samiddha indra uṣasām anīke purorucā pūrvakṛd vāvṛdhānaḥ |
Entflammt ist Indra am Antlitz der Morgenröten, der vorn Leuchtende, der Vorzeitschaffer, erstarkt,
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 38
samiddha indra uṣasām anīke purorucā pūrvakṛd vāvṛdhānaḥ |
Entflammt ist Indra am Antlitz der Morgenröten, der vorn Leuchtende, der Vorzeitschaffer, erstarkt,
tribhir devais trim̐śatā vajrabāhur jaghāna vṛtraṃ vi duro vavāra ‖
mit dreimal dreißig Göttern, der Keulenarmige; er erschlug den Vṛtra und deckte die Türen auf. ‖
narāśam̐saḥ prati śūro mimānas tanūnapāt prati yajñasya dhāma |
Narāśaṃsa, der Held, das Gegenstück bildend, Tanūnapāt, entsprechend dem Ort des Opfers,
gobhir vapāvān madhunā samañjan hiraṇyaiś candrī yajatu pracetāḥ ‖
mit Milch, Fettnetz-reich, mit Honig salbend, mit Gold golden schimmernd, soll der Einsichtige opfern. ‖
iḍito devair harivām̐ abhiṣṭir ājuhvāno haviṣā śardhamānaḥ |
Von den Göttern angerufen, der Falbenbesitzer, der Beistand, mit Opferspende angerufen, kraftvoll,
puraṃdaro gotrabhid vajrabāhur āyātu yajñam upa no juṣāṇaḥ ‖
der Burgenbrecher, der Höhlenspalter, der Keulenarmige, soll herbeikommen zu unserem Opfer und daran Gefallen finden. ‖
juṣāṇo barhir harivān na indraḥ prācīnam̐ sīdat pradiśā pṛthivyāḥ |
Indra, mit Falben, an unserem Streu Gefallen findend, soll sich nach Osten setzen, in der Weisung der Erde,
uruprathāḥ prathamānam̐ syonam ādityair aktaṃ vasubhis sajoṣāḥ ‖
weit ausgebreitet, auf das sich breitende, angenehme (Streu), von den Ādityas bestrichen, einträchtig mit den Vasus. ‖
indraṃ duraḥ kavaṣyo dhāvamānā vṛṣāṇaṃ yantu janayas supatnīḥ |
Zu Indra, dem Stier, sollen die Türen kommen, die Kavaṣya-Türen eilend, die Frauen, die guten Gattinnen; [?]
dvāro devīr abhito viśrayantām̐ suvīrā vīraṃ prathamānā mahobhiḥ ‖
die göttlichen Türen sollen sich beiderseits öffnen, heldenreich, den Helden (empfangend), sich mit Größe breitend. ‖
uṣāsānaktā bṛhatī bṛhantaṃ payasvatī sudughe śūram indram |
Morgenröte und Nacht, die große den Großen, milchreich, gut milchend, den Helden Indra,
peśasvatī tantunā saṃvyayantī devānāṃ devaṃ yajatas surukme ‖
gestaltreich, mit dem Faden webend, sollen die beiden Schönglänzenden den Gott der Götter verehren. ‖
daivyā mimānā manasā purutrā hotārā indraṃ prathamā suvācā |
Die göttlichen (Hotṛ), mit dem Sinn (das Opfer) bemessend, an vielen Orten, die beiden ersten Hotṛ, Indra, mit schönem Wort,
mūrdhan yajñasya madhunā dadhānā prācīnaṃ jyotir haviṣā vṛdhātaḥ ‖
auf dem Haupt des Opfers mit Honig (ihn) setzend: das östliche Licht lasst ihr durch die Opferspende wachsen. ‖
tisro devīr haviṣā vardhamānā indraṃ juṣāṇā vṛṣaṇaṃ na patnīḥ |
Die drei Göttinnen, mit Opferspende wachsend, an Indra Gefallen findend wie Frauen am Stier,
acchinnaṃ tantuṃ payasā sarasvatīḍā devī bhāratī viśvatūrtiḥ ‖
den ungerissenen Faden mit Milch: Sarasvatī, Iḍā, die Göttin Bhāratī, die allesüberwindende. ‖
tvaṣṭā dadhad indrāya śuṣmam apāko 'ciṣṭur yaśase purūṇi |
Tvaṣṭṛ, Indra Stärke gebend, unreif nicht, den Nicht-Schwachen, zu Ruhm viele (Kräfte),
vṛṣā yajan vṛṣaṇaṃ bhūriretā mūrdhan yajñasya samanaktu devān ‖
als Stier den Stier verehrend, samenreich, soll auf dem Haupt des Opfers die Götter salben. [?] ‖
vanaspatir avasṛṣṭo na pāśais tmanyā samañjañ chamitā na devaḥ |
Der Baum (Vanaspati), losgelassen, wie von Fesseln, selbst salbend, der Zurichter, wie ein Gott,
indrasya havyair jaṭharaṃ pṛṇānas svadāti yajñaṃ madhunā ghṛtena ‖
Indras Bauch mit Opfergaben füllend, macht das Opfer schmackhaft mit Honig und Schmalz. ‖
stokānām induṃ prati śūra indro vṛṣāyamāṇo vṛṣabhas turāṣāṭ |
Zu den Tropfen, dem Soma, (kommt) der Held Indra, stiergleich, der Stier, der Überwältiger. [?]
ghṛtapruṣā manasā havyam undan mūrdhan yajñasya juṣatām̐ svāhā ‖
Mit schmalztriefendem Sinn die Opfergabe benetzend: auf dem Haupt des Opfers sollen sie Gefallen finden – svāhā! ‖