kṣatrasya nābhir asi
Du bist der Nabel der Herrschaft.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 38
kṣatrasya nābhir asi
Du bist der Nabel der Herrschaft.
kṣatrasya yonir asi
Du bist der Schoß der Herrschaft.
syonāsi suṣadāsi
Du bist ein guter Sitz, du bist wohl zu sitzen.
syonām āsīda
Setz dich auf den guten Sitz.
suṣadām āsīda
Setz dich auf den wohl zu sitzenden.
mā tvā him̐sīt
Er soll dir nichts antun.
mā mā him̐sīḥ ‖
Du sollst mir nichts antun. ‖
niṣasāda dhṛtavrato varuṇaḥ pastyāsv ā |
Es hat sich niedergelassen Varuṇa, dessen Gebote fest stehen, in den Wohnstätten,
sāmrājyāya sukratuḥ ‖
zur Oberherrschaft, der Einsichtsvolle. ‖
devasya tvā savituḥ prasave 'śvinor bāhubhyāṃ pūṣṇo hastābhyām aśvinor bhaiṣajyena tejase brahmavarcasāyābhiṣiñcāmi
Auf Antrieb des Gottes Savitṛ, mit den Armen der Aśvins, mit den Händen Pūṣans, mit der Heilkraft der Aśvins besprenge ich dich zu Glanz und zu Brahman-Glanz (brahmavarcasa).
devasya tvā savituḥ prasave 'śvinor bāhubhyāṃ pūṣṇo hastābhyām̐ sarasvatyā bhaiṣajyena vīryāyānnādyāyābhiṣiñcāmi
Auf Antrieb des Gottes Savitṛ, mit den Armen der Aśvins, mit den Händen Pūṣans, mit der Heilkraft Sarasvatīs besprenge ich dich zu Manneskraft und Speisegenuss.
devasya tvā savituḥ prasave 'śvinor bāhubhyāṃ pūṣṇo hastābhyām indrasyendriyeṇa balāya śriyai yaśase 'bhiṣiñcāmi
Auf Antrieb des Gottes Savitṛ, mit den Armen der Aśvins, mit den Händen Pūṣans, mit Indras Kraft besprenge ich dich zu Stärke, Glück und Ruhm.
ko 'si
Wer bist du?
ko nāmāsi
Wie heißt du?
kasmai tvā
Wem (weihe) ich dich?
kāya tvā
Dem Ka (dem „Wer“, Prajāpati) (weihe) ich dich.
suślokā3
Bist du ruhmvoll?
sumaṅgalā3
Bist du heilvoll?
satyarājā3n ‖
Bist du ein König der Wahrheit? ‖
śiro me śrīr yaśo mukhaṃ tviṣiḥ keśāś ca śmaśrūṇi |
Mein Haupt ist Glück, mein Antlitz Ruhm, Glanz (sind) Haare und Bart.
rājā me prāṇo amṛtam̐ samrāṭ cakṣur virāṭ chrotram ‖
Der König ist mein Atem, das Unsterbliche; der Samrāṭ mein Auge, der Virāṭ mein Gehör. ‖
jihvā me bhadraṃ vāṅ maho mano manyus svarāḍ bhāmaḥ |
Meine Zunge ist das Heilvolle, die Rede Größe, der Sinn Eifer, der Svarāṭ Glanz. [?]
modāḥ pramodā aṅgulīr aṅgāni mitraṃ me sahaḥ ‖
Freude und Wonne (sind) die Finger, die Glieder; der Freund ist meine Überlegenheit. [?] ‖
bāhū me balam indriyam̐ hastau me karma vīryam |
Meine Arme sind Stärke und Kraft, meine Hände Werk und Manneskraft.
ātmā kṣatram uro mama ‖
Der Leib ist die Herrschaft, meine Brust. ‖
pṛṣṭīr me rāṣṭram udaram am̐sau grīvāś ca śroṇyau |
Meine Rippen sind das Reich, der Bauch, die Schultern, der Nacken und die Hüften.
ūrū aratnī jānunī viśo me 'ṅgāni sarvataḥ ‖
Die Schenkel, die Ellbogen, die Knie – die Stämme (viś) sind meine Glieder ringsum. [?] ‖
nābhir me cittaṃ vijñānaṃ pāyur me 'pacitir bhasat |
Der Nabel ist mein Denken (citta), mein Erkennen, der After meine Ehrung, das Geschlecht (bhasat). [?]
ānandanandā aṇḍau me bhagas saubhāgyaṃ pasaḥ ‖
Lust und Wonne (sind) meine Hoden, der Anteil (bhaga) das Glück, das Glied (pasas). [?] ‖
jaṅghābhyāṃ padbhyāṃ dharmo 'smi viśi rājā pratiṣṭhitaḥ |
Mit Unterschenkeln und Füßen bin ich die Rechtsordnung (dharma), als König in den Stämmen (viś) gegründet.
prati kṣatre pratitiṣṭhāmi rāṣṭre praty aśveṣu pratitiṣṭhāmi goṣu ‖
In der Herrschaft fasse ich Fuß, im Reich, bei den Rossen fasse ich Fuß, bei den Rindern. ‖
praty aṅgeṣu pratitiṣṭhāmy ātman prati prāṇeṣu pratitiṣṭhāmi puṣṭe |
In den Gliedern fasse ich Fuß, im Leib, in den Lebenshauchen fasse ich Fuß, im Gedeihen,
prati dyāvāpṛthivyoḥ pratitiṣṭhāmi yajñe ‖
in Himmel und Erde fasse ich Fuß, im Opfer. ‖
trayo devā ekādaśa trayastrim̐śās surādhasaḥ |
Drei mal elf Götter, dreiunddreißig, gut gebend,
bṛhaspatiprasūtā devasya savitus save ‖
von Bṛhaspati angetrieben, auf Antrieb des Gottes Savitṛ: ‖
devā devair avantu mā
Die Götter sollen mich mit den Göttern schützen:
prathamā dvitīyair
die ersten mit den zweiten,
dvitīyās tṛtīyais
die zweiten mit den dritten,
tṛtīyās satyena
die dritten mit der Wahrheit;
satyaṃ yajñena
die Wahrheit mit dem Opfer;
yajño yajurbhir
das Opfer mit den Opfersprüchen (yajus);
yajūm̐ṣi sāmabhis
die Opfersprüche mit den Sāmans;
sāmāny ṛgbhir
die Sāmans mit den Versen (ṛc);
ṛco yājyābhir
die Verse mit den Yājyā-Sprüchen;
yājyā vaṣaṭkārair
die Yājyās mit den Vaṣaṭ-Rufen;
vaṣaṭkārā āhutibhir
die Vaṣaṭ-Rufe mit den Spenden;
āhutayo me kāmān samardhayantu
die Spenden sollen mir die Wünsche gedeihen lassen.
bhūs svāhā ‖
Bhūḥ, svāhā! ‖
lomāni prayatir mama tvaṅ ma ānatir āgatiḥ |
Meine Haare sind Hingabe (Darbringung), meine Haut Neigung [?], Ankunft.
mām̐saṃ ma upanatir vasv asthi majjā ma ānatiḥ ‖
Mein Fleisch ist Zuwendung; Gut, Knochen (und) Mark sind mir Verneigung. [?] ‖