yatīn vai sālāvṛkeyā ādan
Die Wolfsartigen (sālāvṛkeya) fraßen nämlich die Yati-Asketen.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 36
yatīn vai sālāvṛkeyā ādan
Die Wolfsartigen (sālāvṛkeya) fraßen nämlich die Yati-Asketen.
teṣām etāni śīrṣāṇi yat kharjūrās
Dies sind deren Köpfe, nämlich die Datteln (kharjūra) [?].
somapītha eṣa udīṣati yat karīrāṇi
Was die Karīra-Früchte betrifft: das ist ein Somatrunk, der emporsteigt [?].
yat karīrāṇi bhavanti
Dass es Karīra-Früchte sind,
somapītham evāvarunddhe
damit gewinnt er eben den Somatrunk.
prajāpater vā etaj jyeṣṭhaṃ tokaṃ yat parvatās
Dies ist Prajāpatis ältester Sprössling, nämlich die Berge.
te pakṣiṇa āsan
Sie waren geflügelt.
te yatrayatrākāmayanta tat parāpātam āsata
Wohin immer sie wollten, dorthin flogen sie und ließen sich nieder.
atha vā iyaṃ tarhi śithilāsīt
Damals war diese (Erde) locker.
teṣām indraḥ pakṣān acchinat
Ihnen schnitt Indra die Flügel ab.
tair imām adṛm̐hat
Damit machte er diese (Erde) fest.
ye pakṣā āsam̐s te jīmūtā abhavan
Die Flügel, die es gab, wurden zu Regenwolken (jīmūta).
tasmāt te girim upaplavante
Darum schweben sie zum Berg hin;
yonir hy eṣām eṣa
denn dies ist ihr Schoß.
tasmād girau bhūyiṣṭhaṃ varṣati
Darum regnet es am meisten am Berg.
yat prākṣarat tāni karīrāṇi
Was hervorfloss, das sind die Karīra-Früchte.
tad etat prāvṛṣy ujjīmūtāḥ plavante
So schwimmen (ziehen) in der Regenzeit die Wolken empor.
yajante varuṇapraghāsais
Man opfert mit den Varuṇapraghāsas.
vṛṣṭim eva saṃtanoti
Den Regen eben spannt er aus.
tasmāt tarhi bhūyiṣṭhaṃ varṣati
Darum regnet es dann am meisten,
vṛṣṭim̐ hi saṃtanoti
denn er spannt den Regen aus.
na vaiśvadeva uttaravedim upavapanti
Beim Vaiśvadeva streut man keine Uttaravedi auf.
upātra vapanti
Man streut sie „bei den Essern“ [?] auf.
prajātā eva prajāḥ parigṛhṇāti
Die gezeugten Geschöpfe eben umfasst er.
yottarā vedir yā atrīḥ prajās tāsām̐ sā yonis tās tām anuprajāyante
Die obere Altarfläche ist der Schoß derjenigen Geschöpfe, die Fresser sind; diese pflanzen sich ihr nach fort.
yā dakṣiṇā vedir yā ādyāḥ prajās tāsām̐ sā yonis tās tām anuprajāyante
Die südliche Altarfläche ist der Schoß derjenigen Geschöpfe, die gefressen werden; diese pflanzen sich ihr nach fort.
ubhayīr evaitad atrīś cādyāś ca prajāḥ prajanayati
So lässt er beiderlei Geschöpfe zeugen, die Fresser und die Gefressenen.
ayaṃ vāva hasta āsīn nāyam
Nur diese (eine) Hand war da, nicht diese (andere).
yaiṣā dvitīyā vedis tayemaṃ dvitīyam̐ hastam avindan
Durch die zweite Altarfläche fanden sie diese zweite Hand.
tasmād eṣa etasya pariveṣṭā
Darum ist dieser (Pratiprasthātṛ) der Umgeber (Diener) von jenem.
aparajo hi
Er ist nämlich der Nachgeborene.
tasmāt kanīyāñ jyāyām̐saṃ pariveveṣṭi
Darum bedient der Jüngere den Älteren.
same kārye
Beide (Flächen) sind gleich zu machen.
samau hīmau hastā asaṃbhinne bhavatas
Denn diese beiden Hände sind gleich und nicht vermischt.
am̐haso 'veṣṭyai
Zur Abtrennung der Bedrängnis.
yat saṃbhindyur anaveṣṭam am̐has syāt
Würden sie (die Flächen) sich vermengen, so bliebe die Bedrängnis unabgesühnt.
ekasphyām anu saṃbhindanti
Sie verbinden sie entlang einer einzigen Furche (Spur) [?],
anusaṃtatyai
zur ununterbrochenen Fortsetzung.
upottarāṃ vapanti
Sie streuen bei der oberen (Fläche) auf,
na dakṣiṇām
nicht bei der südlichen,
anabhyārohāya ‖
damit man nicht hinüberkommt (hinaufgelangt) [?].
kṣatraṃ vai varuṇo viṇ marutas
Varuṇa ist die Herrschaft (kṣatra), die Maruts sind das Volk (viś).
nānā yajanti
Getrennt opfern sie,
pāpavasīyasasya vyāvṛttyai
um das Übel des Besseren [?] abzuwenden.
yad adhvaryuḥ karoti tat pratiprasthātā karoti
Was der Adhvaryu tut, das tut der Pratiprasthātṛ (nach).
tasmād yad rājā karoti tad viṭ karoti
Darum tut das Volk, was der König tut.
na vaiśvadeve trim̐śad āhutayas santi na sākamedheṣu
Weder beim Vaiśvadeva noch bei den Sākamedhas gibt es dreißig Spenden;
varuṇapraghāseṣu vāva trim̐śad āhutayas
nur bei den Varuṇapraghāsas gibt es dreißig Spenden.
vairājaḥ puruṣas
Der Mensch gehört zur Virāj.
daśa hastyā aṅgulayo daśa padyā daśa prāṇās tat trim̐śat
Zehn Finger der Hände, zehn Zehen der Füße, zehn Lebensatem – das sind dreißig.
trim̐śadakṣarā virāḍ
Die Virāj hat dreißig Silben.
vairājaḥ puruṣas
Der Mensch gehört zur Virāj.
yad etarhy avabhṛtham avaiti
Dass er jetzt zum Abschlussbad (avabhṛtha) geht,
ātmānam evām̐ho 'vayajate
damit sühnt er sich selbst eben von der Bedrängnis ab.
yad vai yajñasya svagākṛtiṃ na prāpnoti varuṇas tad gṛhṇāti
Was am Opfer die (rechte) Vollendung nicht erreicht, das ergreift Varuṇa [?].
yan niṣkāṣeṇāvabhṛtham avaiti
Dass er mit dem Reinigungswasser [?] zum Abschlussbad geht,
yad eva varuṇagṛhītaṃ tena varuṇaṃ niravadayate
damit gliedert er, was von Varuṇa ergriffen ist, aus Varuṇa aus.
atho yad evātra varuṇasya nyaktaṃ tasya niravattyai
Und zur Aussonderung dessen, was hier von Varuṇa an Spuren zurückblieb.
anapekṣamāṇā āyānti
Ohne zurückzublicken kommen sie herbei,
varuṇasyānanvavāyāya
damit Varuṇa nicht nachfolgt.
edho 'sy edhiṣīmahīti
„Brennholz bist du; mögen wir gedeihen“ – so.
varuṇam eva niravadāyaidhatum upayanti
Varuṇa ausgesondert, gehen sie zum Gedeihen hin.
samid asi samedhiṣīmahīti
„Scheit bist du; mögen wir zusammen entflammen“ – so.
āśiṣam evāśāste
Den Wunsch eben spricht er aus.
tejo 'si tejo mayi dhehīti
„Glanz (tejas) bist du; lege Glanz in mich“ – so.
teja evātmandhatte ‖
Glanz eben legt er in sein Selbst.