Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 40

Anuvāka 8 Preislieder auf den Speisesaft (Pitu), Bitte um sein gnädiges Kommen und Anrufungen an Soma und Vātāpi.

pituṃ nu stoṣaṃ maho dharmāṇaṃ taviṣīm |

Den Pitu, den Speisesaft, will ich nun preisen, den großen Halter, die Stärke,

yasya trito vyojasā vṛtraṃ viparvam ardayat ‖

durch dessen Kraft Trita den Vṛtra, in Gelenke zerlegt, zerschlug.

svādo pito madho pito vayaṃ tvā vavṛmahe |

Süßer Pitu, honigsüßer Pitu, dich haben wir erwählt;

upa naḥ pitav ācara śivaś śivābhir ūtibhiḥ |

Komm zu uns, Pitu, gnädig, mit gnädigen Hilfen,

mayobhūr adviṣeṇyas sakhā suśevo advayāḥ ‖

wohltuend, nicht feindlich, als Freund, hold, aufrichtig [?].

tava tye pito rasā rajām̐sy anu viṣṭhitāḥ |

Deine Säfte, Pitu, stehen über die Räume hin verbreitet,

divi vātā iva śritāḥ ‖

wie Winde im Himmel gestützt.

tava tye pito dadatas tava svādiṣṭha te pito |

Dein, Pitu, sind die Gebenden, dein, Süßester, Pitu:

pra svādmāno rasānāṃ tuvigrīvā iverate ‖

die Süßigkeiten der Säfte erheben sich wie Starknackige [?].

tve pito mahānāṃ devānāṃ mano hitam |

In dir, Pitu, ist der Sinn der großen Götter niedergelegt;

akāri cāru ketunā tavāhim avasāvadhīt ‖

schön ist es durch das Zeichen gemacht worden; mit deiner Hilfe erschlug er die Schlange.

yad adaḥ pito ajagan vivasva parvatānām |

Wenn du, Pitu, dorthin gegangen bist, Vivasvat, in die Berge,

atrā cin no madho pito 'raṃ bhakṣāya gamyāḥ |

so komm auch hier, honigsüßer Pitu, uns genug zum Genuss.

yad apām oṣadhīnāṃ parim̐śam āriśāmahe |

Wenn wir von den Wassern und Pflanzen den Saft ringsum erlangen [?],

vātāpe pīva id bhava ‖

Vātāpi, so werde fett (strotzend).

yat te soma gavāśiro yavāśiro bhajāmahe |

Was von dir, Soma, mit Milch, was mit Gerste gemischt, wir genießen –

karambha oṣadhe bhava pīvo vṛkka udārathiḥ |

Werde Brei, Pflanze; fett (sei) die Niere, der Wagenlenker [?] –

taṃ tvā vayaṃ pito vacobhir gāvo na havyā suṣūdima |

Dich, Pitu, haben wir mit Worten wie Kühe (Milch) für die Opfergabe lieblich zubereitet;

devebhyas tvā sadhamādam asmabhyaṃ tvā sadhamādam ‖

für die Götter dich, zum gemeinsamen Rausch; für uns dich, zum gemeinsamen Rausch.