Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 22

Anuvāka 11 Über das Einlegen der Backsteine an den Dhiṣṇya-Herden mit den Bārhaspatya-, Yāmī-, Raudrī- und Vāruṇī-Versen.

yarhi dhiṣṇyā upadhīyante tarhi bārhaspatyābhis tisṛbhis tisro dakṣiṇata upadadhāti

Wenn die Dhiṣṇya-Herde (Feueraltäre) eingelegt werden, legt er dann mit drei Bṛhaspati-Versen drei im Süden ein,

atha yāmībhis tisṛbhis tisraḥ pūrvās

dann mit drei Yāmī-Versen drei im Osten,

atha raudrībhis tisṛbhis tisra uttarād dakṣiṇataḥ paśuśrapaṇasya

dann mit drei Rudra-Versen drei nördlich, südlich vom Paśuśrapaṇa [Anm.: „Tier-Kochstelle/Bratspieß“],

atha vāruṇībhis tisṛbhis tisro 'vabhṛthe

dann mit drei Varuṇa-Versen drei beim Abschlussbad (avabhṛtha).

dakṣiṇato vai devānāṃ yajñaṃ rakṣām̐sy ajighām̐san

Von Süden her wollten nämlich die Rakṣas das Opfer der Götter erschlagen.

tāni brahmaṇāpāghnata

Diese schlugen sie mit dem heiligen Wort weg.

brahma bṛhaspatis

Das heilige Wort ist Bṛhaspati.

yad bāryaspatyā dakṣiṇata upadhīyante

Dass die Bṛhaspati-Verse im Süden eingelegt werden,

rakṣasām apahatyai

(geschieht) zur Abwehr der Rakṣas.

etābhir vā asitāya devalāyeme lokā arvāñcaś ca parāñcaś ca prābhur

Durch diese wurden dem Asita Devala diese Welten, die hiesigen und die jenseitigen, zugänglich (prābhur) [?].

yasyaitā upadhīyante

Für wen diese eingelegt werden,

sam asmā ime lokā arvāñcaś ca parāñcaś ca bhānti

dem leuchten diese Welten, die hiesigen und die jenseitigen, zusammen auf.

eṣa vai rudraḥ paśuśrapaṇa eva

Dieser Rudra ist eben der Paśuśrapaṇa.

īśvaro vā eṣa etam ato 'nūtthāya hantor

Dieser (Rudra) vermöchte ihn von dort aufstehend zu töten,

yad raudrīr upadhadhāti

weshalb er die Rudra-Verse einlegt.

tenaiva rudram̐ śamayati

Damit eben besänftigt er Rudra.

āpo vai varuṇas

Die Wasser sind nämlich Varuṇa.

īśvaro vā eṣa etam avabhṛthād anūdetya varuṇo grahītor

Dieser Varuṇa vermöchte ihn, nach dem Abschlussbad heraufkommend, zu ergreifen,

yad vāruṇīr upadadhāti

weshalb er die Varuṇa-Verse einlegt,

nirvaruṇatvāya ‖

damit er von Varuṇa frei sei.