agner manve prathamasya pracetaso yaṃ pāñcajanyaṃ bahavas samindhate |
Des Agni gedenke ich, des ersten, des klugen, den die fünf Stämme, viele, entzünden;
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 22
agner manve prathamasya pracetaso yaṃ pāñcajanyaṃ bahavas samindhate |
Des Agni gedenke ich, des ersten, des klugen, den die fünf Stämme, viele, entzünden;
viśvasyāṃ viśi praviviśānam īmahe sa no muñcatv am̐hasaḥ ‖
den in jeden Stamm Eingehenden erbitten wir; der soll uns von Bedrängnis lösen.
yasyedaṃ prāṇan nimiṣad yad ejati yasya jātaṃ janamānaṃ ca kevalam |
Dessen ist dies, was atmet, was die Augen schließt, was sich regt; dessen (ist) das Geborene und das zu Gebärende, alles zumal;
staumy agniṃ nāthito johavīmi sa no muñcatv am̐hasaḥ ‖
Agni preise ich, Hilfe suchend rufe ich immer wieder; der soll uns von Bedrängnis lösen.
indrasya manve prathamasya pracetaso vṛtraghnas stomā upa mām ihāguḥ |
Des Indra gedenke ich, des ersten, des klugen; die Vṛtra-erschlagenden Lobgesänge sind zu mir hierher gekommen;
yo dāśuṣas sukṛto havam upa gantā sa no muñcatv am̐hasaḥ ‖
der zum Ruf des Gebenden, des Wohltäters, herbeikommt; der soll uns von Bedrängnis lösen.
yas saṃgrāmaṃ jayati saṃ vaśī yudhā yaḥ puṣṭāni sam̐sṛjati trayāṇi |
Der die Schlacht gewinnt, der Machthaber, der im Kampf die drei Gedeihen(sarten) zusammenbringt;
staumīndraṃ nāthito johavīmi sa no muñcatv am̐hasaḥ ‖
Indra preise ich, Hilfe suchend rufe ich immer wieder; der soll uns von Bedrängnis lösen.
vāyos savitur vidathāni manmahe yā ātmanvad bibhṛtho yau ca rakṣathaḥ |
Des Vāyu und Savitṛ Ordnungen(-Werke) gedenken wir, die ihr (mit Leben) beseelt tragt und beschützt;
yau viśvasyādhipā babhūvathus tau no muñcatam āgasaḥ ‖
die ihr Oberherren des Alls wurdet: ihr beide sollt uns von Verfehlung lösen.
upa śreṣṭhā na āśiṣo devayor dharme asthiran |
Die besten unserer Segenswünsche haben sich bei der Ordnung der beiden Götter niedergelassen [?];
staumi vāyum̐ savitāraṃ nāthito johavīmi tau no muñcatam āgasaḥ ‖
Vāyu und Savitṛ preise ich, Hilfe suchend rufe ich immer wieder; ihr beide sollt uns von Verfehlung lösen.
manve vāṃ mitrāvaruṇā tasya vittam̐ satyaujasā dṛhaṇā yaṃ nudethe |
Euer gedenke ich, Mitra und Varuṇa; merkt euch das (was ich sage), ihr wahrhaft Kräftigen, ihr Festigenden, den ihr (beiseite) stoßt [?];
yā rājānā sarathaṃ yātha ugrā tau no muñcatam āgasaḥ ‖
die ihr als Könige, gewaltige, auf einem Wagen fahrt: ihr beide sollt uns von Verfehlung lösen.
yo vāṃ ratha ṛjuraśmis satyadharmā mithūcarantam upayāti dūṣayan |
Euer Wagen mit geraden Zügeln, wahrhaft in seiner Ordnung, der sich dem Falsch-Wandelnden nähert und ihn zuschanden macht [?];
staumi mitrāvaruṇā nāthito johavīmi tau no muñcatam āgasaḥ ‖
Mitra und Varuṇa preise ich, Hilfe suchend rufe ich immer wieder; ihr beide sollt uns von Verfehlung lösen.
rathītamau rathīnām̐ huva ūtaye śubhaṃ gamiṣṭhā suyamebhir āśubhiḥ |
Die besten Wagenfahrer unter den Wagenfahrern rufe ich zur Hilfe, die am schönsten Kommenden mit gut gelenkten, schnellen (Rossen);
yayor vāṃ devau deveṣv aniṣitam ojas tau no muñcatam āgasaḥ ‖
die ihr beide, Götter unter den Göttern, unbezwungene Kraft habt: ihr beide sollt uns von Verfehlung lösen.
yad ayātaṃ vahatum̐ sūryāyās tricakreṇa sam̐sadam icchamānau |
Als ihr zur Hochzeitsfahrt der Sūryā ginget, mit dem dreirädrigen (Wagen), die Versammlung wünschend;
staumi devā aśvinā nāthito johavīmi tau no muñcatam āgasaḥ ‖
die Götter, die beiden Aśvin, preise ich, Hilfe suchend rufe ich immer wieder; ihr beide sollt uns von Verfehlung lösen.
marutāṃ manve adhi no bruvantu premāṃ vācaṃ viśvām avantu viśve |
Der Maruts gedenke ich; sie sollen für uns eintreten, sie alle sollen diese ganze Rede fördern;
āśūn huve suyamān ūtaye te no muñcantv enasaḥ ‖
die Schnellen, gut Lenkbaren rufe ich zur Hilfe; sie sollen uns von Frevel lösen.
tigmam āyudham īḍitam̐ sahasvad divyam̐ śardhaḥ pṛtanāsu jiṣṇu |
Die scharfe Waffe, gepriesen, siegreich, das himmlische Heer(korps), das in den Kämpfen siegt;
staumi devān maruto nāthito johavīmi te no muñcantv enasaḥ ‖
die Götter, die Maruts, preise ich, Hilfe suchend rufe ich immer wieder; sie sollen uns von Frevel lösen.
viśveṣāṃ devānāṃ manve adhi no bruvantu premāṃ vācaṃ viśvām avantu viśve |
Aller Götter gedenke ich; sie sollen für uns eintreten, sie alle sollen diese ganze Rede fördern;
āśūn huve suyamān ūtaye te no muñcantv enasaḥ ‖
die Schnellen, gut Lenkbaren rufe ich zur Hilfe; sie sollen uns von Frevel lösen.
yad idam abhidāsati pauruṣeyād daivyāt
Was dies hier (uns) bedroht: vom Menschlichen her, vom Göttlichen her –
eveṣṭir astu dvipadaś catuṣpadaḥ |
so sei das Wunschziel (eveṣṭi) [?: eveṣṭi unklar] für Zweifüßer und Vierfüßer;
staumi viśvān devān nāthito johavīmi te no muñcantv enasaḥ ‖
alle Götter preise ich, Hilfe suchend rufe ich immer wieder; sie sollen uns von Frevel lösen.
anv id anumate tvam
„Ja, Anumati, du (hast zugestimmt)“ [Anm.: Zitatanfang];
yat te nāma
„Welchen Namen du (hast)“ [Anm.: Zitatanfang];
vaiśvānaro na ūtaye
„Vaiśvānara (komme) uns zur Hilfe“ [Anm.: Zitatanfang];
pṛṣṭo divi ‖
„Der im Himmel Erfragte“ [Anm.: Zitatanfang].
ye aprathetām amitebhir ojobhir ye pratiṣṭhe abhavatāṃ vasūnām |
Die beiden, die sich mit unermesslichen Kräften ausbreiteten, die beiden, die der Güter Grundlage wurden;
te no muñcatam am̐hasaḥ ‖
ihr beide sollt uns von Bedrängnis lösen.
urvī rodasī varivaḥ kṛṇutaṃ kṣetrasya patnī adhivocataṃ naḥ |
Ihr weiten Welten, schafft Raum; ihr Herrinnen des Ackers (Fluren), sprecht für uns [?];
staumi dyāvāpṛthivī nāthito johavīmi te no muñcatam am̐hasaḥ ‖
Himmel und Erde preise ich, Hilfe suchend rufe ich immer wieder; ihr beide sollt uns von Bedrängnis lösen.
iti śrīmadyajuṣi kāṭhake carakaśākhāyām iṭhimikāyāṃ svargaṃ nāma dvāviṃśaṃ sthānakaṃ saṃpūrṇam ‖
Hiermit ist im heiligen Yajus der Kāṭhaka(-Saṃhitā), in der Caraka-Schule, in der Iṭhimikā, das zweiundzwanzigste Sthānaka, „Svarga“ genannt, vollendet.