yad devā devaheḍanaṃ devāsaś cakṛmā vayam |
Was wir, Götter, als Zorn (Unbill) gegen die Götter getan haben,
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 38
yad devā devaheḍanaṃ devāsaś cakṛmā vayam |
Was wir, Götter, als Zorn (Unbill) gegen die Götter getan haben,
agnir mā tasmād enaso viśvān muñcatv am̐hasaḥ ‖
davon soll mich Agni befreien, von aller Schuld, von aller Bedrängnis. ‖
yadi divā yadi naktam enām̐si cakṛmā vayam |
Ob bei Tag, ob bei Nacht, Vergehen haben wir begangen,
vāyur mā tasmād enaso viśvān muñcatv am̐hasaḥ ‖
davon soll mich Vāyu befreien, von aller Schuld, von aller Bedrängnis. ‖
yadi jāgrad yadi svapna enām̐si cakṛmā vayam |
Ob wachend, ob schlafend, Vergehen haben wir begangen,
sūryo mā tasmād enaso viśvān muñcatv am̐hasaḥ ‖
davon soll mich Sūrya befreien, von aller Schuld, von aller Bedrängnis. ‖
yad grāme yad araṇye yat sabhāyāṃ yad indriye |
Was im Dorf, was im Wald, was in der Versammlung, was mit den Sinnen,
yac chūdre yad arya enaś cakṛmā vayam |
was am Śūdra, was am Ārya wir an Vergehen begangen haben,
yad ekasyādhi dharmaṇi tasyāvayajanam asi ‖
was in Bezug auf die Ordnung eines Einzelnen (geschah): dessen Sühne(-Opfer) bist du. [?] ‖
yad āpo aghnyā varuṇeti śapāmahe
Wenn wir, o Wasser, o Unantastbare (Kühe?), schwören: „Varuṇa!“ [?]
tato varuṇa no muñca
davon, Varuṇa, befreie uns.
avabhṛtha nicuṅkuṇa nicerur asi nicuṅkuṇas
Avabhṛtha [Anm.: das abschließende Untertauchen], Nicuṅkuṇa (der Niederdrückende); du bist der Nicera (Niederlassende), Nicuṅkuṇa. [?]
ava devair devakṛtam eno 'yāḍ ava martyair martyakṛtam
Ich habe die von Göttern verursachte Schuld mit den Göttern abgetan (abgeopfert), die von Sterblichen verursachte mit den Sterblichen. [?]
uror ā no deva riṣas pāhi ‖
Vor weit ausgreifendem Schaden schütze uns, Gott. ‖
samudre te hṛdayam apsv antas saṃ tvā viśantv oṣadhīr uptāpaḥ ‖
Im Meer ist dein Herz, in den Wassern drinnen; die Pflanzen sollen in dich eingehen und die ausgesäten Wasser. [?] ‖
sumitrā ṇa āpa oṣadhayo bhavantu
Freundlich sollen uns Wasser und Pflanzen sein;
durmitrās tasmai bhūyāsur yo 'smān dveṣṭi yaṃ ca vayaṃ dviṣmaḥ ‖
feindlich sollen sie dem werden, der uns hasst und den wir hassen. ‖
drupadād iven mumucānas svinnas snātvī malād iva |
Wie von einem Pfosten losgelöst, wie ein Schwitzender, wie ein Gebadeter vom Schmutz,
pūtaṃ pavitreṇevājyam āpaś śundhantu mainasaḥ ‖
wie geläutertes Schmalz durch das Seihtuch: die Wasser sollen mich von der Schuld reinigen. ‖
ud vayaṃ tamasas pari paśyanto jyotir uttaram |
Aus der Finsternis empor, das höhere Licht schauend,
devaṃ devatrā sūryam aganma jyotir uttamam ‖
sind wir zu Sūrya, dem Gott unter den Göttern, gelangt, zum höchsten Licht. ‖
pratyasto varuṇasya pāśaḥ
Zurückgeworfen ist Varuṇas Schlinge,
pratiyuto varuṇasya pāśaḥ ‖
zurückgebunden ist Varuṇas Schlinge. ‖
edho 'sy edhiṣīmahi
Du bist Brennholz; möchten wir gedeihen.
samid asi ‖
Du bist Zündholz. ‖
tejo 'si tejo mayi dhehi ‖
Du bist Glanz; Glanz lege in mich. ‖
apo adyānvacāriṣaṃ rasena samaganmahi |
Die Wasser bin ich heute nachgegangen; mit dem Saft haben wir uns vereint.
payasvān agna āgamaṃ taṃ mā sam̐sṛja varcasā ‖
Milchreich bin ich gekommen, Agni; verbinde mich mit Lebenskraft (varcas). ‖
samāvavarti pṛthivī sam uṣās sam u sūryaḥ |
Es kehrt zusammen die Erde, zusammen die Morgenröte, zusammen die Sonne.
vaiśvānarajyotir bhūyāsaṃ vibhuṃ kāmaṃ vyaśnavai ‖
Möge ich Licht Vaiśvānaras sein; den umfassenden Wunsch möge ich erlangen. ‖
bhūs svāhā ‖
Bhūḥ, svāhā! ‖