Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 20

Anuvāka 12 Die Stoma-Backsteine (Āśu, Vyomā usw.) und die Spṛti-Backsteine, ihre Anordnung und Deutung.

āśus trivṛd iti purastād upadadhāti

„Āśu, der Trivṛt“ – so legt er im Osten hin.

yajñamukhaṃ vai trivṛt

Der Trivṛt [Stoma] ist wahrlich das Antlitz des Opfers.

yajñamukham eva purastād viyātayati

Das Antlitz des Opfers ordnet er im Osten [gesondert] an.

vyomā saptadaśa iti dakṣiṇatas

„Vyomā, der Siebzehnfache“ – so im Süden.

annaṃ vai saptadaśas

Der Siebzehnfache ist wahrlich die Speise.

saptadaśam̐ saṃvatsaram annam anuprajāyate

Dem siebzehnfachen Jahr folgend entsteht die Speise.

annam eva dakṣiṇato bhavati

Speise ist so auf der rechten (südlichen) Seite.

tasmād dakṣiṇena hastena puruṣo 'nnam atti

Daher isst der Mensch die Speise mit der rechten Hand.

yat saptadaśavatīṃ dakṣiṇata upadadhāti

Dass er die [Backsteinformel] mit siebzehn im Süden hinlegt,

tasmād dakṣiṇaṃ pakṣaṃ vayām̐sy anupariplavante

daher fliegen die Vögel um den rechten Flügel herum [?].

ekavim̐śavatīṃ paścāt

Die mit einundzwanzig im Westen –

paścād dhi vayām̐si pratitiṣṭhanti

Denn hinten [mit dem Schwanz] stehen die Vögel fest.

pañcadaśavatīm uttarāt

Die mit fünfzehn im Norden.

ojo vai pañcadaśas

Der Fünfzehnfache ist wahrlich Kraft.

oja evottarād dadhāti

Kraft legt er im Norden nieder.

tasmād uttarād abhiprayāyī jayati

Daher siegt, wer von Norden her angreift.

agner bhāgo 'si dīkṣāyā ādhipatyam iti

„Der Anteil Agnis bist du, die Oberherrschaft der Weihe“ –

purastād vai trivṛtau

im Osten [stehen] wahrlich die beiden Trivṛt-[Formeln] [?].

abhipūrvam eva yajñamukhe viyātayati

Er ordnet sie [gesondert] von vornherein am Antlitz des Opfers an.

pañcadaśavatīṃ dakṣiṇatas saptadaśavatīm uttarāt

Die mit fünfzehn im Süden, die mit siebzehn im Norden –

pakṣayos sayatvāya

damit die beiden Flügel gleich stark seien [?].

annaṃ vai saptadaśas

Der Siebzehnfache ist wahrlich die Speise.

yat saptadaśavatīm ubhayata upadadhāti

Dass er die mit siebzehn auf beiden Seiten hinlegt,

annam evobhayato dadhāti

legt er die Speise auf beiden Seiten nieder.

tasmād ubhābhyām̐ hastābhyāṃ parigṛhya puruṣo 'nnam atti

Daher isst der Mensch die Speise, indem er sie mit beiden Händen umfasst.

ekavim̐śatī bhavati

Die mit einundzwanzig ist es –

agner bhāgo 'si dīkṣāyā ādhipatyam iti

„Der Anteil Agnis bist du, die Oberherrschaft der Weihe“ –

etadetad vai devā etābhir aspṛṇvan

Eben dies, eben dies erstrebten die Götter mit diesen.

etadetad evaitābhis spṛṇoti

Eben dies, eben dies erstrebt er mit diesen.

tā etās spṛtayo nāmeṣṭakās

Diese sind die Backsteine namens Spṛti („Erstrebung“).

ekayāstuvata prajā adhīyanteti

„Mit einer [Strophe] priesen sie; die Geschöpfe werden [dadurch] gehalten [?]“ – so [heißt es].

etadetad vai devā etābhir asṛjanta

Eben dies, eben dies schufen die Götter mit diesen.

etad evaitābhis sarvam avarunddhe

Eben dies, alles gewinnt er mit diesen für sich.

arkyasya vā eṣā vidhām anuvidhīyate

Dies wird wahrlich nach der Ordnung des Arkya-Ritus angeordnet [?].

annam arko 'rko 'gnis

Speise ist der Arka, der Arka ist Agni.

atty annaṃ yasyaiṣaivaṃ viduṣo vidhīyate ‖

Speise isst der, für den, der es so weiß, dies so angeordnet wird.