśāmi ‖
die Paṅkti betrete ich mit dem Mark. ‖
aindrāgnaṃ varma bahulaṃ yad ugraṃ viśve devā nāti vidhyanti śūrāḥ |
Der Indra-Agni-Panzer, dicht, was gewaltig ist, den alle Götter, die Helden, nicht durchbohren,
tan nas trāyatāṃ tanvas sarvato mahad āyuṣmanto jarām upagacchema jīvāḥ ‖
der soll uns von allen Seiten an den Leibern schützen; mit langem Leben mögen wir lebend das Alter erreichen. ‖
iti śrīmadyajuṣi kāṭhake carakaśākhāyām orimikāyāṃ sautrāmaṇīnāmāṣṭātriṃśaṃ sthānakaṃ saṃpūrṇam ‖
So (endet) im glückverheißenden Yajus, in der Kāṭhaka(-Schule), der Caraka-Śākhā, dem Orimikā(-Abschnitt), das achtunddreißigste Sthānaka namens „Sautrāmaṇī“ vollständig. ‖