ekavim̐śatiṃ māṣān pratinyupya puruṣaśīrṣam āharati
Nachdem er einundzwanzig Bohnen als Gegengabe hingestreut hat, holt er einen Menschenkopf herbei.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 20
ekavim̐śatiṃ māṣān pratinyupya puruṣaśīrṣam āharati
Nachdem er einundzwanzig Bohnen als Gegengabe hingestreut hat, holt er einen Menschenkopf herbei.
amedhyā vai māṣā amedhyaṃ puruṣaśīrṣam
Nicht opferwürdig sind die Bohnen, nicht opferwürdig ist der Menschenkopf.
amedhyenaivāmedhyaṃ krīṇāti
Mit Nichtopferwürdigem eben kauft er Nichtopferwürdiges.
ekavim̐śatir bhavanti
Es sind einundzwanzig.
ekavim̐śo vai puruṣas
Einundzwanzigfach ist der Mensch.
yāvān evāsyātmā taṃ krīṇāti
So groß sein Selbst ist, eben dieses kauft er.
saptadhātṛṇṇāṃ valmīkavapāṃ pratinidadhāti
Siebenfach durchbohrte Termitenhügelerde legt er als Gegenstück hin [Anm.: valmīkavapā = Erde aus einem Termitenhügel].
vyṛddhaṃ vā etat prāṇais
Dieser (Kopf) ist der Lebenshauche verlustig.
sapta śīrṣaṇyāḥ prāṇāḥ
Sieben sind die Lebenshauche im Kopf.
prāṇair evainat samardhayati
Mit den Lebenshauchen eben lässt er ihn gedeihen.
yamagāthā gāyati
Yama-Lieder singt er.
yamalokād evainad vṛṅkte
Von der Yama-Welt eben trennt er ihn ab.
tisro gāyati
Drei singt er.
traya ime lokās
Drei sind diese Welten.
ebhya evainal lokebhyo vṛṅkte
Von diesen Welten eben trennt er ihn ab.
tasmād gāyate na deyaṃ
Darum soll man dem Sänger nichts geben.
gāthā hy eva tad vṛṅkte
Denn durch das Lied trennt er es ab.
apa vā etasmād indriyaṃ krāmati prāṇāś śīrṣan vīryaṃ cakṣuś śrotraṃ vāk
Von diesem (Toten) weichen Sinneskraft, Lebenshauche im Kopf, Manneskraft, Auge, Ohr und Stimme.
vyṛddhendriyaṃ vā etad amedhyam
Dieser (Kopf) hat die Sinneskraft verloren, ist nicht opferwürdig.
mṛtaśīrṣam iti vā etad āhur
Man nennt ihn „Kopf eines Toten“.
medhyam̐ hiraṇyam
Opferwürdig ist das Gold.
yad dhiraṇyaśalkaiḥ pratyasyati
Dass er mit Goldplättchen (die Öffnungen) füllt [?],
medhyam evainad yajñiyaṃ karoti
(damit) macht er ihn eben opferwürdig und opferfähig.
ukhāyām apidhāya pratyasyati
Nachdem er ihn in der Feuerschale bedeckt hat, füllt er (die Öffnungen) [?].
pratiṣṭhām evainad gamayitvā prāṇais samardhayati
Nachdem er ihn zum Halt hat gelangen lassen, lässt er ihn mit den Lebenshauchen gedeihen.
sahasradā asi sahasrāya tveti puruṣaśīrṣam upadadhāti
Mit „Tausendgeber bist du, für Tausend (nehme ich) dich“ legt er den Menschenkopf hin.
puruṣo ha tvai sahasraṃ paśūn yacchati
Der Mensch (Purusha) gibt tausend Tiere.
sahasram anye paśavas
Tausend sind die anderen Tiere.
yan madhye puruṣaśīrṣam upadadhāti
Dass er in der Mitte den Menschenkopf hinlegt,
sayatvāya
(dient) der Vereinigung [?].
athaitāni paśuśīrṣāṇi
Nun diese Tierköpfe.
etā ha vai sāhasrīr iṣṭakās somadakṣaḥ kauśreyaś śyāmaparṇāyopadadhau
Diese tausendfachen Ziegel legte Somadakṣa Kauśreya für Śyāmaparṇa hin [Anm.: Personennamen].
tato vai sāhasrīṃ puṣṭiṃ paśūnāṃ jagāma
Daraufhin erlangte er tausendfaches Gedeihen an Tieren.
gacchati sāhasrīṃ puṣṭiṃ paśūnāṃ ya evaṃ vidvān etā upadhatte
Wer so wissend diese legt, erlangt tausendfaches Gedeihen an Tieren.
purastāt pratīcīnam aśvasya śira upadadhāti paścāt prācīnam ṛṣabhasya
Nach Osten legt er den Kopf des Pferdes mit dem Gesicht nach Westen, nach Westen den Kopf des Stiers mit dem Gesicht nach Osten [?].
goaśvān evāsmin samīco dadhāti
Rinder und Pferde eben legt er einträchtig in ihn.
samīcīnāny upadadhyād yaṃ kāmayeta paśumān syād iti
Einander zugewandt soll er sie legen, von dem er wünscht: „Er soll Vieh haben.“
samīca evāsmin paśūn dadhāti
Einträchtig eben legt er Tiere in ihn.
viṣūcīnāny upadadhyād yaṃ kāmayetāpaśus syād iti
Voneinander abgewandt soll er sie legen, von dem er wünscht: „Er soll ohne Vieh sein.“
vimukhān evāsmāt paśūn karoti ‖
Von ihm abgewandt macht er eben die Tiere.
nāntarā paśuśīrṣāṇi vyaveyād adhvaryur
Der Adhvaryu soll nicht zwischen den Tierköpfen hindurchgehen.
yaviṣṭho vai nāmaiṣo 'gniḥ
Dieser Agni heißt der Jüngste (yaviṣṭha).
prāṇān asya yuveta pramīyeta
Er würde ihm die Lebenshauche mischen [?], er würde sterben.
ekam upadhāyaitais sarvair upatiṣṭheta
Nachdem er einen hingelegt hat, soll er mit all diesen (Sprüchen) verehren.
tad vā sarvato 'nuparihāram̐ sādayet
Oder er soll sie (die Köpfe) ringsum der Reihe nach hinsetzen [?].
tenaiva sarvāṇy upadhīyante
Dadurch eben werden alle hingelegt.
nārtim ārchaty adhvaryur na bhreṣaṃ nyeti
Der Adhvaryu gerät nicht in Unheil und nicht in Fehltritt [?].
etāvanto vai paśavo dvipādaś ca catuṣpādaś ca
So viele sind die Tiere: Zweifüßer und Vierfüßer.
tān etac chucārpayati
Diese übergibt er hierdurch dem Leid [?].
amum āraṇyam anu te diśāmīti
„Diesen wilden (Menschen), den weise ich dir zu“ –
grāmyebhya eva paśubhya āraṇyān paśūñ śucam anūtsṛjati
Von den Haustieren weg lässt er das Leid zu den wilden Tieren hin los.
tasmād ete samāvat paśūnāṃ prajāyamānānāṃ kaniṣṭhās
Darum sind diese (wilden Tiere) unter den geborenen Tieren gleichermaßen die jüngsten [?].
śucā hy eta ṛtāḥ ‖
Denn diese sind vom Leid getroffen [?].