Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 13

Anuvāka 14 Mantras beim Rossopfer-artigen Anschirren und Wettlauf der Renner (Savitṛ, Gandharva, Vājin-Verse).

deva savitaḥ prasuva yajñaṃ prasuva yajñapatiṃ bhagāya |

Gott Savitṛ, treibe an das Opfer, treibe an den Opferherrn zum Glück (bhaga).

divyo gandharvaḥ ketapūḥ ketaṃ punātu

Der himmlische Gandharva, der Läuterer der Einsicht, läutere unsere Einsicht;

vācaspatir vācam adya svadāti naḥ ‖

der Herr der Rede mache uns heute die Rede schmackhaft.

vājasya nu prasave mātaraṃ mahīm aditiṃ nāma vacasā karāmahe |

Im Antrieb der Stärke [vāja] wollen wir jetzt die große Mutter, Aditi mit Namen, durch das Wort (zu uns) machen [?],

yasyām idaṃ viśvaṃ bhuvanam āviveśa tasyāṃ no devas savitā dharmam̐ sāviṣat ‖

in der diese ganze Welt eingegangen ist; in ihr möge uns der Gott Savitṛ die Ordnung (dharman) antreiben.

apsv antar amṛtam apsu bheṣajam apām uta praśastiṣu |

In den Wassern ist Unsterblichkeit, in den Wassern Heilmittel; und bei der Preisung der Wasser –

aśvā bhavatha vājinaḥ ‖

werdet ihr Rosse, Renner (vājin).

vāyur vā tvā manur vā tvā gandharvās saptavim̐śatiḥ |

Vāyu oder Manu (schirrte) dich an, oder siebenundzwanzig Gandharvas;

te agre aśvam ayuñjam̐s te asmiñ javam ādadhuḥ ‖

sie schirrten zuerst das Ross an, sie legten in dieses Schnelligkeit.

apāṃ napād āśuheman ya ūrmiḥ pratūrtiḥ kakudmān |

Der Enkel der Wasser, der rasch Antreibende, (er,) der die Woge ist, die vordringende, die gipfelhohe –

vājasās tena vājam̐ seṣam ‖

als Stärke-Gewinner möchte ich durch ihn die Stärke gewinnen.

devasya savituḥ prasave satyasavasya varṣiṣṭhaṃ nākaṃ ruheyam

Im Antrieb des Gottes Savitṛ, dessen Antrieb wahrhaftig ist, möchte ich den höchsten Himmelsrücken (nāka) besteigen.

devasya vayam̐ savituḥ prasave satyasavanasya bṛhaspater vājino vājajito vājaṃ jeṣma ‖

Im Antrieb des Gottes Savitṛ, dessen Antrieb wahrhaftig ist, wollen wir, (mit) Bṛhaspati, den Renner-Siegern, den Stärke-Gewinnern, die Stärke gewinnen.

vājaṃ vājino jayatādhvanas skabhnuvanto yojanā mimānāḥ

Gewinnt die Stärke, ihr Renner, die Bahnen stützend, die Wegstrecken durchmessend;

śaṃ no bhavantu vājino haveṣu devatātā mitadravas svarkāḥ |

Heil sollen uns die Renner sein bei den Anrufungen, im Götterdienst, die Maßvolllaufenden, die schön Singenden;

jambhayanto 'hiṃ vṛkaṃ rakṣām̐si sanemy asmad yuyavann amīvāḥ ‖

die Schlange, den Wolf, die Rakṣas zermalmend, sollen sie von uns von jeher (sanemi) die Plagen fernhalten.

vājevāje 'vata vājino no dhaneṣu viprā amṛtā ṛtajñāḥ |

Bei jedem Wettkampf schützt uns, ihr Renner, in den Preiskämpfen, ihr Weisen, Unsterblichen, der Wahrheit Kundigen;

asya madhvaḥ pibata mādayadhvaṃ tṛptā yāta pathibhir devayānaiḥ ‖

trinkt von diesem Süßen, berauscht euch, gesättigt geht auf den Götterpfaden.

te no arvanto havanaśruto havaṃ viśve śṛṇvantu vājino mitadravaḥ |

Diese unsere Rosse, die Anrufung Hörenden, alle Renner, die Maßvolllaufenden, sollen unseren Ruf hören,

sahasrasā medhasātā saniṣyavo maho ye dhanā samitheṣu jbhrire ‖

die Tausendgewinner, in der Opferweisheit-Gewinnung Beutegierigen, die in den Kämpfen große Preise davongetragen haben [?].

eṣa sya vājī kṣipaṇiṃ turaṇyati grīvāsu baddho apikakṣa āsani |

Da ist er, der Renner: er eilt der Peitsche zu, an den Hals gebunden, um die Flanken [?], am Mund –

kratuṃ dadhikrā anu sam̐saniṣyadat pathām aṅkām̐sy anvāpanīphaṇat ‖

Dadhikrā, der dem Vorhaben folgend (den Gewinn) zu erlangen strebt, die Windungen der Pfade entlang springend [?].

uta smāsya dravatas turaṇyataḥ parṇaṃ na ver anuvāti pragardhinaḥ |

Und wenn er dahinläuft, eilend, gierig vorwärts – wie die Feder des Vogels weht (der Wind) hinter ihm her.

śyenasyeva dravato aṅkasaṃ pari dadhikrāvṇas sahorjā taritrataḥ ‖

Wie beim dahinfliegenden Falken (folgt) die Krümmung [?] – um Dadhikrāvan, der mit Kraft dahinstürmt.