Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 31

Anuvāka 14 Verse (Mantras) zu Juhū, Upabhṛt, Dhruvā, Vedi und Veda-Besen mit dem Refrain gegen die Nebenbuhler.

syono me sīda suṣadaḥ pṛthivyām uruḥ pṛthuḥ prathamānas svarge |

Angenehm setze dich mir, gut sitzend, auf der Erde, weit, breit, dich ausbreitend im Himmel –

sruvo 'si ghṛtād aniśitas

Sruva bist du, ungeschärft [?] vom Ghee;

sapatnakṣayaṇo divi sīdāntarikṣe pṛthivyām

Gegner-Vernichter, sitze im Himmel, im Luftraum, auf der Erde.

uttamo 'haṃ bhūyāsam adhare matsapatnāḥ ‖

Der Höchste möge ich sein; unten (seien) meine Nebenbuhler.

āroha patho juhu devayānān yatrarṣayo jagmuḥ prathamāḥ purāṇāḥ |

Besteige die Götterwege, Juhū, wohin die ersten alten Seher gegangen sind,

hiraṇyapakṣājirā saṃbhṛtāṅgā vahām̐si sā sukṛtāṃ yatra lokas

goldflügelig, rasch, mit wohlgefügten Gliedern, trägst du, wo die Welt der Gutes Getanen ist.

uttamo 'haṃ bhūyāsam adhare matsapatnāḥ ‖

Der Höchste möge ich sein; unten seien meine Nebenbuhler.

avāhaṃ bādha upabhṛtā dviṣantaṃ jātān bhrātṛvyān ye ca janiṣyamāṇāḥ |

Ich dränge mit der Upabhṛt herab den Hassenden, die geborenen Nebenbuhler und die, die noch geboren werden sollen;

duhe yajñam̐ sudughām iva dhenum

ich melke das Opfer wie eine gut milchende Kuh.

uttamo 'haṃ bhūyāsam adhare matsapatnāḥ ‖

Der Höchste möge ich sein; unten seien meine Nebenbuhler.

yo no vācā manasā durhṛṇāyur hṛdārātīyann abhidāsad agne |

Wer uns mit Wort und Sinn, böse gesinnt, im Herzen feindlich, bedrängt, Agni –

idam asya cittam adharaṃ dhruvāyās

dessen Sinn hier sei unter der Dhruvā;

uttamo 'haṃ bhūyāsam adhare matsapatnāḥ ‖

der Höchste möge ich sein; unten seien meine Nebenbuhler.

yan me agne asya yajñasya riṣyād yad vā skandād ājyasyota viṣṇo |

Was mir, Agni, von diesem Opfer verletzt würde, oder was von der Opferbutter verschüttet würde, Viṣṇu –

tena hanmi sapatnaṃ durhṛṇāyum ainaṃ dadhāmi nirṛtyā upasthe ‖

damit schlage ich den böse gesinnten Gegner; ihn setze ich in Nirṛtis Schoß.

yo naḥ kaniṣṭham iha kāmayātā asmin yajñe yajamānāya mahyam |

Wer uns hier den Geringsten [?] wünscht, in diesem Opfer, dem Opferherrn, mir –

apa tam indrāgnī bhuvanān nudetāṃ prajāṃ videya vājavatīm̐ suvīrām ‖

den sollen Indra und Agni aus den Welten stoßen; Nachkommenschaft möge ich finden, kraftvoll, mit tüchtigen Männern.

ayaṃ vedaḥ pṛthivīm anvavindad guhā hitāṃ gahvareṣu |

Dieser Veda hat die Erde gefunden, die in der Höhle, in den Tiefen verborgen lag;

sa mahyaṃ lokaṃ yajamānāya vindatv acchidraṃ yajñaṃ bhūriretāḥ kṛṇotu ‖

der soll mir, dem Opferherrn, Raum finden; ein lückenloses Opfer, reich an Samen, soll er machen.

stṛṇīta barhiḥ paridhatta vediṃ jāmiṃ mā him̐sīr amuyā śayānām |

Breitet das Opferstreu aus, umgebt die Vedi; verletze nicht die Schwester [?], die dort liegt;

darbhais stṛṇīta haritais suvarṇair niṣkā ete yajamānasya santu ‖

mit grünen Darbha-Halmen, mit goldfarbenen breitet aus; Goldschmuck (niṣka) sollen diese dem Opferherrn sein.

asmin me yajña upa bhūyo astv avikṣodhāya paridhīn dadhāmi |

In diesem meinem Opfer soll mehr dazukommen; damit nichts erschüttert werde, lege ich die Paridhi-Hölzer um;

dhartā vidhartā dharuṇo dharīyān viśvā dveṣām̐si vīto nudantām ‖

Träger, Halter, Stütze, noch mehr tragend – alle Feindseligkeiten sollen sie, weggetrieben, forttreiben.

catuśśikhaṇḍā yuvatis supatnī vinīyamānā mahate saubhagāya |

Die vierzöpfige Jungfrau, gut vermählt, herbeigeführt zu großem Glück,

ghṛtaṃ duhānāditir janāya sā me dhukṣva sarvān bhūtikāmān ‖

Ghee melkend, Aditi, für die Leute – die melke mir alle Wünsche nach Gedeihen.

vedena vediṃ vividuḥ pṛthivyām̐ sā paprathe pṛthivī pārthivāya |

Mit dem Veda fanden sie die Vedi auf der Erde; sie, die Erde, breitete sich aus für den Erdenmächtigen;

garbhaṃ bibharti bhuvaneṣv antas tato yajñas tāyate viśvadānīm ‖

sie trägt den Keim in den Welten; daraus wird das Opfer jetzt (jederzeit) ausgespannt.

viśo yantrī nudamāne arātiṃ viśvaṃ jātam araṇaṃ durhṛṇāyum |

Die Stämme (Geschlechter) lenkend, den Feind wegstoßend, alles Geborene, den Fremden, den böse Gesinnten –

sīdantī devī sukṛtasya loke viśvā dveṣām̐si vīto nudetām ‖

die Göttin, sich niedersetzend in der Welt des Wohlgetanen; alle Feindseligkeiten sollen die beiden, weggetrieben, forttreiben.

āpyāyatāṃ dhruvā ghṛtena yajñiyā yajñaṃ prati devayaḍbhyaḥ |

Es soll schwellen die Dhruvā mit Ghee, die opferwürdige, für das Opfer der Götterverehrer;

sūryāyā ūdho aditer upastha urudhāreva dohatāṃ yajñe asmin ‖

Sūryās Euter, in Aditis Schoß, wie eine Weitströmende, sollen sie melken in diesem Opfer.

payaḥ pṛthivyāṃ paya oṣadhīṣu payo divy antarikṣe payo dhāḥ |

Milch auf der Erde, Milch in den Pflanzen, Milch im Himmel, im Luftraum – Milch hast du gelegt;

payasvatīḥ pradiśas santu mahyam ‖

milchreich sollen die Himmelsgegenden mir sein.