Adhyāya 18
Das Tausendjahres-Sattra der Viśvasṛj mit kosmischen Priesterämtern
Ein Sattra von tausend Jahren mit je 55 Jahren Trivṛt, Pañcadaśa, Saptadaśa, Ekaviṃśa [Anm.: 4×55 = 220; Zählung unklar], das die Viśvasṛjas (Weltschöpfer) feiern. Die Priesterämter werden mit Abstrakta besetzt (Askese, Brahman, Wahrheit, Kraft, Sprache, Atem u.a.). Ein Śloka schließt und verheißt Salokatā, Sārṣṭitā, Sāyujya mit Brahman. Der Śloka und einzelne Wörter (haviṣyeṣy, śamitaite) sind unsicher.
Fünfundfünfzig Trivṛt-Jahre, fünfundfünfzig Pañcadaśa-, fünfundfünfzig Saptadaśa-, fünfundfünfzig Ekaviṃśa-[Jahre]: das Tausendjahres-Sattra der Viśvasṛjas [Anm.: die Summe von 4×55 ergibt nicht tausend; Zahlen des Textes unsicher] [?].
Die Askese (tapas) ist der Hausherr; das Brahman ist der Brahmā; Brahmerā [Anm.: Name, ‚die Brahman-Erregende‘? unsicher] [?] ist die Gattin; das Unsterbliche ist der Udgātṛ; das Gewesene ist der Prastotṛ; das Künftige der Pratihartṛ; die Jahreszeiten sind die Upagātṛs; die jahreszeitlichen [Zeitabschnitte] sind die Sadasyas; die Wahrheit ist der Hotṛ; die Ordnung (ṛta) der Maitrāvaruṇa; die Kraft (ojas) der Brāhmaṇācchaṃsin; Glanz (tviṣi) und Verehrung (apaciti) sind Neṣṭṛ und Potṛ; der Ruhm (yaśas) der Acchāvāka; Agni selbst der Agnīdh; Glück (bhaga) der Grāvastut; Nahrung (ūrj) der Unnetṛ; die Rede (vāc) der Subrahmaṇya; der Lebenshauch (prāṇa) der Adhvaryu; der Ausatem (apāna) der Pratiprasthātṛ; die Bestimmung (diṣṭi) der Viśāstṛ; die Stärke (bala) der Dhruvagopa [Anm.: ‚Wächter des Festen‘]; die Wünsche (āśā) die Haviṣyeṣin [?]; Tag und Nacht die beiden Holzträger (idhmavāha); der Tod (mṛtyu) der Śamitṛ [Anm.: ‚śamitaite‘ als śamitā ete gelesen] [?]. Diese werden geweiht.
tad eṣa śloko viśvasṛjaḥ prathame sattram āsata sahasrasamaṃ prasutena yantas te ha yajñe bhuvanasya gopā hiraṇmayaḥ śakuno brahmanām eti
Dazu ist dieser Śloka: „Die Viśvasṛjas saßen im ersten [Sattra]; tausendfach gleich [sahasrasamam], mit dem Prasava fahrend [prasutena yantaḥ]; diese, die Hüter der Welt [bhuvanasya gopāḥ] beim Opfer [yajñe], [wie] ein goldener Vogel geht er zum Brahman-Namen“ [Anm.: Śloka, die Konstruktion ‚hiraṇmayaḥ śakuno brahmanām eti‘ und ‚sahasrasamam‘ sind unsicher] [?].
brahmaṇaḥ salokatāṃ sārṣṭitāṃ sāyujyaṃ gacchanti ya etad upayanti tad etad viśvasṛjāṃ sahasrasaṃvatsaram etena vai viśvasṛjaḥ sarvām ṛddhim ārdhnuvan sarvām ṛddhim ṛdhnuvanti ya etad upayanti
Zur Gleichwelt (salokatā), Gleichrang (sārṣṭitā) und Vereinigung (sāyujya) mit dem Brahman gelangen die, die sich diesem unterziehen. Dies ist das Tausendjahres-Sattra der Viśvasṛjas; damit erlangten die Viśvasṛjas jeden Erfolg. Jeden Erfolg erlangen die, die sich diesem unterziehen.