athaitā āśvinīr
Nun diese Ziegel der Aśvin (āśvinī).
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 20
athaitā āśvinīr
Nun diese Ziegel der Aśvin (āśvinī).
utsannayajño vā eṣa yad agniḥ
Agni ist ein abgestorbenes Opfer [?].
ko ha tad veda yāvad etasya na kriyate yāvan na cīyate tad etābhiḥ kalpayati tad bhiṣajyati
Wer weiß, wie viel an ihm nicht getan, wie viel nicht geschichtet wird? Dies bringt er durch diese in Ordnung, das heilt er.
pañcaitā upadadhāti
Fünf dieser legt er hin.
pāṅkto 'gnir
Fünffach ist Agni.
yāvān evāgnis tasmai bheṣajaṃ karoti
So groß Agni ist, dafür macht er ein Heilmittel.
agner evaitābhir diśaḥ kalpayati
Agnis Himmelsrichtungen richtet er damit zu.
adityās tvā pṛṣṭhe sādayāmīti
„Auf dem Rücken der Aditi setze ich dich nieder“ –
imān evaitayā lokān dādhāra
diese Welten hält er hiermit fest.
ṛtavyā upadadhāti
Die Jahreszeiten-Ziegel legt er hin.
ṛtūnāṃ kḷptyai
Zur Ordnung der Jahreszeiten.
pañcopadadhāti
Fünf legt er hin.
pañca vā ṛtavas
Fünf sind die Jahreszeiten.
yāvanta evartavas tān kalpayati
So viele Jahreszeiten es gibt, die richtet er zu.
samānaprabhṛtayo bhavanti samānodarkās
Sie haben gleichen Anfang und gleichen Ausgang.
samānaprabhṛtayo hy ṛtavas samānodarkās
Denn die Jahreszeiten haben gleichen Anfang und gleichen Ausgang.
ekayā vyāhṛtyā vyāvartayati
Mit einem Ausruf (vyāhṛti) lässt er sie sich wenden.
tasmād ṛtavo vyāvartante ‖
Darum wenden sich die Jahreszeiten.
tasmāt samānasya saṃvatsarasya nānārūpāṇi
Darum hat das eine Jahr vielerlei Gestalten.
āśvinīr anvṛtavyā upadadhāti
Nach den Aśvin-Ziegeln legt er die Jahreszeiten-Ziegel hin.
retasy eva hita ṛtūn upadadhāti
Wenn der Same eingesetzt ist, legt er die Jahreszeiten hin.
tasmād reto hitam ṛtūn anu prajāyate
Darum wird der eingesetzte Same den Jahreszeiten folgend geboren.
ṛtavyā anu vāyavyā upadadhāti
Nach den Jahreszeiten-Ziegeln legt er die Vāyu-Ziegel hin.
ṛtūṣv eva prāṇaṃ dadhāti
In die Jahreszeiten eben legt er Lebenshauch.
tasmād ete samānāḥ pariyanto na jīryanti
Darum altern diese, gleichmäßig umlaufend, nicht.
tasmād ṛtūn anu vāyur āvarīvartti
Darum wendet sich der Wind immer wieder den Jahreszeiten nach.
vāyavyā anv apsyā upadadhāti
Nach den Vāyu-Ziegeln legt er die Wasserziegel hin.
tasmād vāyur vṛṣṭiṃ vahati
Darum bringt der Wind den Regen.
vṛṣṭim evaitābhir avarunddhe
Den Regen eben gewinnt er hiermit.
yad ekadhopadadhyād ekam ṛtuṃ varṣet
Legte er sie auf einmal hin, so würde es in einer Jahreszeit regnen.
anuparihāram̐ sādayati
Er setzt sie nacheinander im Umlauf hin.
tasmād ṛtumṛtuṃ varṣati
Darum regnet es in jeder Jahreszeit.
apasyā anu vayasyā upadadhāti
Nach den Wasserziegeln legt er die Vayasyā-Ziegel hin.
paśavo vai vayasyās
Die Tiere sind die Vayasyā (Vögel/Lebenskräfte) [Anm.: vayasyā = Ziegel der „Altersgenossen/Vögel“].
yad apasyā anu vayasyā upadadhāti
Dass er nach den Wasserziegeln die Vayasyā hinlegt,
tasmāt paśavo nānāmanaso nānāvratās
darum sind die Tiere verschiedenen Sinnes und verschiedener Weise.
apa evābhi samanasas
Doch zu den Wassern hin sind sie einträchtig [?].
apasyā upadhāya vayasyā upadadhyād yaṃ kāmayeta paśumān syād iti
Nachdem er die Wasserziegel gelegt hat, soll er die Vayasyā hinlegen, von dem er wünscht: „Er soll Vieh haben.“
saṃjñānaṃ vā etat paśūnāṃ yad āpaḥ
Die Wasser sind die Eintracht der Tiere.
paśūnām eva saṃjñāne 'gniṃ cinute paśumān bhavati
In der Eintracht der Tiere eben schichtet er Agni und wird reich an Vieh.
vayasyā upadhāyāpasyā upadadhyād yaṃ kāmayetāpaśus syād iti
Nachdem er die Vayasyā gelegt hat, soll er die Wasserziegel hinlegen, von dem er wünscht: „Er soll ohne Vieh sein.“
paśūnām evāsaṃjñāne 'gniṃ cinute 'paśur bhavati ‖
In der Uneinigkeit der Tiere eben schichtet er Agni und wird ohne Vieh.
catasraḥ purastād upadadhāti
Vier legt er im Osten hin.
tasmāt purastāt paśur aṇīyān
Darum ist das Tier vorn schmaler [?].
tasmāc catvāri cakṣuṣo rūpāṇi dve śukle dve kṛṣṇe
Darum hat das Auge vier Erscheinungsformen, zwei weiße, zwei schwarze.
mūrdhanvatīs
(Sie sind) mit einem Kopf versehen.
tasmāt purastāt paśūnāṃ mūrdhā
Darum ist der Kopf der Tiere vorn.
pañcapañcābhitaḥ
Je fünf zu beiden Seiten.
paśos sayatvāya
Zur Vollständigkeit des Tieres [?].
tasmāt prāṅ paśuḥ pravaṇas
Darum ist das Tier nach vorn geneigt.
basto vaya iti dakṣiṇata upadadhāti
Mit „Der Bock ist der Vogel“ legt er (den Ziegel) im Süden hin.
vṛṣṇir vaya ity uttarāt
Mit „Der Widder ist der Vogel“ im Norden.
am̐sā evāsyopadadhāti
Die Schultern eben legt er ihm hin.
vyāghro vaya iti dakṣiṇe pakṣe
Mit „Der Tiger ist der Vogel“ am rechten Flügel.
sim̐ho vaya ity uttarasmin
Mit „Der Löwe ist der Vogel“ am nördlichen.
pakṣayor eva vīryaṃ dadhāti
In die Flügel eben legt er Manneskraft.
vyāghro vaya iti pūrvām
Mit „Der Tiger ist der Vogel“ den vorderen.
sim̐ho vaya ity aparām
Mit „Der Löwe ist der Vogel“ den hinteren.
tasmāt puro vyāghro jāyate paścāt sim̐haḥ
Darum wird der Tiger vorn (stark) geboren, der Löwe hinten [?].
puruṣo vaya iti madhye
Mit „Der Mensch ist der Vogel“ in der Mitte.
tasmāt puruṣaḥ paśūnām adhipatiḥ ‖
Darum ist der Mensch der Herr der Tiere.