Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 8

Hymne 8.13 Preis des Schmalzes (Ghṛta)

samudrād ūrmir madhumām̐ ud ārad / upāṃśunā sam amṛtatvam ānaṭ | / ghṛtasya nāma guhyaṃ yad asti / jihvā devānām amṛtasya nābhiḥ ||

Aus dem Meer stieg die honigreiche Woge auf; / mit dem Flüstern erlangte [sie] Unsterblichkeit. / Der geheime Name des Schmalzes, das es gibt: / Zunge der Götter, Nabel der Unsterblichkeit.

vayaṃ nāma pra bravāmā ghṛtasya- / -asmin yajñe dhārayāmā namobhiḥ | / upa brahmā śṛṇavac chasyamānaṃ / catuḥśṛṅgo 'vamīd gaura etat ||

Wir wollen den Namen des Schmalzes verkünden, / in diesem Opfer mit Verbeugungen bewahren. / Der Brahman-Priester soll das Gesagte hören: / der Vierhörnige, Gaura [Büffel], hat dies ausgespien.

catvāri śṛṅgā trayo asya pādā / dve śīrṣe sapta hastāso asya | / tridhā baddho vṛṣabho roravīti / maho devo martyām̐ ā viveśa ||

Vier Hörner, drei Füße hat er, / zwei Köpfe, sieben Hände hat er. / Dreifach gebunden brüllt der Stier; / der große Gott ist in die Sterblichen eingegangen.

tridhā hitaṃ paṇibhir guhyamānaṃ / gavi devāso ghṛtam anv avindan | / indra ekaṃ sūrya ekaṃ jajāna / venād ekaṃ svadhayā niṣ ṭatakṣuḥ ||

Dreifach niedergelegt, von den Paṇis verborgen, / fanden die Götter das Schmalz in der Kuh. / Indra erzeugte eines, Sūrya eines; / eines schnitzten sie aus Vena mit Eigenkraft.

etā arṣanti hṛdyāt samudrāc / chatavrajā ripuṇā nāvacakṣe | / ghṛtasya dhārā abhi cākaśīmi / hiraṇyayo vetaso madhya āsām ||

Diese strömen aus dem herzhaften Meer, / hundert Pfade [gehend], vom Feind nicht zu erblicken. / Die Ströme des Schmalzes betrachte ich; / goldig ist der Rohrstab in ihrer Mitte.

samyak sravanti sarito na dhenā / antar hṛdā manasā pūyamānāḥ | / ete arṣanty ūrmayo ghṛtasya / mṛgā iva kṣipaṇor īṣamāṇāḥ ||

Zusammen fließen sie, wie Flüsse, [die] Milchkühe, / innen im Herzen, vom Sinn geläutert. / Diese Wogen des Schmalzes strömen / wie Hirsche, vom Schützen gescheucht [?].

sindhor iva prādhvane śūghanāso / vātaḥ pramīyaḥ patayanti yahvāḥ | / ghṛtasya dhārā aruṣo na vājī / kāṣṭhā bhindann ūrmibhiḥ pinvamānaḥ ||

Wie eines Stromes im Abhang, schnell, / fliegen die Stürme, die Windbewegten, die Jungen. / Die Ströme des Schmalzes [sind] wie ein rotes Ross, / die Schranken durchbrechend, mit Wogen anschwellend.

abhi pravanta samaneva yoṣāḥ / kalyāṇyaḥ smayamānāso agnim | / ghṛtasya dhārāḥ samidho nasanta / tā juṣāṇo haryati jātavedāḥ ||

Sie strömen herzu, wie Frauen zur Versammlung, / schöne, lächelnd, zu Agni. / Die Ströme des Schmalzes umfassen die Brennhölzer; / sie genießend begehrt Jātavedas [sie].

kanyā iva vahatum etavā u / añjy añjānā abhi cākaśīmi | / yatra somaḥ sūyate yatra yajño / ghṛtasya dhārā abhi tat pavante ||

Wie Mädchen, die zur Hochzeit ziehen wollen, / geschmückt mit Salbe, betrachte ich [sie]. / Wo Soma gepresst wird, wo das Opfer ist, / dahin strömen die Ströme des Schmalzes.

abhy arṣata suṣṭutiṃ gavyam ājīm / asmāsu bhadrā draviṇāni dhatta | / imaṃ yajñaṃ nayata devatā no / ghṛtasya dhārā madhumat pavante ||

Strömt zu dem guten Lobgesang, zum Rinderkampf; / gebt uns gute Güter. / Führet dieses Opfer, ihr Gottheiten, für uns; / die Ströme des Schmalzes strömen honigreich.

dhāman te viśvaṃ bhuvanam adhi śritam / antaḥ samudre hṛdy antar āyuṣi | / apām anīkāt samithād ya ābhṛtas / tam aśyāma madhumantaṃ ta ūrmim ||

In deinem Bereich ist das ganze Weltall gestützt: / im Meer, im Herzen, im Leben. / [Die Woge], die aus der Wasserfront, aus dem Treffen gebracht ist: / diese deine honigreiche Woge möchten wir genießen.