Zwei verschiedengestaltige [Wesen] wandeln, jedes auf eigenem Ziel; / eines nach dem anderen lässt das Kalb saugen. / Bei der einen wird [er] falb, eigenkräftig, / bei der anderen wird [er] strahlend hell, glänzend gesehen.
Zehn unermüdliche Mädchen brachten ihn hervor, / den Keim des Tvaṣṭṛ, [bei] der Zange [?]. / Ihn, den Scharfschneidigen, von eigenem Ruhm unter den Menschen, / den Leuchtenden führen sie ringsum.
trīṇī jānāt prati bhūṣanty asya / samudra ekaṃ divy ekam apsu | / pūrvām anu pra diśaṃ pārthivānām / ṛtūn praśāsad vi dadhāv anuṣṭhu ||
Drei kennen [die Wesen] und schmücken sich ihm: / eines im Meer, eines im Himmel, eines in den Wassern. / Nach der früheren Richtung der Erdenbewohner / hat er, die Jahreszeiten regierend, gut geordnet.
Wer hat dieses eure Verborgene erkannt? / Das Kalb hat die Mütter mit Eigenkraft erzeugt. / Der Keim vieler Wasser, aus dem Schoße, / der große Dichter, Eigenkräftige, geht hervor.
Sichtbar wächst der Liebliche unter ihnen, / aufrecht im Schoß der gebogenen, eigenkräftigen. / Beide fürchten sich vor dem Geborenwerdenden des Tvaṣṭṛ, / [und] wenden sich einander zu, dem Löwen zugewandt.
ubhe bhadre joṣayete na mene / gāvo na vāśrā upa tasthur evaiḥ | / sa dakṣāṇāṃ dakṣapatir babhūva- / -añjanti yaṃ dakṣiṇato havirbhiḥ ||
Beide, [die] Schönen, sind ihm zugetan, nicht wie Weiber [?]; / wie brüllende Kühe treten sie herzu mit Eifer. / Er ist der Herr der Gewandten unter den Gewandten geworden, / den man von Süden mit Opfergaben salbt.
Er streckt [sich] wie Savitṛ [Gott] die Arme aus, / die beiden Säume [Enden] strebend, furchtbar strahlend. / Er treibt das leuchtende Gewand ... hoch; / die neuen Kleider lässt er von den Müttern.
Eine glänzende, höhere Gestalt macht er, / wenn er den Sitz mit Milch und Wasser mischt. / Der Dichter reibt den Grund ringsum sauber, der Sinn; / diese ist die Götterschaft, die Versammlung geworden.
uru te jrayaḥ pary eti budhnaṃ / virocamānaṃ mahiṣasya dhāma | / viśvebhir agne svayaśobhir iddho / 'dabdhebhiḥ pāyubhiḥ pāhy asmān ||
Weit geht dein Lauf ringsum den Grund, / den leuchtenden Wohnsitz des Büffels. / Von allen eigenen Ruhmestaten, Agni, entzündet, / schütze uns mit den unbetrügbaren Hütern.
Trockenes macht der Strom [zum] Weg, [die] Woge; / mit hellen Wogen erreicht er die Erde. / Alles Uralte trägt er in den Bäuchen, / unter den neuen Gebärenden wandelt er.
evā no agne samidhā vṛdhāno / revat pāvaka śravasā vi bhāhi | / tan no mitro varuṇo māmahantām / aditiḥ sindhuḥ pṛthivī uta dyauḥ ||
So, Agni, durch Brennholz wachsend, / leuchte reich, Reiniger, mit Ruhm. / Das mögen uns Mitra, Varuṇa gewähren, / Aditi, der Strom, die Erde und der Himmel.