prajās sṛṣṭvām̐ho 'vejya vṛtram̐ hatvā te 'mṛtatvam akāmayanta
Nachdem sie die Geschöpfe geschaffen, die Bedrängnis abgesühnt und Vṛtra erschlagen hatten, wünschten sie sich Unsterblichkeit.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 36
prajās sṛṣṭvām̐ho 'vejya vṛtram̐ hatvā te 'mṛtatvam akāmayanta
Nachdem sie die Geschöpfe geschaffen, die Bedrängnis abgesühnt und Vṛtra erschlagen hatten, wünschten sie sich Unsterblichkeit.
svargo vai loko 'mṛtatvam
Die Himmelswelt ist Unsterblichkeit.
dvādaśa māsās saṃvatsaras svargo lokas
Zwölf Monate bilden das Jahr; das Jahr ist die Himmelswelt.
yad dvādaśāhutayas
Dass es zwölf Spenden sind,
amṛtatvam eva tena spṛṇoti
dadurch erlangt er eben Unsterblichkeit.
saṃ vā etat saṃvatsaram akṛkṣat
Er hat das Jahr zusammengezogen [?].
āpad vā etat saṃvatsaram
(Oder:) Er hat das Jahr in Not (Gefahr) gebracht [?].
yat ṣaṭṣaṭ saṃpādayati
Dass er sechs und sechs vollmacht,
ṣaḍ vā ṛtavas
sind es sechs Jahreszeiten.
ṛtūn evaitat punar apipādayati
Die Jahreszeiten lässt er damit wieder zum Fortgang kommen.
tān apipadyamānān anvapipadyate
Er folgt ihnen, die vorangehen, nach.
tataḥ prajāyate
Daraus wird gezeugt.
ati vā etat saṃvatsaram agāt
Er ist über das Jahr hinausgegangen [?],
yad dvādaśāhutayas
(nämlich) mit zwölf Spenden.
saṃvatsaram evābhiparyāvartate
Er kehrt eben zum Jahr zurück.
āpad vā etat saṃvatsaram
Dies ist das Jahr der Gefahr [?].
pitara ṛtavas
Die Ahnen (pitṛ) sind die Jahreszeiten.
tam eva prajanayati
Ihn (den Opferherrn) lässt er neu zeugen.
taṃ prajāyamānam anuprajāyate
Ihm, dem Gezeugten, wird nachgezeugt.
etad vā asya saṃvatsaro 'bhīṣṭo 'bhūd abhīṣṭā ṛtavas
Damit wurde ihm das Jahr wohlgewollt (gewonnen), wohlgewollt die Jahreszeiten.
athāsya pitaro 'nabhīṣṭās
Dann waren ihm die Ahnen nicht gewonnen,
yad eṣa pitṛyajñas
nämlich durch dieses Ahnenopfer (pitṛyajña).
tenāsya pitaro 'bhīṣṭāḥ prītā bhavanti ‖
Dadurch werden ihm die Ahnen gewonnen und erfreut.
dakṣiṇato nirupyam
Es ist im Süden hinzustellen (darzubringen),
dakṣiṇā hi pitṝṇām
denn der Süden gehört den Ahnen.
ubhayato nirupyam
Nach beiden Seiten soll man es hinstellen,
ubhaye hījyante
denn beide (Götter und Ahnen) werden verehrt [?].
tat tan na sūrkṣyam
Das ist nicht zu beachten [?].
dakṣiṇata eva nirupyam
Nur im Süden ist es hinzustellen,
dakṣiṇā hi pitṝṇām
denn der Süden gehört den Ahnen.
ṣaṭkapālaḥ puroḍāśo bhavati
Es ist ein Opferkuchen (puroḍāśa) auf sechs Scherben,
ṣaḍ vā ṛtavas
denn es sind sechs Jahreszeiten;
ṛtava evāsya tenābhīṣṭāḥ prītā bhavanti
dadurch werden ihm die Jahreszeiten eben gewonnen und erfreut.
na vai dhānābhir na manthena yajñas
Weder mit Röstkorn noch mit Rührtrank allein (wird) das Opfer (vollzogen).
yad eṣa puroḍāśas tena yajñaḥ kriyate
Durch diesen Opferkuchen wird das Opfer vollzogen.
athaitā dhānās
Nun dieses Röstkorn (dhānā):
sudhā vā etā amuṣmiṃl loke 'parimitās samvatsarasya rātrayas
Dies sind im Jenseits die Labetränke (sudhā), die unermesslichen Nächte des Jahres [?].
tā evāsyaitābhir abhīṣṭāḥ prītā bhavanti
Diese werden ihm dadurch eben gewonnen und erfreut.
na vai dhānābhir na puroḍāśena pitṛyajñas
Weder mit Röstkorn noch mit Opferkuchen allein (wird) das Ahnenopfer (vollzogen).
yad eṣa manthas tena pitṛyajñas
Durch diesen Rührtrank (mantha) (wird) das Ahnenopfer (vollzogen).
abhivānyavatsāyā dugdhe bhavati
Er ist aus der Milch einer Kuh, deren Kalb einer anderen Kuh gehört (abhivānyā) [?].
sā hi pitṝṇām
Diese gehört den Ahnen.
nediṣṭham ekayopamanthati
Er rührt mit einem einzigen (Stab) ganz nahe [?].
ekalokā hi pitaras
Denn die Ahnen haben eine gemeinsame Welt.
dakṣiṇopamanthati
Nach Süden hin rührt er.
dakṣiṇā hi pitṝṇām
Denn der Süden gehört den Ahnen.
anārabhyopamanthati
Ohne zu berühren [?] rührt er,
tad dhi pitṝn gacchati ‖
denn so geht es zu den Ahnen.