Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 12

Anuvāka 14 Mantras (Verse und Yajus-Formeln) an Mitra-Varuṇa, Indra-Varuṇa, Agni, Indra-Viṣṇu und andere Götter.

ā no mitrāvaruṇā

Zu uns (kommt), Mitra und Varuṇa,

indrāvaruṇayor aham̐ samrājor ava āvṛṇe |

Der Beistand der beiden Herrscher Indra und Varuṇa – den erbitte ich mir;

tā no mṛḍāta īdṛśe ‖

die beiden mögen uns in solcher Lage gnädig sein. ‖

nū na indrāvaruṇā gṛṇānā pṛṅktaṃ rayim̐ sauśravasāya devā |

Nun, Indra und Varuṇa, ihr Götter, gepriesen mischt uns Reichtum zu Ruhmesglanz [?];

itthā gṛṇanto mahinasya śardho 'po na nāvā duritā tarema ‖

so preisend möchten wir die Schar des Großen [?] wie über Wasser mit einem Schiff über die Nöte hinüberkommen. ‖

tvaṃ no agne

Du, Agni, (bist) unser [Anm.: Anfangsworte (pratīka) eines Verses].

sa tvaṃ no agne

Du, Agni, (bist) unser [Anm.: Anfangsworte eines Verses].

śaṃ no bhavantu

Heil sollen uns sein [Anm.: Anfangsworte eines Verses].

vājevāje ‖

Bei jedem Wettlauf [Anm.: Anfangsworte eines Verses]. ‖

viśvāhendro adhivaktā no astv aparihvṛtās sanuyāma vājam |

An allen Tagen sei Indra unser Fürsprecher; unbeirrt (ungekrümmt) möchten wir den Gewinn erlangen;

tan no mitro varuṇo māmahantām aditis sindhuḥ pṛthivī uta dyauḥ ‖

das mögen uns Mitra, Varuṇa, Aditi, der Strom, Erde und Himmel gewähren. ‖

enāṅgūṣeṇa vayam indravanto 'bhiṣyāma vṛjane sarvavīrāḥ |

Mit diesem Lobgesang (āṅgūṣa) möchten wir, Indra an der Seite, mit allen Männern im Kampfraum (vṛjana) obsiegen;

tan no mitro varuṇo māmahantām aditis sindhuḥ pṛthivī uta dyauḥ ‖

das mögen uns Mitra, Varuṇa, Aditi, der Strom, Erde und Himmel gewähren. ‖

agnir mūrdhā ‖

Agni ist das Haupt. ‖ [Anm.: Anfangsworte eines Verses]

pra so agne tavotibhis suvīrābhis tirate vājabharmabhiḥ |

Der dringt vor, Agni, durch deine Hilfen, die männerreichen, die Gewinn bringen,

yasya tvam̐ sakhyam āvaraḥ ‖

dessen Freundschaft du erwählt hast. ‖

agne vājasya

Agni, des Gewinns [Anm.: Anfangsworte eines Verses].

agne trī te ‖

Agni, drei (sind) dir [Anm.: Anfangsworte eines Verses]. ‖

saṃ vāṃ karmaṇā sam iṣā hinomīndrāviṣṇū apasas pāre asya |

Euch beide treibe ich an mit Werk und mit Labung, Indra und Viṣṇu, an das jenseitige Ufer dieser Arbeit [?];

juṣethāṃ yajñaṃ draviṇaṃ ca dhattam ariṣṭair naḥ pathibhiḥ pārayantā ‖

genießt das Opfer und verleiht Gut, führt uns auf unversehrten Pfaden hinüber. ‖

ubhā jigyathur na parājayethe na parājigye kataraś canainoḥ |

Beide habt ihr gesiegt, keiner von euch wurde besiegt, und keiner von beiden ist unterlegen;

indraś ca viṣṇo yad apaspṛdhethāṃ tredhā sahasraṃ vi tad airayethām ‖

als ihr, Indra und Viṣṇu, miteinander wetteifertet, da habt ihr das Tausend in drei Teile auseinandergetrieben [?]. ‖

iṣaṃ duhan sudughāṃ viśvadhāyasaṃ yajñapriye yajamānāya sunvate |

Sie melkend die Labung, die gutmelkende, allernährende, für den Opferherrn, der das Opfer liebt und presst;

agne ghṛtasnus trir ṛtāni dīdyad vartir yajñaṃ pariyan sukratūyasi ‖

Agni, butterträufelnd, dreimal die (Opfer-)Ordnungen erleuchtend, umkreisend das Opfer, (bist) du, der du nach Einsicht strebst [?]. ‖

trīṇy āyūm̐ṣi tava jātavedaḥ ‖

Drei Lebensalter (sind) dir, Jātavedas. ‖