nirdagdhaṃ rakṣo nirdagdhārātir iti
„Verbrannt ist der Rakṣas, verbrannt der Feind“ – so;
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 31
nirdagdhaṃ rakṣo nirdagdhārātir iti
„Verbrannt ist der Rakṣas, verbrannt der Feind“ – so;
rakṣasām apahatyai
zur Abwehr der Rakṣas.
apāgne agnim āmādaṃ jahīti
„Agni, schlage den rohfleischfressenden Agni weg“ – so;
ya āmāt kravyāt tam apahatya yajñiye devayajana upadadhāti
den, der Rohfleisch-, Leichenfleischfresser ist, schlägt er weg und legt (das Feuer) auf den opfertauglichen Götteropferplatz.
yad adhastād aṅgāram upavartayati
Daß er unten Glut hinwälzt,
asmim̐s tena loke jyotir dhatte
damit legt er in diese Welt Licht;
yad upariṣṭād adhivartayati
daß er oben (Glut) darüberwälzt,
antarikṣe tena jyotir dhatte
damit legt er in den Luftraum Licht.
asā evāsyādityo 'muṣmiṃl loke jyotir bhavati sarve 'smā ime lokā jyotiṣmanto bhavanti
Jene Sonne wird ihm in jener Welt zum Licht; ihm werden alle diese Welten lichtvoll.
trīṇi samīcīnāny upadadhāti
Drei zusammenpassende (Scherben) legt er hin;
trayaḥ prāṇāḥ prāṇo vyāno 'pānas
drei sind die Atemkräfte: Einatem, Zwischenatem, Ausatem;
tān eva yajamāne dadhāti
diese legt er in den Opferherrn.
traya ime lokās
Drei sind diese Welten;
eṣv eva lokeṣv ṛdhnoti ‖
in diesen Welten gedeiht er.
dhruvam asi pṛthivīṃ dṛm̐heti
„Fest bist du; festige die Erde“ – so;
pṛthivīm eva dṛm̐hati
die Erde macht er fest.
āyur dehi prāṇaṃ dehīti
„Gib Leben, gib Atem“ – so;
āśiṣam evāśāste
einen Segenswunsch erbittet er.
dharuṇam asy antarikṣaṃ dṛm̐heti
„Tragend bist du; festige den Luftraum“ – so;
antarikṣam eva dṛm̐hati
den Luftraum macht er fest.
cakṣur dehīti
„Gib Sehkraft“ – so;
āśiṣam evāśāste
einen Segenswunsch erbittet er.
dhartram asi divaṃ dṛm̐heti
„Träger bist du; festige den Himmel“ – so;
divam eva dṛm̐hati
den Himmel macht er fest.
ojo dehi balaṃ dehīti
„Gib Kraft, gib Stärke“ – so;
āśiṣam evāśāste
einen Segenswunsch erbittet er.
dharmāsi diśo dṛm̐heti
„Halter bist du; festige die Himmelsrichtungen“ – so;
diśa eva dṛm̐hati
die Himmelsrichtungen macht er fest.
rayiṃ dehi poṣaṃ dehīti
„Gib Reichtum, gib Gedeihen“ – so;
āśiṣam evāśāste
einen Segenswunsch erbittet er.
yantram asy āśā dṛm̐heti
„Zügel [?] bist du; festige die Weltgegenden (Hoffnungen)“ – so;
āśā eva dṛm̐hati
die Weltgegenden macht er fest.
rūpaṃ dehi varṇaṃ dehīti
„Gib Gestalt, gib Farbe (Glanz)“ – so;
āśiṣam evāśāste ‖
einen Segenswunsch erbittet er.
prajāpatir vai yad agre samabhavat
Als Prajāpati im Anfang entstand,
sa etāvaccha eva samabhavat
entstand er nur in dieser Ausdehnung [?].
ekaṃ vā agre śīrṣṇaḥ kapālam̐ saṃbhavaty atha dvitīyam atha tṛtīyam atha caturtham atha pañcamam atha ṣaṣṭham atha saptamam athāṣṭamam
Zuerst entsteht nämlich am Kopf eine Schädelschale, dann die zweite, dann die dritte, dann die vierte, dann die fünfte, dann die sechste, dann die siebente, dann die achte.
yad aṣṭau samīcīnāny upadadhāti
Daß er acht zusammenpassende (Scherben) hinlegt,
ātmānam evaitad yajamānas sam̐skurute
damit bildet der Opferherr sich selbst zu;
tam̐ sam̐skṛtam amuṣmiṃl loke 'nuparaiti
ihn, den Zugebildeten, folgt er in jener Welt nach [?].
yad aṣṭā upadadhāti
Daß er acht hinlegt,
gāyatrīṃ tac chanda āpnoti ‖
damit erlangt er das Gāyatrī-Versmaß.
yad ekādaśa triṣṭubhaṃ tat
Daß (er) elf (hinlegt), das ist die Triṣṭubh;
yad dvādaśa jagatīṃ tat
daß zwölf, das ist die Jagatī.
chandassaṃmitāny evopadadhāti
Den Versmaßen entsprechend legt er sie hin.
citas stha paricita iti
„Aufgeschichtet seid ihr, ringsum aufgeschichtet“ – so;
sarvāṇy eva yajuṣmanti karoti
alle macht er opferspruchhaltig.
bhṛgūṇām aṅgirasāṃ tapasā tapyadhvam iti
„Durch die Glut der Bhṛgus und Aṅgiras werdet heiß“ – so;
etāsām evaināni devatānāṃ tapasā tapati
mit der Glut eben dieser Gottheiten erhitzt er sie.
yāni gharme kapālāny upacinvanti vedhasa iti
„Welche Scherben im Gharma die Weisen (Vedhas) aufschichten“ – so.
asau vā ādityo gharmas
Jene Sonne ist nämlich der Gharma;
tasya diśaḥ kapālāni
seine Scherben sind die Himmelsrichtungen.
tā evaitad vimuñcati yathāyatanam
Diese löst er damit wieder, jede an ihre Stelle.
pūṣṇas tāny api vrata indravāyū vimuñcatām iti
„Sie alle sollen in Pūṣans Satzung Indra und Vāyu lösen“ – so;
indravāyū evaiṣāṃ vimotārau karoti ‖
Indra und Vāyu macht er zu deren Lösern.