devā vā asurāṇām veśatvam upāyan
Die Götter gerieten in die Dienstbarkeit (in das Haus) der Asuras [?].
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 12
devā vā asurāṇām veśatvam upāyan
Die Götter gerieten in die Dienstbarkeit (in das Haus) der Asuras [?].
tad indro 'pi nopait
Dorthin ging nicht einmal Indra.
teṣāṃ vīryāṇy apākrāmann agne rathantaram indrād bṛhad viśvebhyo devebhyo vairūpam̐ savitur vairājaṃ marutām̐ śakvarī tvaṣṭū revatī
Ihre Heldenkräfte wichen von ihnen: von Agni das Rathantara, von Indra das Bṛhat, von den Allgöttern das Vairūpa, von Savitṛ das Vairāja, von den Maruts die Śakvarī, von Tvaṣṭṛ die Revatī [Anm.: Sāman-Melodien bzw. Versmelodien].
tānīndro 'varurutsamāno 'nvacarat
Indra, sie wiedergewinnen wollend, ging ihnen nach.
sa etam aindram apaśyad dvādaśakapālam
Der erblickte dieses Indra-Opfer mit zwölf Schalen.
tena vai sa tānīndriyāṇi vīryāṇy avārunddha
Damit gewann er jene Indra-Kräfte und Heldenkräfte für sich zurück.
tato vai so 'bhavat
Daraufhin wurde er (mächtig);
tata enaṃ devā anusamabhavan
daraufhin folgten ihm die Götter.
etena yajeta bubhūṣann aindreṇa dvādaśakapālena
Hiermit soll opfern, wer Gedeihen erstrebt, mit dem Indra-Opfer mit zwölf Schalen.
etāny evendriyāṇi vīryāṇy avarunddhe
Eben diese Indra-Kräfte und Heldenkräfte gewinnt er für sich;
bhavaty evānv enam̐ svās saṃbhavanti
er wird mächtig, und die Seinen werden ihm nachfolgend mächtig.
dvādaśakapālo bhavati
Es ist (der Kuchen) auf zwölf Schalen,
vaiśvadevatyāya
damit er allen Göttern gehöre.
uttāneṣu kapāleṣv adhiśrayati
Er setzt ihn auf aufwärts gewendeten Schalen an.
carum eva karoti
Einen Brei (caru) macht er eben,
śāntyā anirdāhāya
zur Beruhigung, damit nichts verbrennt.
sarvāṇi vā etānīndriyāṇi vīryāṇi yat pṛṣṭhāni
Alle diese Indra-Kräfte und Heldenkräfte sind das, was die Pṛṣṭha-Sāmans sind [Anm.: die Sāman-Gesänge des Mittagspressens].
tāny enam īśvarāṇy anāyatanāni nirmṛjas
Sie würden ihn (verlassen) können, haltlos, wenn man sie abwischte [?];
vyatiṣajed yājyānuvākyās
er soll die Yājyā- und Anuvākyā-Verse verflechten [Anm.: Opferverse und Einladungsverse]:
indrāya rāthantarāyānubrūhīti rathantarasyarcam anūcya bṛhata ṛcā yajet
„Sprich für Indra den Rāthantara-Vers“ – nachdem er den Vers des Rathantara hergesagt hat, soll er mit dem Vers des Bṛhat opfern;
indrāya bārhatāyānubrūhīti bṛhata ṛcam anūcya rathantarasyarcā yajet
„Sprich für Indra den Bārhata-Vers“ – nachdem er den Vers des Bṛhat hergesagt hat, soll er mit dem Vers des Rathantara opfern;
indrāya vairūpāyānubrūhīti vairūpasyarcam anūcya vairājasyarcā yajet
„Sprich für Indra den Vairūpa-Vers“ – nachdem er den Vers des Vairūpa hergesagt hat, soll er mit dem des Vairāja opfern;
indrāya vairājāyānubrūhīti vairājasyarcam anūcya vairūpasyarcā yajet
„Sprich für Indra den Vairāja-Vers“ – nachdem er den Vers des Vairāja hergesagt hat, soll er mit dem des Vairūpa opfern;
indrāya śākvarāyānubrūhīti śakvarīm anūcya revatyā yajet
„Sprich für Indra den Śākvara-Vers“ – nachdem er die Śakvarī hergesagt hat, soll er mit der Revatī opfern;
indrāya raivatāyānubrūhīti revatīm anūcya śakvaryā yajet
„Sprich für Indra den Raivata-Vers“ – nachdem er die Revatī hergesagt hat, soll er mit der Śakvarī opfern.
etair evendriyair vīryair ātmānam abhyatiṣajati
Mit eben diesen Indra-Kräften und Heldenkräften verbindet er sich selbst.
anirmārgāya
Damit sie nicht abgewischt werden.
na bṛhatyā vaṣaṭkuryāt
Er soll nicht mit einer Bṛhatī den Vaṣaṭ-Ruf sprechen;
bṛhatyā vā idam anvayātayāmatvaṃ prajāḥ prajāyante
denn durch die Bṛhatī erlangt dies (die Wesen) Verbrauchtheit (ayātayāmatva), (und) die Geschöpfe werden geboren [?];
prajananam apihanyāt
er würde die Zeugung verschließen.
paśavo vai bṛhatī rudro 'gnis
Das Vieh ist ja die Bṛhatī; Rudra ist Agni;
rudrāya paśūn apidadhyād apaśus syāt
er würde dem Rudra das Vieh verschließen (übergeben) und viehlos werden.
anuvākyāyāś catvāry akṣarāṇi yājyām abhyatyūhet
Vier Silben von der Anuvākyā soll er zur Yājyā hinüberschieben;
tathā te paṅktiś cānuṣṭup ca saṃpadyete
so ergeben sich jene beide: Paṅkti und Anuṣṭubh.
anuṣṭub anuvākyā syāt paṅktir yājyā prajākāmasya vā paśukāmasya vā
Die Anuvākyā sei eine Anuṣṭubh, die Yājyā eine Paṅkti, für den, der Nachkommen oder Vieh wünscht.
prajāpatir vā idam āsīt
Prajāpati war dieses (All) allein.
tasya vāg dvitīyāsīt
Ihm war die Rede (Vāc) die zweite.
tāṃ mithunam̐ samabhavat
Mit dieser paarte er sich.
sā garbham adhatta
Sie empfing einen Keim.
sāsmād apākrāmat
Sie wich von ihm.
semāḥ prajā asṛjata
Sie schuf diese Geschöpfe.
sā prajāpatim eva punaḥ prāviśat
Sie ging wieder in Prajāpati ein.
yad anuṣṭub anuvākyā bhavati paṅktir yājyā
Daß die Anuvākyā eine Anuṣṭubh ist und die Yājyā eine Paṅkti:
vāg vā anuṣṭup
die Anuṣṭubh ist die Rede;
pāṅktas saṃvatsaras
das Jahr ist paṅkta-artig (fünfteilig);
saṃvatsaraḥ prajāpatis
das Jahr ist Prajāpati;
vācy eva saṃvatsaraṃ vṛṣāṇam apisṛjati
in die Rede entläßt er eben das Jahr als Stier (Befruchter);
so 'smai mithunaṃ karoti
der macht ihm ein Paar (Nachkommenschaft).
samantaṃ paryūhaṃ puroḍāśasyāvadyet
Er soll vom Puroḍāśa ringsum in einer Umschichtung (?) abschneiden [?];
etair evendriyair vīryais samantam ātmānam abhitaḥ paryūhate
mit eben diesen Indra-Kräften und Heldenkräften umgibt er sich selbst ringsum von allen Seiten [?].
astṛtyai
Damit er nicht niedergestreckt werde.
etayā yajeta yam ajaghnivām̐sam abhiśam̐seyur
Hiermit soll der opfern, den man, obwohl er nicht getötet hat, (des Totschlags) bezichtigt.
devatā vā etasyānnaṃ nādanti yam ajaghnivām̐sam abhiśam̐santi
Die Götter essen die Speise dessen nicht, den man, obwohl er nicht getötet hat, bezichtigt;
tasya devaiḥ parivṛjyamānasya manuṣyā annaṃ nādanti
da er von den Göttern gemieden wird, essen auch die Menschen seine Speise nicht.
tasmād api yam anṛtam abhiśam̐seyus tasyānnaṃ nādyāt
Darum soll man auch von dem, den man fälschlich bezichtigt, die Speise nicht essen.
sarvadevatyāni pṛṣṭhāni
Die Pṛṣṭha-Sāmans gehören allen Göttern;
yat sarvapṛṣṭhayā yajate
wenn er mit der Sarvapṛṣṭhā opfert,
devatā evāsyānnam ādayati
läßt er die Götter seine Speise essen;
tasya pūtasya svaditasya manuṣyā annam adanti
von ihm, dem Geläuterten und Wohlschmeckend-Gemachten, essen die Menschen die Speise.
saiṣā sarvapṛṣṭhā nāmeṣṭiḥ
Dies ist die Iṣṭi namens Sarvapṛṣṭhā.
pṛṣṭham eva samānānāṃ bhavati ya evaṃ vidvān etayā yajate ‖
Wer so wissend hiermit opfert, wird der Rücken (Höchste) unter seinesgleichen.