svādvīṃ tvā svādunā tīvrāṃ tīvreṇa devīṃ devena śukrām̐ śukreṇāmṛtām amṛtena sṛjāmi
Dich Süße mische ich mit Süßem, die Scharfe mit Scharfem, die Göttin mit dem Gott, die Lautere mit Lauterem, die Unsterbliche mit Unsterblichem.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 12
svādvīṃ tvā svādunā tīvrāṃ tīvreṇa devīṃ devena śukrām̐ śukreṇāmṛtām amṛtena sṛjāmi
Dich Süße mische ich mit Süßem, die Scharfe mit Scharfem, die Göttin mit dem Gott, die Lautere mit Lauterem, die Unsterbliche mit Unsterblichem.
sam̐ somena
Mit Soma (vermischt).
somo 'si
Soma bist du.
aśvibhyāṃ pacyasva
Für die Aśvins reife!
sarasvatyai pacyasva
Für Sarasvatī reife!
indrāya sutrāmṇe pacyasva ‖
Für Indra, den guten Beschützer (Sutrāman), reife!
punātu te parisrutam̐ somam̐ sūryasya duhitā |
Es läutere deinen ringsum geflossenen Soma die Tochter der Sūrya,
vāreṇa śaśvatā tanā ‖
durch das Haarsieb (vāra), in stetigem Gewebe.
vāyuḥ pūtaḥ pavitreṇa pratyaṅ somo atidrutaḥ |
Vāyu ist durch den Seiher geläutert; Soma, entgegen (uns) hindurchgeeilt,
indrasya yujyas sakhā ‖
ist Indras verbundener Freund.
kuvid aṅga yavamanto yavaṃ cid yathā dānty anupūrvaṃ viyūya |
Ob wohl, ja, (Leute) mit Gerste, wie sie Gerste der Reihe nach, sie auseinandertrennend, abschneiden [?],
ihehaiṣāṃ kṛṇuta bhojanāni ye barhiṣo namovṛktiṃ na jagmuḥ ‖
so bereitet hier und hier für diese Genüsse, die nicht zur Verneigung (Preisung) des Barhis gekommen sind [?].
upayāmagṛhīto 'si
Mit dem Upayāma-Gefäß ergriffen bist du.
acchidrāṃ tvācchidreṇāśvibhyāṃ juṣṭaṃ gṛhṇāmi
Dich Makellose nehme ich mit makellosem (Gefäß), von den Aśvins gern angenommen.
eṣa te yonis
Dies ist dein Schoß:
aśvibhyāṃ tvā
Für die Aśvins dich.
upayāmagṛhīto 'si
Mit dem Upayāma-Gefäß ergriffen bist du.
acchidrāṃ tvācchidreṇa sarasvatyai juṣṭāṃ gṛhṇāmi
Dich Makellose nehme ich mit makellosem (Gefäß), von Sarasvatī gern angenommen.
eṣa te yonis
Dies ist dein Schoß:
sarasvatyai tvā
Für Sarasvatī dich.
upayāmagṛhīto 'si
Mit dem Upayāma-Gefäß ergriffen bist du.
acchidrāṃ tvācchidreṇendrāya sutrāmṇe juṣṭāṃ gṛhṇāmi
Dich Makellose nehme ich mit makellosem (Gefäß), von Indra Sutrāman gern angenommen.
eṣa te yonis
Dies ist dein Schoß:
indrāya tvā sutrāmṇe ‖
Für Indra Sutrāman dich.
svādvīṃ tvā svāduneti
Mit „Dich Süße mit Süßem“
brahmaṇaivainām̐ sam̐sṛjati
mischt er sie eben durch das heilige Wort (brahman).
tisro rātrīs sam̐sṛṣṭā vasati
Drei Nächte liegt sie vermischt.
tisro hi rātrīs somaḥ krīto vasati
Denn drei Nächte liegt der gekaufte Soma.
aśvibhyāṃ pacyasva sarasvatyai pacyasvendrāya sutrāmṇe pacyasveti
„Für die Aśvins reife, für Sarasvatī reife, für Indra Sutrāman reife!“:
etābhyo hy eṣā devatābhyaḥ pacyate
denn für diese Gottheiten reift sie.
vāyuḥ pūtaḥ pavitreṇeti vyṛddhasyātipavitasyaitayā punīyāt
Mit „Vāyu ist durch den Seiher geläutert“ soll er (den Soma) läutern, wenn er mißglückt oder übergelaufen ist [?].
ekā purorug
Es ist eine Puroruc-Formel [Anm.: Vorspruch, Einleitungsvers];
ekadhaivāsmin vīryaṃ dadhāti
als Einheit eben legt er in ihn Heldenkraft.
aniruktā prājāpatyā
Sie gehört Prajāpati, ist unausgesprochen (aniruktā) [Anm.: ohne Nennung eines Gottes].
aniruktaḥ prajāpatiḥ
Prajāpati ist unausgesprochen.
prajāpatim evāpnoti ‖
Prajāpati eben erlangt er.