Adhyāya 13
Der Agniṣṭoma-Ritus des Wiederherstellens der Feuer und die Legende von Indra und Ruśamā (Kurukṣetra)
Vorschriften für einen, der im Jahr die Feuer neu anlegt (Kuh eines Brāhmaṇa hüten, Feuer entzünden, Weg an der Dṛṣadvatī, Āgneya-Opfer auf acht Schalen) und eine Legende um Indra und Ruśamā, die um Kurukṣetra wetteten und beide unentschieden blieben; Kurukṣetra wird als Vedi des Prajāpati erklärt. Mehrere Wörter (vyarṇa, naitandhava, parīṇahi) sind unsicher.
Ein Jahr lang soll man die Kühe eines Brāhmaṇa hüten; ein Jahr lang soll man beim Vyarṇa [Anm.: Bedeutung unsicher; ‚in der [Feuer-]losen Zeit‘?] [?], dem Naitandhava [Anm.: Bedeutung unsicher; vielleicht ‚Ort/Zeit des Nicht-Entzündens‘] [?], Feuer anzünden; im Saṃvatsara [Jahr] Parīṇahi [Anm.: Wort unsicher, ‚am Rand/im Umkreis‘?] [?] soll man die Feuer anlegen (ādadhīta).
sa dakṣiṇena tīreṇa dṛṣadvatyā āgneyenāṣṭākapālena śamyāparāsīyāt
Er soll am südlichen Ufer der Dṛṣadvatī mit einem Āgneya-[Opfer] auf acht Schalen (aṣṭākapāla) die Śamyā fortwerfen lassen [śamyāparāsīyāt] [Anm.: Form unsicher] [?].
indraś ca ruśamā cāṃśaṃ prāsyetāṃ yataro nau pūrvo bhūmiṃ paryeti sa jayatīti bhūmim indraḥ paryait kurukṣetraṃ ruśamā so 'bravīd ajaiṣaṃ tv ety aham eva tvām ajaiṣam itīndro 'bravīt tau deveṣv apṛcchetāṃ te devā abruvann etāvatī vāva prajāpater vedir yāvat kurukṣetram iti tau na vyajayetām
Indra und Ruśamā setzten einen Einsatz aus [aṃśaṃ prāsyetām]: „Wer von uns beiden zuerst um die Erde herumgeht, der soll die Erde gewinnen.“ Indra ging [ums] Kurukṣetra, Ruśamā [ging um die Erde]. Er [Indra] sagte: „Ich habe gewonnen.“ – „Nein, ich habe dich gewonnen“ [?], sprach Indra. Sie fragten [dies] bei den Göttern. Die Götter sagten: „So groß ist wahrlich die Vedi des Prajāpati, wie Kurukṣetra [ist].“ Sie beide gewannen nicht [voneinander/endgültig] [na vyajayetām].
sa ya āgneyenāṣṭākapālena dakṣiṇena tīreṇa dṛṣadvatyāḥ śamyāparāsyeti triplakṣān prati yamunām avabhṛtham abhyavaiti tad eva manuṣyebhyas tiro bhavati
Wer, [nachdem er] mit einem Āgneya-[Opfer] auf acht Schalen am südlichen Ufer der Dṛṣadvatī die Śamyā geworfen hat [„śamyāparāsyeti“, Zitat], zu den drei Plakṣas hin, dann zur Yamunā zum Abschlussbad geht, der wird eben dadurch für die Menschen unsichtbar [tiro bhavati].