ā no mitrāvaruṇā
Zu uns (kommt), Mitra und Varuṇa,
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 12
ā no mitrāvaruṇā
Zu uns (kommt), Mitra und Varuṇa,
pra bāhavā ‖
(streckt) die Arme vor! ‖ [?]
indrāvaruṇayor aham̐ samrājor ava āvṛṇe |
Der Beistand der beiden Herrscher Indra und Varuṇa – den erbitte ich mir;
tā no mṛḍāta īdṛśe ‖
die beiden mögen uns in solcher Lage gnädig sein. ‖
nū na indrāvaruṇā gṛṇānā pṛṅktaṃ rayim̐ sauśravasāya devā |
Nun, Indra und Varuṇa, ihr Götter, gepriesen mischt uns Reichtum zu Ruhmesglanz [?];
itthā gṛṇanto mahinasya śardho 'po na nāvā duritā tarema ‖
so preisend möchten wir die Schar des Großen [?] wie über Wasser mit einem Schiff über die Nöte hinüberkommen. ‖
tvaṃ no agne
Du, Agni, (bist) unser [Anm.: Anfangsworte (pratīka) eines Verses].
sa tvaṃ no agne
Du, Agni, (bist) unser [Anm.: Anfangsworte eines Verses].
śaṃ no bhavantu
Heil sollen uns sein [Anm.: Anfangsworte eines Verses].
vājevāje ‖
Bei jedem Wettlauf [Anm.: Anfangsworte eines Verses]. ‖
viśvāhendro adhivaktā no astv aparihvṛtās sanuyāma vājam |
An allen Tagen sei Indra unser Fürsprecher; unbeirrt (ungekrümmt) möchten wir den Gewinn erlangen;
tan no mitro varuṇo māmahantām aditis sindhuḥ pṛthivī uta dyauḥ ‖
das mögen uns Mitra, Varuṇa, Aditi, der Strom, Erde und Himmel gewähren. ‖
enāṅgūṣeṇa vayam indravanto 'bhiṣyāma vṛjane sarvavīrāḥ |
Mit diesem Lobgesang (āṅgūṣa) möchten wir, Indra an der Seite, mit allen Männern im Kampfraum (vṛjana) obsiegen;
tan no mitro varuṇo māmahantām aditis sindhuḥ pṛthivī uta dyauḥ ‖
das mögen uns Mitra, Varuṇa, Aditi, der Strom, Erde und Himmel gewähren. ‖
agnir mūrdhā ‖
Agni ist das Haupt. ‖ [Anm.: Anfangsworte eines Verses]
pra so agne tavotibhis suvīrābhis tirate vājabharmabhiḥ |
Der dringt vor, Agni, durch deine Hilfen, die männerreichen, die Gewinn bringen,
yasya tvam̐ sakhyam āvaraḥ ‖
dessen Freundschaft du erwählt hast. ‖
agne vājasya
Agni, des Gewinns [Anm.: Anfangsworte eines Verses].
agne trī te ‖
Agni, drei (sind) dir [Anm.: Anfangsworte eines Verses]. ‖
saṃ vāṃ karmaṇā sam iṣā hinomīndrāviṣṇū apasas pāre asya |
Euch beide treibe ich an mit Werk und mit Labung, Indra und Viṣṇu, an das jenseitige Ufer dieser Arbeit [?];
juṣethāṃ yajñaṃ draviṇaṃ ca dhattam ariṣṭair naḥ pathibhiḥ pārayantā ‖
genießt das Opfer und verleiht Gut, führt uns auf unversehrten Pfaden hinüber. ‖
ubhā jigyathur na parājayethe na parājigye kataraś canainoḥ |
Beide habt ihr gesiegt, keiner von euch wurde besiegt, und keiner von beiden ist unterlegen;
indraś ca viṣṇo yad apaspṛdhethāṃ tredhā sahasraṃ vi tad airayethām ‖
als ihr, Indra und Viṣṇu, miteinander wetteifertet, da habt ihr das Tausend in drei Teile auseinandergetrieben [?]. ‖
iṣaṃ duhan sudughāṃ viśvadhāyasaṃ yajñapriye yajamānāya sunvate |
Sie melkend die Labung, die gutmelkende, allernährende, für den Opferherrn, der das Opfer liebt und presst;
agne ghṛtasnus trir ṛtāni dīdyad vartir yajñaṃ pariyan sukratūyasi ‖
Agni, butterträufelnd, dreimal die (Opfer-)Ordnungen erleuchtend, umkreisend das Opfer, (bist) du, der du nach Einsicht strebst [?]. ‖
trīṇy āyūm̐ṣi tava jātavedaḥ ‖
Drei Lebensalter (sind) dir, Jātavedas. ‖