yarhi dhiṣṇyā upadhīyante tarhi bārhaspatyābhis tisṛbhis tisro dakṣiṇata upadadhāti
Wenn die Dhiṣṇya-Herde (Feueraltäre) eingelegt werden, legt er dann mit drei Bṛhaspati-Versen drei im Süden ein,
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 22
yarhi dhiṣṇyā upadhīyante tarhi bārhaspatyābhis tisṛbhis tisro dakṣiṇata upadadhāti
Wenn die Dhiṣṇya-Herde (Feueraltäre) eingelegt werden, legt er dann mit drei Bṛhaspati-Versen drei im Süden ein,
atha yāmībhis tisṛbhis tisraḥ pūrvās
dann mit drei Yāmī-Versen drei im Osten,
atha raudrībhis tisṛbhis tisra uttarād dakṣiṇataḥ paśuśrapaṇasya
dann mit drei Rudra-Versen drei nördlich, südlich vom Paśuśrapaṇa [Anm.: „Tier-Kochstelle/Bratspieß“],
atha vāruṇībhis tisṛbhis tisro 'vabhṛthe
dann mit drei Varuṇa-Versen drei beim Abschlussbad (avabhṛtha).
dakṣiṇato vai devānāṃ yajñaṃ rakṣām̐sy ajighām̐san
Von Süden her wollten nämlich die Rakṣas das Opfer der Götter erschlagen.
tāni brahmaṇāpāghnata
Diese schlugen sie mit dem heiligen Wort weg.
brahma bṛhaspatis
Das heilige Wort ist Bṛhaspati.
yad bāryaspatyā dakṣiṇata upadhīyante
Dass die Bṛhaspati-Verse im Süden eingelegt werden,
rakṣasām apahatyai
(geschieht) zur Abwehr der Rakṣas.
atha yāmīs
Nun die Yāmī-Verse.
etābhir vā asitāya devalāyeme lokā arvāñcaś ca parāñcaś ca prābhur
Durch diese wurden dem Asita Devala diese Welten, die hiesigen und die jenseitigen, zugänglich (prābhur) [?].
yasyaitā upadhīyante
Für wen diese eingelegt werden,
sam asmā ime lokā arvāñcaś ca parāñcaś ca bhānti
dem leuchten diese Welten, die hiesigen und die jenseitigen, zusammen auf.
atha raudrīs
Nun die Rudra-Verse.
eṣa vai rudraḥ paśuśrapaṇa eva
Dieser Rudra ist eben der Paśuśrapaṇa.
īśvaro vā eṣa etam ato 'nūtthāya hantor
Dieser (Rudra) vermöchte ihn von dort aufstehend zu töten,
yad raudrīr upadhadhāti
weshalb er die Rudra-Verse einlegt.
tenaiva rudram̐ śamayati
Damit eben besänftigt er Rudra.
atha vāruṇīs
Nun die Varuṇa-Verse.
āpo vai varuṇas
Die Wasser sind nämlich Varuṇa.
īśvaro vā eṣa etam avabhṛthād anūdetya varuṇo grahītor
Dieser Varuṇa vermöchte ihn, nach dem Abschlussbad heraufkommend, zu ergreifen,
yad vāruṇīr upadadhāti
weshalb er die Varuṇa-Verse einlegt,
nirvaruṇatvāya ‖
damit er von Varuṇa frei sei.