devāś ca vā asurāś ca samāvad eva yajñe 'kurvata
Götter und Asuras taten im Opfer wahrlich ganz dasselbe.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 20
devāś ca vā asurāś ca samāvad eva yajñe 'kurvata
Götter und Asuras taten im Opfer wahrlich ganz dasselbe.
yad eva devā akurvata tad asurā akurvata
Was immer die Götter taten, das taten die Asuras.
te devā etāṃ caturthīṃ citim apaśyan
Die Götter sahen diese vierte Schicht.
tām anyathānūcyānyathopādadhata
Sie sprachen sie [die Formeln] auf die eine Weise nach und legten sie auf eine andere Weise hin.
tad asurā nānvavāyan
Dem folgten die Asuras nicht nach.
tato devā abhavan parāsurā abhavan
Daraufhin wurden die Götter [siegreich], die Asuras unterlagen.
ya evaṃ vidvān etāṃ caturthīṃ citim upadhatte bhrātṛvyasyānanvavāyāya bhavaty ātmanā parāsya bhrtṛvyo bhavati
Wer dies wissend diese vierte Schicht hinlegt, dessen Nebenbuhler kann nicht nachfolgen; er selbst gedeiht, sein Nebenbuhler unterliegt.
āśus trivṛd iti purastād upadadhāti
„Āśu, der Trivṛt“ – so legt er im Osten hin.
yajñamukhaṃ vai trivṛt
Der Trivṛt ist wahrlich das Antlitz des Opfers.
yajñamukham eva purastād dadhāti
Das Antlitz des Opfers legt er im Osten nieder.
vyomā saptadaśa iti dakṣiṇatas
„Vyomā, der Siebzehnfache“ – so im Süden.
annaṃ vai saptadaśas
Der Siebzehnfache ist wahrlich die Speise.
annam eva dakṣiṇato 'varunddhe
Speise gewinnt er im Süden für sich.
ekavim̐śavatīṃ paścāt
Die mit einundzwanzig im Westen –
pratiṣṭhityai
zum festen Stand.
pañcadaśavatīm uttarāt
Die mit fünfzehn im Norden.
ojo vai pañcadaśas
Der Fünfzehnfache ist wahrlich Kraft.
ojo evottarād dadhāti
Kraft legt er im Norden nieder.
tasmād uttarād abhiprayāyī jayati
Daher siegt, wer von Norden her angreift.
pratūrtir aṣṭādaśa iti purastāt
„Pratūrti, der Achtzehnfache“ – so im Osten.
dvau trivṛtau
[Das sind] zwei Trivṛt (2 × 9 = 18) [?].
abhipūrvam eva yajñamukhe dadhāti
Von vornherein legt er sie am Antlitz des Opfers nieder.
abhīvartas savim̐śa iti dakṣiṇatas
„Abhīvarta, der Zwanzigfache“ – so im Süden [Anm.: savim̐śa/savim̐ṣa ist die überlieferte Form; gemeint ist wohl „zwanzig“; unsicher [?]].
annaṃ vai savim̐ṣas
Der Savim̐ṣa ist wahrlich die Speise [?].
annam eva dakṣiṇato 'varunddhe
Speise gewinnt er im Süden für sich.
varco dvāvim̐śa iti paścāt
„Glanz, der Zweiundzwanzigfache“ – so im Westen.
yad dve
Dass es zwei [Zehner plus zwei] sind,
dvipād yajamānaḥ
[darum] ist der Opferherr zweifüßig;
pratiṣṭhityai
zum festen Stand.
yad vim̐śatis
Dass es zwanzig sind –
dve virājā annaṃ virāṭ
zwei Virāj [zu zehn Silben]; die Virāj ist die Speise;
virājy evānnādye pratitiṣṭhati
in der Virāj, im Speisegenuss, findet er festen Stand.
tapo navadaśa ity uttarāt
„Glut, der Neunzehnfache“ – so im Norden.
tasmāt savyo hastayos tapasvitaro bāhukucanaṃ nigacchati
Daher ist die linke der beiden Hände die glühendere [?] und zieht den Armbug ein [?].
yoniś caturvim̐śa iti purastāt
„Mutterschoß, der Vierundzwanzigfache“ – so im Osten.
yajñamukhaṃ vai caturvim̐śas
Der Vierundzwanzigfache ist wahrlich das Antlitz des Opfers.
yajñamukham eva purastād dadhāti
Das Antlitz des Opfers legt er im Osten nieder.
garbhāḥ pañcavim̐śa iti dakṣiṇatas
„Leibesfrüchte, der Fünfundzwanzigfache“ – so im Süden.
annaṃ vai pañcavim̐śas
Der Fünfundzwanzigfache ist wahrlich die Speise.
annam eva dakṣiṇato 'varunddhe
Speise gewinnt er im Süden für sich.
yad daśa
Dass es zehn sind –
daśākṣarā virāḍ annaṃ virāḍ
die Virāj hat zehn Silben, die Virāj ist die Speise;
virājy evānnādye pratitiṣṭhati ‖
in der Virāj, im Speisegenuss, findet er festen Stand.
yat pañcadaśa
Dass es fünfzehn sind –
yajñaḥ pañcadaśas
das Opfer ist fünfzehnfach.
vajram evopariṣṭād dadhāti
Den Donnerkeil legt er oben nieder,
rakṣasām apahatyai
zur Abwehr der Rakṣas.
ojas triṇava iti paścāt
„Kraft, der Siebenundzwanzigfache“ – so im Westen.
ime vai lokās triṇavas
Diese Welten sind wahrlich der Triṇava [dreimal neun].
eṣv eva lokeṣu pratitiṣṭhati
In diesen Welten findet er festen Stand.
saṃbharaṇas trayovim̐śa ity uttarāt
„Zusammentragung, der Dreiundzwanzigfache“ – so im Norden.
tasmāt savyo hastayos saṃbhāryataraḥ
Daher ist die linke der beiden Hände mehr zum Zusammentragen [Tragen] [?].
kratur ekatrim̐śa iti purastāt
„Wille, der Einunddreißigfache“ – so im Osten.
vāg vā ekatrim̐śas
Der Einunddreißigfache ist wahrlich die Rede.
vācam eva yajñamukhe dadhāti
Die Rede legt er am Antlitz des Opfers nieder.
bradhnasya viṣṭapaṃ catustrim̐śa iti dakṣiṇatas
„Der Gipfel des Rötlichen (bradhna), der Vierunddreißigfache“ – so im Süden.
asau vā ādityo bradhnasya viṣṭapam
Jene Sonne (Āditya) ist wahrlich der Gipfel des Bradhna.
brahmavarcasam asā ādityas
Der Glanz des heiligen Wortes (brahmavarcasa) ist jene Sonne.
brahmavarcasam eva dakṣiṇato 'varunddhe
Den Glanz des heiligen Wortes gewinnt er im Süden für sich.
pratiṣṭhā trayastrim̐śa iti paścāt
„Stand, der Dreiunddreißigfache“ – so im Westen.
trayastrim̐śad devatās
Dreiunddreißig sind die Gottheiten.
devatāsv eva pratitiṣṭhati
Bei den Gottheiten findet er festen Stand.
nākaṣ ṣaṭtrim̐śa ity uttarāt
„Nāka, der Sechsunddreißigfache“ – so im Norden.
svargo vai loko nākas
Die Himmelswelt ist wahrlich der Nāka [das Himmelsgewölbe].
svarga eva loke yajamānaṃ pratiṣṭhāpayati ‖
In der Himmelswelt lässt er den Opferherrn festen Stand gewinnen.