kayā naś citra ābhuvad ūtī sadāvṛdhas sakhā |
Auf welche Weise ist er, der Wunderbare, uns zur Hilfe geworden, der stets Mehrende, der Freund,
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 39
kayā naś citra ābhuvad ūtī sadāvṛdhas sakhā |
Auf welche Weise ist er, der Wunderbare, uns zur Hilfe geworden, der stets Mehrende, der Freund,
kayā śaciṣṭhayā vṛtā ‖
mit welcher kraftvollsten Tat?
kas tvā satyo madānāṃ mam̐hiṣṭho matsad andhasaḥ |
Welcher wahrhaftige, freigebigste der Rauschtränke soll dich berauschen vom Somatrank (andhas),
dṛḍhā cid āruje vasu ‖
um selbst Festes, das Gut, aufzubrechen?
abhī ṣu ṇas sakhīnām avitā jaritṝṇām |
Sei uns zugewandt als Beschützer der Freunde, der Sänger;
śataṃ bhavāsy ūtibhiḥ ‖
hundertfach sollst du sein mit deinen Hilfen.
indro dadhīco asthabhir vṛtrāṇy apratiṣkutaḥ |
Indra hat mit den Knochen des Dadhyañc, ohne Widerstand zu finden, die Vṛtras
jaghāna navatīr nava ‖
erschlagen, neunmal neunzig.
icchann aśvasya yac chiraḥ parvateṣv apaśritam |
Als er den Kopf des Rosses suchte, der in den Bergen verborgen lag,
avindac charyaṇāvati ‖
fand er ihn im Śaryaṇāvant (See/Gebiet).
atrāha gor amanvata nāma tvaṣṭur apīcyam |
Da gedachten sie hier des verborgenen Namens der Kuh, des Tvaṣṭṛ [?];
itthā candramaso gṛhe ‖
so im Haus des Mondes [?].
tam indraṃ vājayāmasi mahe vṛtrāya hantave |
Diesen Indra wollen wir zum Sieg treiben, zur großen Tötung des Vṛtra;
sa vṛṣā vṛṣabho bhuvat ‖
er soll als Stier, als Bulle, sein.
indras sa dāmane kṛta ojiṣṭhas sa bale vṛdhī |
Indra ist zum Geben gemacht, er, der Kraftvollste, wächst an Stärke,
dyumnī śuklī sa somyaḥ ‖
glanzvoll, leuchtend, er, der Soma-Würdige.
girā vajro na saṃbhṛtas sabalo anapacyutaḥ |
Durch das Lied gesammelt wie der Vajra, mit Kraft, unerschüttert,
vavakṣa ugro astṛtaḥ ‖
ist der Gewaltige, Unbesiegte, erstarkt.
indram id gāthino bṛhad indram arkebhir arkiṇaḥ |
Indra ja [preisen] die Gāthā-Sänger mit dem Bṛhat, Indra die Arka-Sänger mit Arka-Liedern;
indraṃ vāṇīr anūṣata ‖
Indra haben die Stimmen angejubelt.
indra id dharyos sacā saṃmiśla ā vacoyujā |
Indra ist der Gefährte seiner beiden Falben, vermischt [mit ihnen], auf Zuruf angeschirrt;
indro vajrī hiraṇyayaḥ ‖
Indra, der Vajra-Träger, der goldene.
indra vājeṣu no vaha sahasrapradhaneṣu ca |
Indra, führe uns in den Wettkämpfen und in den tausendfachen Beutekämpfen [?],
ugra ugrābhir ūtibhiḥ ‖
Gewaltiger, mit gewaltigen Hilfen.
abhi tvā śūra nonumo 'dugdhā iva dhenavaḥ |
Auf dich hin, Held, rufen wir laut, wie ungemolkene Kühe;
īśānam asya jagatas svardṛśam īśānam indra tasthuṣaḥ |
den Herrscher dieser beweglichen Welt, den Himmelsschauenden, den Herrscher, Indra, über das Stehende,
īśānam indra tasthuṣaḥ ‖
den Herrscher, Indra, über das Stehende.
na tvāvām̐ anyo divyo na pārthivo na jāto na janiṣyate |
Keiner wie du, weder ein anderer himmlischer, noch irdischer, ist geboren oder wird geboren werden.
aśvāyanto maghavann indra vājino gavyantas tvā havāmahe ‖
Nach Rossen begehrend, freigebiger Indra, siegreiche, nach Kühen begehrend, rufen wir dich an.
tvām id dhi havāmahe sātā vājasya kāravaḥ |
Dich ja rufen wir an, die Sänger, zum Gewinn der Beute;
tvāṃ vṛtreṣv indra satpatiṃ naras tvāṃ kāṣṭhāsv arvataḥ |
dich, Indra, den Herrn der Guten, in den Vṛtra-Kämpfen die Männer, dich in den Wettläufen der Renner;
tvāṃ kāṣṭhāsv arvataḥ ‖
dich in den Wettläufen der Renner.
sa tvaṃ naś citra vajrahasta dhṛṣṇuyā mahas stavāno adrivaḥ |
Du, Wunderbarer, Vajra-Händiger, kühn, der große, gepriesen, Steinträger,
mahas stavāno adrivas
der große, gepriesen, Steinträger:
gām aśvaṃ rathyam indra saṃkira satrā vājaṃ na jigyuṣe ‖
Kuh, Ross, Wagengespann, Indra, streue zusammen, immer wieder Beute, wie einem Sieger.
yajñāyajñā vo agnaye girāgirā ca cakṣase |
Bei jedem Opfer, bei jedem Lied für euren Agni, zum Schauen [?] –
prapra vayam amṛtaṃ jātavedasaṃ priyaṃ mitraṃ na śam̐siṣam |
immer wieder wollen wir den Unsterblichen, den Jātavedas, preisen, den lieben, wie einen Freund.
priyaṃ mitraṃ na śam̐siṣam ‖
Den lieben wie einen Freund wollen wir preisen.
ūrjo napātam̐ sa hināyam asmayur dāśema havyadātaye
Den Sohn der Kraft – er ist ja uns zugetan [?] – wollen wir bedienen zur Darbringung der Opfergabe,
dāśema havyadātaye |
wir wollen bedienen zur Darbringung der Opfergabe.
bhuvad vājeṣv avitā bhuvad vṛdha uta trātā tanūnām ‖
Er soll in den Wettkämpfen Beschützer sein, soll Mehrer sein und der Retter der Leiber.