samid diśām āśayā nas svarvin madhur ato mādhvaḥ pātv asmān |
Das Brennholz der Himmelsrichtungen, mit (unserer) Hoffnung, der Himmel-Gewinnende, der süße, von da der Honigsüße soll uns beschützen.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 22
samid diśām āśayā nas svarvin madhur ato mādhvaḥ pātv asmān |
Das Brennholz der Himmelsrichtungen, mit (unserer) Hoffnung, der Himmel-Gewinnende, der süße, von da der Honigsüße soll uns beschützen.
agnir devo duṣṭarītur adabdha idaṃ brahma jinvatu pātv asmān ‖
Agni, der Gott, der unbezwingbare (dessen Ansturm schwer zu bezwingen ist), unbetrügbar, soll dieses heilige Wort beleben, soll uns beschützen.
rathaṃtaram̐ sāmabhiḥ pātv asmān gāyatrī chandasāṃ viśvarūpā |
Das Rathaṃtara mit den Sāman soll uns beschützen, die Gāyatrī unter den Metren, die vielgestaltige;
trivṛd viṣṭhayā stomo ahnām̐ samudro vāta idam ojaḥ pipartu ‖
der Trivṛt(-Stoma) mit der Viṣṭhā(-Aufstellung), der Lobgesang der Tage, das Meer, der Wind sollen diese Kraft erfüllen.
ugrā diśām abhibhūtir vayodhāś śuciś śukro ahany ojasye |
Die gewaltige unter den Himmelsrichtungen, die Überwinderin, die Lebenskraft-Spenderin, der lautere, klare, am Tag Kraftvolle;
indrādhipatyaiḥ pipṛtād ato no mahi kṣatraṃ viśvato dhārayedam ‖
mit Indras Oberherrschaften soll er uns von da retten; die große Herrschaft (kṣatra) soll er von allen Seiten festhalten.
bṛhat sāma kṣatrabhṛd vṛddhavṛṣṇyaṃ triṣṭubhaujaś śubhitam ugravīram |
Das Bṛhat-Sāman, die Herrschaft tragend, von gewachsener Stärke, mit der Triṣṭubh die Kraft geschmückt, gewaltig an Helden;
indra stomena pañcadaśenauja idaṃ vātena sagareṇa rakṣa ‖
Indra, mit dem Fünfzehnfach-Stoma schütze diese Kraft, mit dem Wind, mit dem Meer [?: sagara, „Meer“ oder „Gift“?].
prācī diśām̐ sahāśayā no viśve devāḥ prāvṛṣāhnām̐ svarvit |
Der Osten unter den Himmelsrichtungen, mit (unserer) Hoffnung zusammen, die Allgötter, die Regenzeit unter den Tagen, den Himmel gewinnend;
idaṃ kṣatraṃ duṣṭaram astv ojo 'nādhṛṣṭam̐ sahasriyam̐ sahasvat ‖
diese Herrschaft soll unbezwingbar sein, die Kraft unangreifbar, tausendfach, siegreich.
vairūpeṇa sāmnā tac chakeyaṃ jagatyainaṃ vikṣv āveśayāmi |
Mit dem Vairūpa-Sāman möchte ich dies vermögen; mit der Jagatī lasse ich ihn in die Stämme (das Volk, viś) eingehen.
viśve devās saptadaśena madhyam idaṃ kṣatram̐ salilaṃ vātam ugram ‖
Die Allgötter mit dem Siebzehnfach-Stoma, die Mitte; diese Herrschaft, die Flut, der gewaltige Wind.
yantrī diśāṃ kṣatram idaṃ dādhāropasthāśā mitravatīdam ojaḥ |
Die Zügelnde unter den Himmelsrichtungen hat diese Herrschaft festgehalten, die Hoffnung im Schoß, die von Mitra begleitete (hat) diese Kraft;
mitrāvaruṇā śaradāhnāṃ jigatnū adabdhakṣatram idam astv ojaḥ ‖
Mitra und Varuṇa, die Herbst(-Kräfte) unter den Tagen, die Schreitenden; diese Kraft soll eine unversehrte Herrschaft sein.
vairāje sāmann adhi me manīṣānuṣṭubhā saṃbhṛtaṃ duṣṭaram̐ sahaḥ |
Im Vairāja-Sāman ist mir Einsicht zu eigen; mit der Anuṣṭubh zusammengebracht die unbezwingliche Überlegenheit;
idaṃ kṣatraṃ mitravad ārdradānvojo mitrāvaruṇā rakṣatam ādhipatyaiḥ ‖
diese Herrschaft, mit Mitra verbunden, mit feuchtem Geschenk [?: ārdradānu], die Kraft – Mitra und Varuṇa, schützt (sie) mit euren Oberherrschaften.
samrāḍ diśām̐ sahasāmnī sahasvaty ṛtur hemanto viṣṭhayā pipartu naḥ |
Die Allherrscherin unter den Himmelsrichtungen, mit dem Sahas-Sāman (dem Siegreichen), die siegreiche, die Jahreszeit Winter soll uns mit der Viṣṭhā-Aufstellung erfüllen [?: hemanto, wohl „Winter“].
avasyuvātā bṛhatī na śakvarīmaṃ yajñam avatu yā ghṛtācī ‖
Die Hilfe suchenden Winde (?), die Bṛhatī, die Śakvarī soll dieses Opfer beschützen, die Schmalz-Fließende (ghṛtācī) [?: Konstruktion unsicher].
svarvatī sudughā yā payasvatīmaṃ yajñam avatu yā ghṛtācī |
Die himmelreiche, gut Milch-Gebende, die milchreiche soll dieses Opfer beschützen, die Schmalz-Fließende.
tvaṃ no gopā avitota yantā bṛhaspate yāmyāṃ yuṅgdhi vācam ‖
Du bist unser Hüter, Beschützer und Lenker, Bṛhaspati; schirre die Rede des (Yama-)Bereichs [?: yāmyām] an.
ūrdhvā diśāṃ rantir āśauṣadhīnām̐ saṃvatsareṇa savitā no ahnām |
Die aufwärtige unter den Himmelsrichtungen, die Freude der Kräuter, ihre Hoffnung; mit dem Jahr Savitṛ, unter den Tagen der unsere [?];
revat sāmāticchandā u cchando 'jātaśatrus suhavo na edhi ‖
das Revat-Sāman, das Ganz-Überschreitende-Metrum (aticchandas), das Metrum – (du,) dem kein Feind geboren, leicht anzurufen, sei uns.
stomatrayastrim̐śe bhuvanasya patni vivasvadvāte abhi no gṛṇīhi |
Beim Dreiunddreißigfach-Stoma, Herrin des Weltalls, im Wind des Vivasvant, preise uns [?: gṛṇīhi, „ruf uns zu“].
ghṛtavatī savitur ādhipatye payasvatī rantir āśā no astu ‖
Die schmalzreiche, unter Savitṛs Oberherrschaft, die milchreiche Freude, die Himmelsrichtung, sei uns.
hiraṇyagarbhas
Hiraṇyagarbha –
yaḥ prāṇataḥ ‖
der, der (über alles) Atmende (herrscht) [Anm.: Anfangsworte von RV 10,121; Vers nur angezitiert].
virāḍ diśāṃ viṣṇupatny aghorāsyeśānā sahaso yā manotā |
Die Virāj unter den Himmelsrichtungen, Viṣṇus Gattin, nicht schrecklich, Herrin (Herrscherin) der Kraft, die Manotā [?];
viśvavyacā iṣayantī subhūtā śivā no astv aditir upasthe ‖
die alles Umfassende, anregend, wohlgeraten, gnädig soll uns Aditi sein im Schoße.
viṣṭambho divo dharuṇaḥ pṛthivyā asyeśānā sahaso viṣṇupatnī |
Die Stütze des Himmels, der Träger der Erde, Herrin (Herrscherin) dieser Kraft, Viṣṇus Gattin;
bṛhaspatir mātariśvota vāyus saṃdhvānā vātā abhi no gṛṇantu ‖
Bṛhaspati, Mātariśvan und Vāyu, die zusammen brausenden Winde sollen uns anrufen [?].
vaiśvānaro na ūtaye
Vaiśvānara (komme) uns zur Hilfe,
pṛṣṭo divi
der im Himmel Erfragte [Anm.: Anfangsworte von RV 6,8 und Verwandtem; Verse angezitiert];
anv id anumate tvam
„Ja, Anumati, du hast zugestimmt“ [Anm.: Anfang des Anumati-Verses];
yat te nāma ‖
„Welchen Namen du hast“ [Anm.: Zitatanfang].