devasya tvā savituḥ prasava iti sphyam ādatte
„Auf des Gottes Savitṛ Antrieb (nehme ich) dich“ – so nimmt er den Spaten (sphya).
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 31
devasya tvā savituḥ prasava iti sphyam ādatte
„Auf des Gottes Savitṛ Antrieb (nehme ich) dich“ – so nimmt er den Spaten (sphya).
savitṛparasūta evainaṃ devatābhir ādatte
Von Savitṛ angetrieben [Text: -para-sūta, wohl verschrieben für -prasūta] nimmt er ihn mit den Gottheiten.
indrasya bāhur asi dakṣiṇas sahasrabhṛṣṭiś śatatejā iti
„Indras rechter Arm bist du, tausendspitzig, hundertschneidig“ [?] – so;
vajro vai sphyas
der Spaten ist nämlich der Donnerkeil;
vajram eva sam̐śyati
den Donnerkeil schärft er.
bhrātṛvyāya prahariṣyan pṛthivi devayajany oṣadhyās te mūlaṃ mā him̐siṣam iti
Auf den Nebenbuhler losschlagend (spricht er): „Erde, Götteropferstätte, der Pflanzen deine Wurzel möge ich nicht verletzen“ – so;
oṣadhīnām ahim̐sāyai
zur Unversehrtheit der Pflanzen.
vrajaṃ gaccha gosthānam iti
„Geh zum Gehege, zum Kuhstand“ – so;
cchandām̐si vai vrajo gosthānas
die Versmaße sind nämlich das Gehege, der Kuhstand;
chandām̐sy evāsmai vrajaṃ gosthānaṃ karoti
die Versmaße macht er ihm zum Gehege, zum Kuhstand.
varṣatu te dyaur iti
„Regnen soll dir der Himmel“ – so;
vṛṣṭim eva ninayati
Regen leitet er herab.
badhāna deva savitaḥ paramasyāṃ pṛthivyām̐ śatena pāśair iti
„Binde, Gott Savitṛ, (ihn) auf der höchsten Erde mit hundert Schlingen“ – so;
dvau vai puruṣasya bhrātṛvyau yaṃ ca dveṣṭi yaś cainaṃ dveṣṭi
zwei Nebenbuhler hat nämlich ein Mann: den, den er haßt, und den, der ihn haßt;
tā evāsya badhnāti paramasyāṃ pṛthivyām̐ śatena pāśais
diese beiden bindet er auf der höchsten Erde mit hundert Schlingen.
drapsas te dyāṃ mā skān iti
„Dein Tropfen soll nicht zum Himmel hin verspritzen“ – so;
yo vā asyā rasas sa drapsas
Der Saft dieser (Erde) ist nämlich der Tropfen;
tam imāḥ prajā upajīvanti
von ihm leben diese Geschöpfe.
tam evāsyāṃ yacchati
Den hält er in ihr fest;
tasyāskandāya
damit er nicht verschüttet wird.
ararur dyāṃ mā paptad iti
„Ararus soll nicht zum Himmel fallen“ – so;
bhrātṛvyo vā ararur
der Nebenbuhler ist nämlich Ararus;
bhrātṛvyam eva svargāl lokāt pratinudate
den Nebenbuhler stößt er von der Himmelswelt zurück.
ararur vai nāmāsura āsīt
Ararus mit Namen war ein Asura.
so 'bibhed yajñena no devā abhibhaviṣyantīti
Der fürchtete: „Durch das Opfer werden uns die Götter überwältigen.“
sa pṛthivīṃ viṣeṇālimpad amedhyāṃ kurvan
Da beschmierte er die Erde mit Gift, um sie unrein zu machen.
indro vai vṛtram ahan
Indra erschlug nämlich den Vṛtra;
tasyemāṃ lohitam anuvyadhāvat
dessen Blut floß über diese (Erde) hin;
tad amedhyābhavat
das wurde unrein [?].
yad uddhanti
Daß man (die Erde) aufgräbt,
yad evāsyā amedhyam ayajñiyaṃ tad apahanti
damit schlägt man das an ihr Unreine, Opferuntaugliche weg.
ararur vai nāmāsura āsīt
Ararus mit Namen war ein Asura.
so 'bibhed devā mā pṛthivyā notsyanta iti
Der fürchtete: „Die Götter werden mich nicht von der Erde vertreiben [?].“
sa pṛthivīm upamrucyāśayat
Er lag, an die Erde geschmiegt, da.
tam indro 'cāyat
Den bemerkte Indra [?].
tam apārarum adevayajanaṃ pṛthivyā devayajanāj jahīti pṛthivyā apāhan
„Schlage den Ararus fort von der Erde, dem Götteropferplatz, (er sei) ohne Opferstätte“ – so schlug er ihn von der Erde weg.
sa divam apatat
Er fiel zum Himmel [?].
ararur dyāṃ mā paptad iti taṃ divaḥ pratyanudata
„Ararus soll nicht zum Himmel fallen“ – so stießen sie ihn vom Himmel zurück.
tato devā abhavan parāsurā abhavan
Daraufhin wurden die Götter (Sieger), die Asuras gingen zugrunde.
yasyaivaṃ viduṣas stambayajur hriyate yasyaivaṃ vidvān haraty ebhya eva lokebhyo bhrātṛvyaṃ nirbhajati bhavaty ātmanā parāsya bhrātṛvyo bhavati
Für wen, der so weiß, der Stambayajus (Büschel-Spruch) hergetragen wird, wer so wissend ihn herträgt: den Nebenbuhler schließt er von diesen Welten aus; er selbst gedeiht, sein Nebenbuhler geht zugrunde.
asurāṇāṃ vā iyaṃ pṛthivy āsīt
Den Asuras gehörte nämlich diese Erde.
te devā abruvan datta no 'syā iti
Die Götter sprachen: „Gebt uns (etwas) von ihr.“
te vai svayaṃ brūdhvam ity abruvan
Diese (Asuras) sagten: „Sprecht doch selbst (was ihr wollt).“ [?]
so 'gnir eva prācīṃ diśam udajayat
Da eroberte Agni die östliche Himmelsrichtung;
vasavo dakṣiṇāṃ rudrāḥ pratīcīm ādityā udīcīm
die Vasus die südliche, die Rudras die westliche, die Ādityas die nördliche.
te devā imām asurāṇām avindanta
Diese Götter gewannen diese (Erde) von den Asuras.
tato devā abhavan parāsurā abhavan
Daraufhin wurden die Götter (Sieger), die Asuras gingen zugrunde.
ya evaṃ vidvān etābhir devatābhir vediṃ parigṛhṇātīmām eva bhrātṛvyasya vindate bhavaty ātmanā parāsya bhrātṛvyo bhavati ‖
Wer so wissend mit diesen Gottheiten die Vedi umgrenzt, gewinnt diese (Erde) vom Nebenbuhler; er selbst gedeiht, sein Nebenbuhler geht zugrunde.
pṛthivyā vai medhyaṃ cāmedhyaṃ ca vyudakrāmat
Von der Erde schied sich nämlich das Reine und das Unreine.
prācīnam udīcīnaṃ medhyam udakrāmat
Das Reine ging nach Osten und Norden;
pratīcīnaṃ dakṣiṇāmedhyam
nach Westen und Süden das Unreine.
prācīm udīcīṃ vediṃ pravaṇāṃ kuryāt
Die Vedi soll er nach Osten und Norden abfallend machen;
medhyām evaināṃ yajñiyāṃ karoti
rein und opfertauglich macht er sie.
atho medhyasya cāmedhyasya ca vyāvṛttyai
Zudem zur Scheidung des Reinen und Unreinen.
prāñcau bāhū unnayati
Die beiden Arme (der Vedi) zieht er nach Osten;
āhavanīyam eva parigṛhṇāti
den Āhavanīya-Feuerplatz umschließt er.
pratīcī śroṇī
Nach Westen die beiden Hüften;
gārhapatyam eva parigṛhṇāti
den Gārhapatya-Feuerplatz umschließt er.
mūlaṃ vai rakṣām̐sy anūtpipate
Zur Wurzel hin fliegen die Rakṣas nämlich nachfolgend auf [?].
na nakhena cchindyāt
Nicht mit dem Nagel soll er schneiden;
yan nakhena cchindyāt kunakhī syāt
wenn er mit dem Nagel schnitte, bekäme er schlechte Nägel.
sphyena cchinatti
Mit dem Spaten schneidet er;
vajro vai sphyas
der Spaten ist nämlich der Donnerkeil;
vajreṇaiva rakṣām̐si hanti ‖
mit dem Donnerkeil schlägt er die Rakṣas.