agne 'dabdhāyo 'śīrtatana iti
„Agni, unbetrogen, unverletzten Leibes“ [?] – so;
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 31
agne 'dabdhāyo 'śīrtatana iti
„Agni, unbetrogen, unverletzten Leibes“ [?] – so;
yad evāntaryanti yat krūraṃ kurvanti tac chamayati
was sie dazwischenkommen lassen, was sie Blutiges (Grausames) tun, das besänftigt er.
aviṣaṃ naḥ pituṃ kṛdhīti
„Mach uns die Speise giftlos“ – so;
annam evāsmai svadayati
Speise macht er ihm schmackhaft.
sudhīn yonīn suṣadāṃ pṛthivīm iti
„Gut zu gründende Schöße, die gut zu besitzende Erde“ [?] – so;
suṣad evainam̐ sādayati
gut sitzend läßt er ihn sich setzen.
vedir vai devebhyo 'pākrāmat
Die Vedi entwich nämlich vor den Göttern.
tāṃ vedenānvavindan
Sie fanden sie mit dem Veda (Grasbüschel, Besen).
tad vedasya vedatvam
Darin liegt das „Veda-Sein“ des Veda [Anm.: Wortspiel vedi – veda von vid „finden“];
yad vedo bhavati
daß es einen Veda gibt,
vedyā anuvittyai
dient dem Auffinden der Vedi.
strī vai vediḥ pumān vedas
Die Vedi ist nämlich weiblich, der Veda männlich.
yad vedena vedim̐ saṃmārṣṭi
Daß er mit dem Veda die Vedi reinigt,
mithunam eva karoti
damit macht er ein Paar.
prajāpater vā etāni śmaśrūṇi yad vedas
Das sind nämlich Prajāpatis Barthaare, was der Veda ist.
yāṃ patnīṃ kāmayeta putraṃ vindeteti tasyā upastha āsyet
Wessen Gattin er wünscht: „Sie soll einen Sohn finden“, der soll sich in ihrem Schoß niedersetzen [?].
mithunam eva karoti
Ein Paar macht er.
vi vā etad yajñaṃ chinatti yad ardhamāse sam̐sthāṃ gamayati
Das Opfer zerschneidet er nämlich, wenn er es im Halbmonat zum Abschluß bringt.
yad vedam̐ saṃtatam āhavanīyāt stṛṇāti
Daß er den Veda ununterbrochen vom Āhavanīya an ausbreitet,
tenaiva yajñaṃ saṃtanoti
damit verknüpft er das Opfer.
tam̐ saṃtatam uttare 'rdhamāsa ālabhate ‖
Den ununterbrochenen nimmt er im folgenden Halbmonat wieder auf.
eṣa vai vanaspatīnāṃ pariveṣṭā yad upaveṣas
Das ist nämlich der Umwinder der Bäume, was der Upaveṣa (Schürstab) ist.
ya evaṃ vedādabdhā asya veśā bhavanti
Wer so weiß, dessen Häuser (?)/Stäbe [veśa, wohl „Behausung“; Deutung unsicher] sind unbetrogen [?].
purastāt pratyañcam upahanti
Von vorn schiebt er ihn nach rückwärts.
tasmāt pratīcīnāvasitā veśā bhavanti
Daher sind die Häuser nach Westen zu abgeschlossen [?].
sthavimata upahanti
Beim Ältesten (Hausherrn) legt er ihn hin [?].
anativādanā enaṃ veśā bhavanti
Nicht übel beredet sind ihm die Häuser [?].
sarpebhyo vai yajñe kriyate
Für die Schlangen wird nämlich im Opfer (etwas) gemacht;
sarpa upaveṣo valmīka utkaras
die Schlange ist der Upaveṣa, der Termitenhügel der Utkara (Abfallhaufen).
yad upaveṣam utkara upahanti
Daß er den Upaveṣa auf den Utkara legt,
tasmāt sarpāṇāṃ valmīko gṛhāḥ ‖
daher ist der Termitenhügel das Haus der Schlangen.