Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 40

Anuvāka 6 Formeln zum Ross, Verse auf das Ross als Yama, Trita und Āditya, Jahresformeln und Verse an die Butter.

pitā mātariśvācchidrā padā dhāt

Der Vater Mātariśvan setzte die Fußspuren lückenlos.

acchidrośijaḥ kavayaḥ padānutakṣiṣus

Die lückenlosen, eifrigen Seher zimmerten den Fußspuren nach.

somo viśvavin netā neṣat

Soma, der Allkundige, soll als Führer führen.

bṛhaspatir ukthāmadāni śam̐siṣat ‖

Bṛhaspati soll die Preislieder und Rauschfeiern verkünden.

yad akrandaḥ ‖

Als du wieherst [Anm.: Anfang eines bekannten Verses] –

yamena dattaṃ trita enam āyunag indra enaṃ prathamo adhyatiṣṭhat |

Von Yama gegeben, schirrte Trita ihn an, Indra bestieg ihn als erster;

gandharvo asya raśanām agṛbhṇāt sūrād aśvaṃ vasavo nirataṣṭa ‖

der Gandharva ergriff seinen Zügel; aus der Sonne haben die Vasus das Ross gezimmert.

asi yamo asy ādityo arvann asi trito guhyena vratena |

Du bist Yama, du bist Āditya, o Ross, du bist Trita durch verborgenes Gesetz;

asi somena samayā vipṛkta āhus te trīṇi divi bandhanāni ‖

du bist mit Soma vereint, (dazu) gemischt; man sagt, du habest drei Fesseln im Himmel.

trīṇi ta āhur divi bandhanāni trīṇy apsu trīṇy antas samudre |

Drei Fesseln habest du, sagt man, im Himmel, drei in den Wassern, drei im Innern des Meeres;

uteva me varuṇaś chantsy arvan yatrā ta āhuḥ paramaṃ janitram ‖

und wie Varuṇa, Ross, magst du mir zusagen, wo, wie man sagt, dein höchster Geburtsort ist.

imā te vājinn avamārjanānīmā śaphānām̐ savitur nidhānā |

Dies, Renner, sind deine Abwischungen, dies die Ablagen der Hufe des Savitṛ [?];

atrā te bhadrā vṛṣaṇā agṛbhṇām ṛtasya yā abhirakṣanti gopāḥ ‖

hier habe ich deine glücklichen Hengste ergriffen, die als Hüter das Rechte bewahren [?].

devasya tvā savituḥ prasave 'śvinor bāhubhyāṃ pūṣṇo hastābhyām indravantaṃ tvā sādayāmi

Auf Antrieb des Gottes Savitṛ, mit den Armen der Aśvins, mit den Händen des Pūṣan setze ich dich, den mit Indra Verbundenen, nieder.

sve yonau sīda sve pṛthivyā yonau sīda

Setze dich in deinen Schoß, setze dich in deinen Schoß der Erde.

ṛtavas te kalpantām

Die Jahreszeiten sollen für dich bereit sein.

māsās te kalpantām

Die Monate sollen für dich bereit sein.

ardhamāsās te kalpantām

Die Halbmonate sollen für dich bereit sein.

ahorātrāṇi te kalpantām

Tage und Nächte sollen für dich bereit sein.

aṅgāni te kalpantām

Die Glieder sollen für dich bereit sein.

parūm̐ṣi te kalpantām

Die Gelenke sollen für dich bereit sein.

śarīrāṇi te kalpantām

Die Leiber sollen für dich bereit sein.

etyā pretyā saṃ cāca pra ca sāraya

Auf Herkunft und Weggang lass (sie) zusammen und auseinander gehen [?].

agnir jyotir jyotir agnir

Agni ist das Licht, das Licht ist Agni;

indro jyotir jyotir indras

Indra ist das Licht, das Licht ist Indra;

sūryo jyotir jyotis sūryaḥ ‖

Sūrya ist das Licht, das Licht ist Sūrya.

imam̐ stanam ūrjasvantaṃ dhayāpāṃ prapīnam agne sarirasya madhye |

Diese kraftvolle Brust (sauge), trink sie, der Wasser strotzend, Agni, inmitten des Flutmeeres [?];

utsaṃ juṣasva madhumantam ūrmim̐ samudriyam̐ sadanam āviśasva ‖

die Quelle genieße, die honigreiche Woge; in den Sitz des Meeres tritt ein.