dyaur aparājitāmṛtena naṣṭā
Der Himmel, unbesiegt, ist durch das Unsterbliche verloren (entrückt) [?].
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 40
dyaur aparājitāmṛtena naṣṭā
Der Himmel, unbesiegt, ist durch das Unsterbliche verloren (entrückt) [?].
ādityā rakṣitāras
Die Ādityas sind die Hüter,
sūryo 'dhiviyatto asyām
die Sonne ist auf ihr ausgespannt.
tāṃ tvā prapadye
Zu dir, eben dieser, nehme ich meine Zuflucht.
sā me śarma ca varma ca bhava
Sei du mir Obdach und Panzer.
tayā devatayāṅgirasvad dhruvā sīda
Mit dieser Gottheit setze dich fest nieder, wie Aṅgiras (es tat).
svar asi
Das Licht(reich) bist du.
svar me yaccha
Gib mir das Lichtreich!
divaṃ dṛm̐ha
Befestige den Himmel!
divo mā pāhi
Vor dem Himmel schütze mich [?]!
tayā devatayāṅgirasvad dhruvā sīda
Mit dieser Gottheit setze dich fest nieder, wie Aṅgiras (es tat).
parameṣṭhī tvā sādayatu divaḥ pṛṣṭhe jyotiṣmatīṃ vyacasvatīṃ prathasvatīṃ bhāsvatīṃ raśmivatīm
Parameṣṭhin soll dich auf dem Rücken des Himmels niedersetzen, die Lichtvolle, Umfassende, Weite, Glänzende, Strahlenreiche.
ā yā dyāṃ bhāsy ā pṛthivīm urv antarikṣam
Die du den Himmel, die Erde, den weiten Luftraum erleuchtest –
divaṃ yaccha
halte den Himmel!
divaṃ dṛm̐ha
Befestige den Himmel!
divaṃ mā him̐sīr
Den Himmel verletze nicht!
viśvasmai prāṇāya vyānāyāpānāyodānāya pratiṣṭhāyai caritrāya
Für jeden Hauch, für Vyāna, Apāna und Udāna, für festen Stand, für das Wandeln.
sūryas tvābhipātu mahyā svastyā chardiṣā śaṃtamena
Sūrya soll dich beschirmen mit großem Heil, mit dem heilsamsten Schutzdach.
tayā devatayāṅgirasvad dhruvā sīda ‖
Mit dieser Gottheit setze dich fest nieder, wie Aṅgiras (es tat).
ukṣānnāya vaśānnāya somapṛṣṭhāya vedhase |
Dem, der Stiere isst, der Kühe (Unfruchtbare) isst, dem Soma-Rücken, dem Ordner,
vaiśvānarajyeṣṭhebhyas tebhyo agnibhyo hutam astv etat ‖
den Vaiśvānara-Ältesten – diesen Agnis sei dies als Spende dargebracht.
prāṇo 'si
Einatmung (Prāṇa) bist du.
vyāno 'si
Zwischenatem (Vyāna) bist du.
apāno 'si
Ausatmung (Apāna) bist du.
śrotram asi cakṣur nāma
Gehör bist du, „Auge“ mit Namen.
tayā devatayāṅgirasvad dhruvā sīda ‖
Mit dieser Gottheit setze dich fest nieder, wie Aṅgiras (es tat).
yat te 'citaṃ yad u citaṃ te agne yad ūnaṃ yad vātrātiriktam |
Was an dir, Agni, ungeschichtet, was geschichtet, was zu wenig oder was darüber hinaus ist,
viśve devā aṅgirasaś cinavann ādityās te citim āpūrayantu ‖
das sollen alle Götter und Aṅgirasen schichten; die Ādityas sollen deine Schichtung auffüllen.
yās te agne samidho yāni dhāma yā jihvā jātavedo yo arciḥ |
Deine Brennhölzer, Agni, deine Stätten, deine Zunge, Jātavedas, deine Flamme,
ye te agne meḍavo ya indavas tebhir ātmānaṃ cinuhi prajānan ‖
deine Fetttropfen [?], Agni, deine Tropfen – mit diesen schichte dich selbst, wissend.
cittim acittiṃ cinavo vi vidvān pṛṣṭheva vītā vṛjinā ca martān |
Erkenntnis und Unerkenntnis scheide du, der Wissende, wie man auf dem Rücken (Getriebenes) sondert, das Krumme unter den Sterblichen [?];
rāye ca nas svapatyāya deva ditiṃ ca rāsvāditim uruṣya ‖
und gib uns, Gott, Reichtum und gute Nachkommenschaft; Diti und Aditi gib uns, schütze uns.
vayam agne dhanavantas syāmālaṃ yajñāyota dakṣiṇāyai |
Wir wollen, Agni, begütert sein, genug für das Opfer und für den Opferlohn (dakṣiṇā).
grāvā vaded abhi somasyām̐śum endram̐ śikṣemendunā sutena ‖
Der Pressstein soll auf den Soma-Stängel hin tönen; Indra zu Diensten möchten wir sein mit dem gepressten Tropfen.
rāyas poṣaṃ no dhehi jātaveda ūrjo bhāgaṃ madhumat sūnṛtāvat |
Gedeihen des Reichtums verleihe uns, Jātavedas, einen Anteil an Stärke, honigsüß, reich an Wahrheit und Freundlichkeit;
dadhāma yajñam̐ sunavāma somaṃ yajñena tvām upaśikṣema śakra ‖
wir wollen das Opfer aufrichten, Soma pressen; durch das Opfer möchten wir dir dienen, Mächtiger.
īśānaṃ tvā śuśrumā vayaṃ dhanānāṃ dhanapate |
Dich, den Gebieter, haben wir vernommen, Herr der Güter,
gomad agne aśvavad bhūri puṣṭam̐ hiraṇyavad annavad dhehi mahyam ‖
Agni, verleihe mir reichlich Gedeihen, kuhreich, rossreich, goldreich, speisereich.
duhāṃ te dyauḥ pṛthivī payo 'jagaras tvā sodako visarpatu |
Himmel und Erde sollen dir Milch melken; die Riesenschlange soll dich samt Wasser umkriechen [?].
prajāpatinātmānam āprīṇe 'rikto ma ātmā ‖
Durch Prajāpati erquicke ich mich selbst; mein Selbst ist nicht leer.
yo rudro agnau yo apsu ya oṣadhīṣu yo vanaspatiṣu |
Der Rudra, der im Feuer, der in den Wassern, der in den Pflanzen, der in den Bäumen ist,
yo rudro viśvā bhuvanāviveśa tasmai rudrāya namo astu devāḥ ‖
der Rudra, der in alle Wesen eingegangen ist – diesem Rudra sei Verehrung, ihr Götter.