Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 40

Anuvāka 12 Zurichtungsformeln für die Opfergabe und Verse an Agni als Faden und Brücke zu den Göttern.

havyam̐ śrīṇīhi

Die Opfergabe mische (gare) [?]!

svayaṃ kṛṇvānas sugam aprayāvaṃ tigmaśṛṅgo vṛṣabhaś śośucānaḥ |

Selbst den gangbaren, nie verlassenen (Weg) bahnend, scharfhörnig, der Stier, lodernd,

pratnam̐ sadhastham anupaśyamāna ā tantum agnir divyaṃ tatāna ‖

den alten gemeinsamen Sitz erblickend, spannte Agni den himmlischen Faden aus.

tvaṃ nas tantur uta setur agne tvaṃ panthā bhavasi devayānaḥ |

Du bist unser Faden und unsere Brücke, Agni; du wirst der Pfad, der zu den Göttern führt;

tvayāgne pṛṣṭhaṃ vayam āruhemāthā devais sadhamādaṃ madema ‖

mit dir, Agni, möchten wir den Rücken (des Himmels) ersteigen, und dann mit den Göttern im gemeinsamen Rausch schwelgen.

atisargaṃ dadato mānavāya svargaṃ panthām anupaśyamānāḥ |

Den Freigebigen, die dem Menschenkind (Manu-Abkömmling) hingeben, den Weg zum Himmel erblickend,

ajuṣanta maruto yajñam etaṃ vṛṣṭidyāvānam amṛtam̐ svarvidam ‖

haben die Maruts dieses Opfer gern angenommen, das Regen und Licht bringt, das unsterblich, himmelsfindend ist [?].

āvartamāno bhuvanasya madhye prajā vikṛṇvañ janayan virūpam |

Sich wendend inmitten der Welt, die Geschöpfe verschieden gestaltend, Vielgestaltiges erzeugend,

saṃvatsaraḥ parameṣṭhī dhṛtavrato yajñaṃ naḥ pātu rajasaḥ parasmāt ‖

soll das Jahr, Parameṣṭhin, der Gesetzestreue, unser Opfer schützen vor dem jenseitigen Dunkelraum [?].

prajāṃ pipartu parivatsaro no dhātā dadhātu sumanasyamānaḥ |

Nachkommenschaft soll uns das Parivatsara-Jahr bringen; Dhātṛ soll sie gnädig gesinnt verleihen;

bahvīs sākaṃ bahudhā viśvarūpā ekavratā mām abhisaṃviśantu ‖

viele, zugleich, vielfach, allgestaltig, eines Gesetzes sollen sie zu mir eingehen.