svarbhānur vā āsuras sūryaṃ tamasāvidhyat
Svarbhānu, der Asura, durchbohrte die Sonne mit Finsternis.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 12
svarbhānur vā āsuras sūryaṃ tamasāvidhyat
Svarbhānu, der Asura, durchbohrte die Sonne mit Finsternis.
sa na vyarocata
Sie leuchtete nicht.
tasmād devās tamo 'pālumpan
Da rissen die Götter die Finsternis von ihr weg [?].
yat prathamam apālumpan sāviṣ kṛṣṇābhavat
Was sie zuerst wegrissen, das wurde dunkel [?].
yad dvitīyam̐ sā phalgus
Was das zweite, das wurde die Fahle (phalgu) [?].
yat tṛtīyam̐ sā balakṣī
Was das dritte, das wurde die Weiße (balakṣī) [?].
yad adhyasthād apālumpan sāvir vaśābhavad
Was sie vom Knochen (?) wegrissen, das wurde eine unfruchtbare Kuh (vaśā) [?],
atha vā iyaṃ tarhy ṛkṣālomakāsīt
da war diese (Erde) damals kahl, ohne Haar [?].
tāṃ devā adityai kāmāyālabhanta
Diese brachten die Götter für Aditi zur Wunscherfüllung dar.
tayāsyāṃ lomāny arohayan
Durch sie ließen sie auf dieser (Erde) Haare wachsen.
tato vā iyaṃ lomāny agṛhṇāt
Darauf nahm diese (Erde) Haare an.
tām etām evam ālabhetādityai kāmāya
Diese soll man auf solche Weise für Aditi zur Wunscherfüllung darbringen.
yam eva kāmaṃ kāmayate tam̐ spṛṇoti
Welchen Wunsch er auch wünscht, den erfüllt er sich.
amuto vā ādityasyārvāṅ raśmir avātiṣṭhac cātvālam abhi
Von dort (vom Himmel) stand ein Strahl der Sonne herab, auf die Opfergrube (cātvāla) zu [?].
tad ime mithunam̐ samabhavatām̐ sāvir vaśābhavat
Da wurden diese beiden (Himmel und Erde) ein Paar; sie (die Erde?) wurde eine Vaśā-Kuh [?].
atha vā imās tarhy aphalā oṣadhaya āsan
Damals nun waren diese Pflanzen ohne Frucht.
tāṃ devā ādityebhyaḥ kāmebhya ālabhanta
Diese brachten die Götter den Āditya-Wünschen dar.
tayā su phalam agrāhayan
Durch sie ließen sie (die Pflanzen) Frucht ergreifen.
tato vā imāḥ phalam agṛhṇan
Darauf nahmen diese Frucht an.
te ete evam ālabheta
Diese beiden soll man so darbringen:
adityā anyāṃ kāmāyādityebhyo 'nyāṃ kāmebhyas
die eine für Aditi zur Wunscherfüllung, die andere für die Ādityas zu (den) Wünschen.
ubhābhyām eva sṛṣṭibhyāṃ kāmāyālabhate
Mit beiden Schöpfungen eben bringt er es zur Wunscherfüllung dar.
sārasvatīṃ meṣīm ālabheta yasmād vāg apakrāmet
Ein Sarasvatī-Mutterschaf soll man darbringen, von dem die Rede weggeht (der die Rede versagt).
vāg vai sarasvatī
Sarasvatī ist ja die Rede.
sarasvaty etasmād apakrāmati yasmād vāg apakrāmati
Sarasvatī geht von dem weg, von dem die Rede weggeht.
yat sārasvatī
Dass es ein Sarasvatī-(Tier) ist:
vācam eva samakṣam āptvāvarunddhe
die Rede eben erlangt er unmittelbar vor Augen und gewinnt sie zurück.
apannadatī bhavati
Es ist eines, dem die Zähne ausgefallen sind [?].
sarvatvāya
Zur Vollständigkeit.
anāskannā
Es sei unverletzt [?],
samṛddhyai
zum Gelingen.
yas tretānām uttamo jāyeta tam ūrja ālabheta
Wer als letzter von Drillingen (?) geboren wird, für den soll man (ein Tier) der Ūrj (Kraft, Nahrung) darbringen [?].
ūrk kāmas
Kraft (ūrj) ist der Wunsch.
nānā vā etau stanā abhijāyete
Getrennt entstehen diese beiden Euter [?];
athaiṣa ūrjam evābhijāyate
nun aber entsteht dieser eben zur Kraft hin.
ūrjam evaitenāptvāvarunddhe
Kraft eben erlangt er dadurch und gewinnt sie.
audumbaro yūpo bhavati
Der Opferpfahl (yūpa) ist aus Udumbara-Holz.
devā vai yatrorjaṃ vyabhajanta tata udumbaro 'jāyata
Als die Götter die Kraft (ūrj) verteilten, da entstand der Udumbara.
yad audumbaras
Dass er aus Udumbara ist:
ūrja evāvaruddhyai
eben zur Gewinnung der Kraft.
etam eva saumāpauṣṇam ālabheta prajākāmo vā paśukāmo vā
Eben dieses Soma-Pūṣan-Tier soll darbringen, wer Nachkommen oder wer Vieh wünscht.
somo vai retodhāḥ
Soma ist ja der Samenspender,
pūṣā prajanayitā
Pūṣan der Erzeuger.
soma evāsmai reto dadhāti pūṣā prajanayati
Soma legt ihm den Samen ein, Pūṣan zeugt.
vindate prajāṃ vā paśūn vā yatarasmai kāmāyālabhate
Er findet Nachkommen oder Vieh, je nachdem, für welchen Wunsch er darbringt.
vāyave śvetam ajam ālabheta bubhūṣan
Dem Vāyu soll einen weißen Ziegenbock darbringen, wer zu Wohlstand kommen will.
vāyur vai devānāṃ kṣepiṣṭhas
Vāyu ist ja unter den Göttern der schnellste.
tam eva bhāgadheyenopadhāvati
Ihn eben sucht er mit seinem Anteil (bhāgadheya) auf.
sa enam āśiṣṭham̐ śriyam abhipraṇayati
Der führt ihn zum nächsten (ihm zunächst liegenden) Glück [?].
sa nimārṣṭi
Er streicht (das Üble) ab [?],
sa pradhanvati
er eilt voran [?].
sa evainam̐ śriyam abhipraṇayati ‖
Er eben führt ihn zum Glück hin. ‖
sa eṣa ācopaca uta puṇyo bhavaty uto yatheva tatheva
Dieser wird zu einem, der (Speise) heranträgt und aufhäuft [?], und zu einem Glücklichen, oder er ist so wie eben zuvor [?].
vāyave niyutvate śvetam ajaṃ piplukarṇam ālabheta sajātakāmas
Dem Vāyu Niyutvant soll einen weißen Ziegenbock mit fleckigem Ohr [?] darbringen, wer Stammesgenossen (sajāta) wünscht.
vāyuṃ vā imāḥ prajā nasyotā itthaṃ cetthaṃ cānucaranti
An Vāyu wie an einer Nasenleine gezogen, folgen diese Geschöpfe so und so.
prāṇo vāyus
Vāyu ist der Lebenshauch (prāṇa),
vāyur devānāṃ viśas
Vāyu ist unter den Göttern das Volk (viś).
netā niyuto devānāṃ viśas
Führer sind die Niyut-Gespanne, unter den Göttern das Volk.
tam eva bhāgadheyenopadhāvati
Ihn eben sucht er mit seinem Anteil auf.
so 'smai viśaṃ ninayati
Der führt ihm das Volk zu.
yan niyutvate
Dass es für Niyutvant ist:
ārambhaṇam eva kurute
einen Anhaltspunkt (Griff) eben schafft er sich,
anirmārgāya
damit (das Volk) nicht abgestreift (weggewischt) werde [?].
vāyave śvetam ajam ālabheta kāmebhyas
Dem Vāyu soll einen weißen Ziegenbock darbringen, wer Wünsche hat (zur Erfüllung von Wünschen).
aṇu vā eṣa kāmayate yaḥ kāmayate
Gering (fein) wünscht dieser, der wünscht [?].
vāyur devānām aṇv anuvāti
Vāyu weht unter den Göttern fein hinterher [?].
tam eva bhāgadheyenopadhāvati
Ihn eben sucht er mit seinem Anteil auf.
so 'sya kāmān anuvāti ‖
Der weht seinen Wünschen nach (erfüllt sie). ‖