trīn puroḍāśān nirvaped bubhūṣan
Drei Puroḍāśas soll darbringen, wer Gedeihen erstrebt.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 12
trīn puroḍāśān nirvaped bubhūṣan
Drei Puroḍāśas soll darbringen, wer Gedeihen erstrebt.
traya ime lokās
Drei sind diese Welten;
imān eva lokān āptvaujo vīryam avarunddhe
nachdem er eben diese Welten erreicht hat, gewinnt er Kraft und Heldenkraft für sich.
uttarauttaro jyāyān bhavati
Er wird immer höher, immer größer.
uttarauttaro hy eṣāṃ lokānāṃ jyāyān adharottaraṃ bhavanti
Denn von diesen Welten ist jede folgende größer; sie sind (der Reihe nach) unten und oben.
evam iva hīme lokās
So sind ja gleichsam diese Welten.
dvādaśa kapālāni bhavanti
Es sind zwölf Schalen;
trayo hi te catuṣkapālās
denn es sind jene drei, jeweils mit vier Schalen,
samṛddhyai
zur Vollkommenheit.
sarveṣām abhighātam avadyati
Von allen schneidet er unter Übergießen (der Schmelzbutter) ab,
acchambaṭkāram
ohne Zischlaut [?].
yasya nāvadyati cchambaṭkaroti
Wessen (Gabe) er nicht abschneidet, den macht er verstummen [?];
cchambaṇ nāsya carati
sein „Ccham“ (Ritus) verläuft ihm nicht recht [?].
vrīhimayaḥ prathamo bhavaty atho yavamayo 'tha vrīhimayas
Der erste ist aus Reis, sodann aus Gerste, sodann aus Reis.
rohitā iva vai vrīhayas
Rötlich sind ja gleichsam die Reiskörner;
rohita ivāyaṃ lokas
rötlich ist gleichsam diese Welt,
rohita ivāsau
rötlich gleichsam jene.
śuklā iva yavās
Weißlich sind gleichsam die Gerstenkörner;
śuklam ivāntarikṣam
weißlich ist gleichsam der Luftraum;
antarikṣeṇeme lokās saṃtatās
durch den Luftraum sind diese Welten verbunden.
eṣām lokānām anusaṃtatyai
Zur Verbindung dieser Welten (der Reihe nach)
naivāram uttamaṃ kuryāt
soll er den letzten nicht aus wildem Reis (nīvāra) machen,
ajāmitvāya ‖
damit keine Wiederholung (Gleichförmigkeit) entsteht [?].
tisro dhenavo dakṣiṇā trīṇi tārpyāṇi trīṇi hiraṇyāni
Drei Milchkühe sind der Opferlohn (dakṣiṇā), drei Tārpya-Gewänder, drei Goldstücke.
yajuṣāṃ vā etad rūpaṃ yat tārpyāṇi viṣīvyanti
Dies ist die Gestalt der Opfersprüche, daß man Tārpya-Gewänder näht [?];
sāmnām̐ hiraṇyāni cchandasāṃ dhenavas
die der Sāmans sind die Goldstücke, die der Metren die Milchkühe.
etāni vai yajñasya rūpāṇi
Dies sind die Gestalten des Opfers;
rūpair eva yajñam avarunddhe
durch die Gestalten gewinnt er das Opfer für sich.
sarvadevatyaṃ vāsas
Das Gewand gehört allen Göttern;
yad vāsām̐si dadāti
wenn er Gewänder gibt,
sarvā eva devatā avarunddhe
gewinnt er eben alle Götter für sich.
tejo brahmavarcasam̐ hiraṇyam
Das Gold ist Glanz und Brahman-Herrlichkeit (brahmavarcasa);
yad dhiraṇyāni dadāti
wenn er Goldstücke gibt,
teja eva brahmavarcasam avarunddhe ‖
gewinnt er eben Glanz und Brahman-Herrlichkeit für sich.
trissamṛddhā dhenur ātmā vatsaḥ payas
Dreifach vollkommen ist die Milchkuh: der Leib, das Kalb, die Milch.
yad dhenūr dadāti
Wenn er Milchkühe gibt,
trissamṛddham evainaṃ karoti
macht er ihn eben dreifach vollkommen.
sarvāṇi cchandām̐sy anubrūyāt
Alle Metren soll er (als Verse) hersagen [?];
sarvo vā eṣa yajñas
dies ist das ganze Opfer;
sarvāṇi hi cchandām̐si saumye 'dhvare 'nūcyante
denn alle Metren werden im Soma-Opfer hergesagt.
yajño yad asṛjyata tasyolbam anvaveṣṭata
Als das Opfer geschaffen wurde, umhüllte sich dessen Fruchthaut (ulba) [?];
tat tārpyam abhavat
das wurde das Tārpya[-Gewand].
yajñas traidhātavyā
Das Opfer ist die Traidhātavī;
yat tārpyaṃ yajamānaḥ paridhatte
wenn der Opferherr das Tārpya[-Gewand] anlegt,
svenaiva yoninātmānam orṇute
hüllt er sich eben in seinen eigenen Schoß.
uṣṇihakakubhau sāmidhenīṣv apy anubrūyāt
Auch Uṣṇih und Kakubh soll er unter den Sāmidhenī-Versen [Anm.: Verse zum Entzünden des Feuers] hersagen.
uṣṇihā vai kakubho vīryaṃ kakub uṣṇihāyās
Die Uṣṇih ist ja die Heldenkraft der Kakubh, die Kakubh die der Uṣṇih [?];
savīrye evaine avarunddhe
so gewinnt er diese beiden mit Heldenkraft für sich.
na jagatyā paridadhyāt
Er soll nicht mit einer Jagatī abschließen;
anto vā eṣā chandasām
denn sie ist das Ende der Metren;
antaṃ gacched yajñaṃ vicchindyāt
er würde zu Ende kommen und das Opfer abbrechen.
agne trī te vājinā trī ṣadhastheti triṣṭubhā paridadhāti
Mit dem Triṣṭubh-Vers „Agni, dreifach sind deine Kräfte (vājin), dreifach deine Sitze“ schließt er ab.
ojo vai vīryaṃ triṣṭubnāntaṃ gacchati
Kraft ist ja die Triṣṭubh, Heldenkraft; er kommt damit nicht zum Ende.
ojasy enaṃ vīrye pratiṣṭhāpayati ‖
Er stellt ihn in Kraft und Heldenkraft fest hin.