samudrād ūrmir madhumām̐ ud ārad upām̐śunā sam amṛtatvam ānaṭ |
Aus dem Meer stieg die honigreiche Woge auf; durch das leise Gemurmel (Upāṃśu) erreichte sie die Unsterblichkeit.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 40
samudrād ūrmir madhumām̐ ud ārad upām̐śunā sam amṛtatvam ānaṭ |
Aus dem Meer stieg die honigreiche Woge auf; durch das leise Gemurmel (Upāṃśu) erreichte sie die Unsterblichkeit.
ghṛtasya nāma guhyaṃ yad asti jihvā devānām amṛtasya nābhiḥ ‖
Der Name der Butter, der verborgen ist: Zunge der Götter, Nabel des Unsterblichen.
vayaṃ nāma prabravāma ghṛtasyāsmin yajñe dhārayāmā namobhiḥ |
Wir wollen den Namen der Butter verkünden, in diesem Opfer sie mit Verehrungen hochhalten.
upa brahmā śṛṇavac chasyamānaṃ catuśśṛṅgo 'vamīd gaura etat ‖
Der Brahman-Priester soll das Rezitierte anhören; der vierhörnige Büffel (Gaura) hat dies ausgeblasen [?].
catvāri śṛṅgā trayo asya pādā dve śīrṣe sapta hastāso asya |
Vier Hörner, drei Füße hat er, zwei Köpfe, sieben Hände;
tridhā baddho vṛṣabho roravīti maho devo martyām̐ āviveśa ‖
dreifach gebunden brüllt der Stier; der große Gott ist in die Sterblichen eingegangen.
tridhā hitaṃ paṇibhir guhyamānaṃ gavi devāso ghṛtam anvavindan |
Dreifach niedergelegt, von den Paṇis verborgen, fanden die Götter die Butter in der Kuh;
indra ekam̐ sūra ekaṃ jajāna venād ekam̐ svadhayā niṣṭatakṣuḥ ‖
Indra erzeugte eines, die Sonne eines; eines haben sie aus dem Sehnsüchtigen (Vena) kraft Eigenmacht (svadhā) herausgezimmert.
etā arṣanti hṛdyāt samudrāc chatavrajā ripuṇā nāvacakṣe |
Diese strömen aus dem herzhaften Meer, hundertfach gehegt, dem Trüger nicht sichtbar;
ghṛtasya dhārā abhicākaśīmi hiraṇyayo vetaso madhya āsām ‖
die Ströme der Butter schaue ich an; ein goldenes Rohr ist mitten unter ihnen.
samyak sravanti sarito na dhenā antar hṛdā manasā pūyamānāḥ |
Zusammen strömen sie wie Flüsse, wie Milchkühe, im Innern durch Herz und Sinn geläutert;
ete arṣanty ūrmayo ghṛtasya mṛgā iva kṣipaṇor īṣamāṇāḥ ‖
diese Wogen der Butter strömen, wie Wild vor dem Schützen fliehend.
sindhor iva prādhvane śūghanāso vātapramiyaḥ patayanti yahvāḥ |
Wie des Stromes Schnellen am Abhang eilen sie, windgetrieben, die Rüstigen, dahin;
ghṛtasya dhārā aruṣo na vājī kāṣṭhā bhindann ūrmibhiḥ pinvamānaḥ ‖
die Ströme der Butter (gleichen) einem rötlichen Renner, der die Ziellinie durchbricht, mit Wogen schwellend.
abhi pravanta samaneva yoṣāḥ kalyāṇyas smayamānāso agnim |
Sie strömen hin wie Frauen zum Fest, schön, lächelnd, zu Agni;
ghṛtasya dhārās samidho nasanta tā juṣāṇo haryati jātavedāḥ ‖
die Ströme der Butter gesellen sich den Brennhölzern; sie genießend freut sich Jātavedas.
kanyā iva vahatum etavā u añjy añjānā abhicākaśīmi |
Wie Mädchen, die zum Brautzug gehen, salbend mit Salböl, schaue ich (sie) an;
yatra somas sūyate yatra yajño ghṛtasya dhārā abhi tat pavante ‖
wo Soma gepresst wird, wo das Opfer ist, dorthin läutern sich die Ströme der Butter.
abhyarṣata suṣṭutiṃ gavyam ājim asmāsu bhadrā draviṇāni dhatta |
Strömt herbei, ihr guten Lobgesang, zum Kuhwettlauf; legt in uns glückliche Güter nieder.
imaṃ yajñaṃ nayata devatā no ghṛtasya dhārā madhumat pavante ‖
Führt dieses unser Opfer, ihr Gottheiten; die Ströme der Butter läutern sich honigsüß.
dhāman te viśvaṃ bhuvanam adhi śritam antas samudre hṛdy antar āyuṣi |
In deiner Stätte ruht die ganze Welt, im Meer, im Herzen, im Innern des Lebens.
apām anīke samithe ya ābhṛtas tam aśyāma madhumantaṃ ta ūrmim ‖
Die im Antlitz der Wasser, im Treffen herbeigebracht ist – diese deine honigreiche Woge möchten wir genießen.