na prācy uddhatyā
Nicht nach Osten ist (das Feuer) herauszunehmen [?],
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 36
na prācy uddhatyā
Nicht nach Osten ist (das Feuer) herauszunehmen [?],
pitṛyajño hi
denn es ist ein Ahnenopfer;
na dakṣiṇā
nicht nach Süden,
yajño hi
denn es ist auch das (Götter-)Opfer.
ubhe diśā antaroddhanti
Sie nehmen (es) zwischen beiden Himmelsrichtungen heraus.
ubhaye hījyante
Denn beide (Götter und Ahnen) werden verehrt.
ubhayān eva vyaśnoti devām̐ś ca pitṝm̐ś ca
Beide erreicht er eben, Götter und Ahnen.
catussraktir vedir bhavati
Die Altarfläche (Vedi) ist vierseitig (vierecksbegrenzt).
sarvāsu hi dikṣu pitaraḥ
Denn in allen Himmelsrichtungen sind die Ahnen.
pariśrite yājayanti
Sie lassen in einer umschlossenen (Stätte) opfern,
antarhitā hy amuṣmād ādiyāt pitaras
denn die Ahnen sind verborgen; sie mögen (das Opfer) von jenem (Orte) nehmen [?].
atho antarhitā hi devebhyaś ca manuṣyebhyaś ca pitaras
Und die Ahnen sind ja verborgen vor den Göttern und den Menschen [?].
upamūlaṃ barhir dāti
Er schneidet das Barhis nahe der Wurzel ab.
tena pitṝṇām
Damit (gilt es) den Ahnen.
yad ṛtemūlam
Was ohne Wurzel (abgeschnitten wird),
tena devānām
damit (gilt es) den Göttern.
ubhaye hījyante
Denn beide werden verehrt.
samantaṃ barhis stṛṇan paryeti
Das Barhis ringsum streuend geht er herum.
samantam̐ hīma ṛtavaḥ pariviṣṭās
Denn diese Jahreszeiten sind ringsum umgeben (bedient).
eti vā eṣo 'smāl lokād yaḥ pitṛyajñaṃ paryeti
Wer das Ahnenopfer umschreitet, der geht aus dieser Welt fort.
yad astṛṇan punaḥ paryeti
Dass er, ohne zu streuen, wieder umschreitet,
imam eva lokam upāvartate
damit kehrt er eben zu dieser Welt zurück.
amuṣmin vai pūrvasmin devatā yajanti
In jenem früheren (Ritual) opfert man den Gottheiten.
yat tatra yajed āhutīs sam̐sṛjet
Würde er dort opfern, so würde er die Spenden vermengen.
samadaṃ kuryāt
Er würde ein Durcheinander schaffen [?].
gārhapatye śṛtaṃ kurvanti
Sie lassen (den Brei) im Gārhapatya-Feuer gar werden.
tena yajñaḥ kriyate
Dadurch wird das Opfer vollzogen.
odanapacanād agnim āharanti
Aus dem Herd des Reisbreikochens holen sie das Feuer.
tad u svin nānyata āhriyate
Nun wird es doch nicht von anderswoher geholt [?].
uśantas tvā havāmaha ity anvāha
Er spricht nach: „Verlangend rufen wir dich“ [Anm.: Vers, wohl nach RV 10,16 oder ähnlich, [?]].
uśanto hi pitaras
Denn die Ahnen sind verlangend.
anuṣṭubham anvāha
Er spricht einen Anuṣṭubh-Vers nach.
anto vā anuṣṭub
Die Anuṣṭubh ist das Ende;
antaḥ pitaras
die Ahnen sind das Ende.
atho anuṣṭub bhi sarvāṇi cchandām̐si
Und in der Anuṣṭubh sind alle Versmaße.
ekām anvāha
Einen (Vers) spricht er nach,
ekalokā hi pitaras
denn die Ahnen haben eine gemeinsame Welt.
trir anvāha
Dreimal spricht er nach,
tṛtīye hi loke pitaras
denn die Ahnen sind in der dritten Welt.
yad ekām anvāha
Dass er einen nachspricht,
tena pitṝṇām
damit (gilt es) den Ahnen;
yat trir anvāha
dass er dreimal nachspricht,
tena devānām
damit den Göttern.
ubhaye hījyante
Denn beide werden verehrt.
nārṣeyaṃ vṛṇīte na hotāram
Er wählt (dabei) keine Ṛṣi-Abstammungsformel (ārṣeya) und keinen Hotṛ.
mṛtyor evainā utsṛjati
Er entlässt diese eben vom Tod.
apabarhiṣaḥ prayājān yajati
Er opfert die Vor-Opfer ohne Barhis.
prajā vai barhiḥ
Die Geschöpfe sind das Barhis;
prajā eva mṛtyor utsṛjati
die Geschöpfe eben entlässt er vom Tod.
saṃvyayate vai manuṣyebhyaḥ kariṣyan
Wer für Menschen etwas tun will, legt (das Obergewand) um.
dakṣiṇato devebhya upavyayate
Für die Götter legt er es rechts (über die Schulter) um [?].
athātra prācīnāvītena bhavyam
Hier nun ist mit der Opferschnur über der rechten Schulter (prācīnāvīta) zu verfahren,
vyāvṛttyai
zur Unterscheidung.
dakṣiṇato 'vadāyodaṅṅ atikramya dakṣiṇāvṛtya juhoti
Nachdem er im Süden (die Anteile) abgeschnitten, nach Norden hinübergegangen ist und sich nach rechts gewendet hat, opfert er.
dakṣiṇā hi pitṝṇām ‖
Denn der Süden gehört den Ahnen.