tvam imā oṣadhīs soma viśvās tvam apo ajanayas tvaṃ gāḥ |
Du, Soma, (hast) diese Pflanzen alle, du die Wasser, du die Kühe erzeugt;
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 13
tvam imā oṣadhīs soma viśvās tvam apo ajanayas tvaṃ gāḥ |
Du, Soma, (hast) diese Pflanzen alle, du die Wasser, du die Kühe erzeugt;
tvam ātatanthorv antarikṣaṃ tvaṃ jyotiṣā vi tamo vavartha ‖
du hast den weiten Luftraum ausgespannt, du hast mit Licht das Dunkel beiseitegerollt.
yā te dhāmāni divi yā pṛthivyāṃ yā parvateṣv oṣadhīṣv apsu |
Welche Stätten (dhāman) du hast im Himmel, welche auf der Erde, welche in den Bergen, den Pflanzen, den Wassern –
tebhir no viśvais sumanā aheḍan rājan soma prati havyā gṛbhāya ‖
mit allen diesen, wohlgesinnt, unzürnt, König Soma, nimm unsere Opfergaben an.
sadā sugaḥ pitumām̐ astu panthā madhvā devā oṣadhīs saṃpipṛkta |
Allezeit gut gangbar, speisereich sei der Weg; ihr Götter, füllt die Pflanzen mit Süße.
bhago me agne sakhye na mṛdhyā ud rāyo aśyām̐ sadanaṃ purukṣoḥ ‖
Mein Glück, Agni, soll in deiner Freundschaft nicht verkümmern; möge ich den Reichtum erlangen, den Sitz des Vielnährenden.
svadasva havyā sam iṣo didīhy asmadryak saṃmimīhi śravām̐si |
Lass dir die Opfergaben schmecken, leuchte mit Labungen; uns zugewandt schaffe Ruhmesfülle.
viśvām̐ agne pṛtsu tāñ jeṣi śatrūm̐r ahā viśvā sumanā dīdihī naḥ ‖
Agni, in den Schlachten besiegst du alle jene Feinde; an allen Tagen leuchte uns wohlgesinnt.
ā ghā ye agnim indhate stṛṇanti barhir ānuṣak |
Die, die Agni entzünden und das Barhis der Reihe nach ausstreuen –
yeṣām indro yuvā sakhā ‖
deren Freund ist der junge Indra.
sukarmāṇas suruco devayanto 'yo na devā janimā dhamantaḥ |
Kunstfertige, Glänzende, die Götter Suchende, wie Schmiede das Metall die Götter (ihre) Geburten anblasend [?];
śucanto agniṃ vavṛdhanta indram ūrvaṃ gavyaṃ pariṣadanto agman ‖
Agni entflammend, Indra stärkend, sind sie, den Rinderstall, die Rinderherde umlagernd, gegangen [?].
iyaṃ vām asya manmana indrāgnī pūrvyastutiḥ |
Dieses ist euer Lobpreis von alters her, Indra und Agni, aus Andacht –
abhrād vṛṣṭir ivājani ‖
wie Regen aus der Wolke ist er entstanden.
śuciṃ nu stomaṃ navajātam adyendrāgnī vṛtrahaṇā juṣethām |
Den reinen, neugeborenen Lobgesang genießt heute, Indra und Agni, ihr Vṛtra-Töter;
ubhā hi vām̐ suhavā johavīmi tā vājam̐ sadya uśate dheṣṭhā ‖
denn beide, gut Anzurufende, rufe ich an; ihr beide verleiht dem Verlangenden sogleich Stärke.
viśve devā ṛtāvṛdha ṛtubhir havanaśrutaḥ |
Alle Götter, die Wahrheit Mehrenden, die mit den Jahreszeiten den Ruf Hörenden –
juṣantāṃ yujyaṃ payaḥ ‖
sie sollen die passende Milch genießen.
ye ke ca jmā mahino ahimāyā divo jajñire apām̐ sadhasthe |
Welche auch immer, auf der Erde mächtig, mit der Zauberkraft der Schlange, vom Himmel geboren wurden, im Beisitz der Wasser –
te asmabhyam iṣaye viśvam āyuḥ kṣapa usrā varivasyantu devāḥ ‖
diese Götter sollen uns zum Labetrunk ein volles Leben, Nächte und Morgenröten, Weite schaffen.
mahī dyaus
Die große Himmel[sgöttin] –
ghṛtavatī bhuvanānām abhiśriyorvī pṛthvī madhudughe | supeśasā
die schmalzreiche, der Wesen Zierde, weit und breit, (beide) honigmelkend, wohlgestaltet –
dyāvāpṛthivī varuṇasya dharmaṇā viṣkabhite ajare bhūriretasā ‖
Himmel und Erde, durch Varuṇas Ordnung auseinandergestützt, alterslos, mit reichem Samen.
śatāyudhāya śatavīryāya śatotaye 'bhimātiṣāhe |
Dem Hundertwaffigen, dem Hundertkräftigen, dem Hundertfach-Helfenden, dem Feindbezwinger –
śataṃ yo naś śarado 'nayad indro viśvasya duritasya pāram ‖
der uns hundert Herbste über alles Unheil hinausführen möge, dem Indra.
ime catvāro rajaso vimānā antarā dyāvāpṛthivī viyanti panthānaḥ |
Diese vier Wege, des Luftraums Ausmessungen, gehen zwischen Himmel und Erde auseinander;
teṣām ajyāniṃ yatamo na āvahāt tasmai no devāḥ paridatta sarve ‖
wer von ihnen uns Schaden [ajyāni] brächte – dem gebt uns, ihr Götter alle, nicht preis [?].
vasanto grīṣmo madhumanti varṣāś śarad dhemantas suvite dadhāta |
Frühling, Sommer, die honigreichen Regenzeiten, Herbst, Winter – setzt uns in Wohlergehen.
teṣāṃ vayam̐ sumatau yajñiyānāṃ jyog ajītā ahatās syāma ‖
In der Gunst dieser Opferwürdigen möchten wir lange unbesiegt und unverletzt sein.
saṃvatsarāya parivatsarāyedāvatsarāyānuvatsarāyodvatsarāya kṛṇutā bṛhan namaḥ |
Dem Saṃvatsara, dem Parivatsara, dem Idāvatsara, dem Anuvatsara, dem Udvatsara bringt große Verehrung dar [Anm.: Namen der fünf Jahresformen des Fünfjahreszyklus].
teṣāṃ vayam̐ sumatau yajñiyānāṃ nivāta eṣām abhaye syāma ‖
In der Gunst dieser Opferwürdigen, an windgeschütztem Ort, in ihrer Furchtlosigkeit möchten wir sein.
iyam̐ svastis saṃvatsarīyā parivatsarīyedāvatsarīyānuvatsarīyodvatsarīyā |
Dieses Wohlergehen, dem Saṃvatsara, Parivatsara, Idāvatsara, Anuvatsara, Udvatsara zugehörig –
sā naḥ pipartv ahṛṇīyamānaināhnedam ahar aśīya svāhā ‖
möge es uns hinüberbringen; ohne Zorn empfangen (vom Gott, hinweg?) möge ich mit diesem Tag diesen Tag erreichen [?], svāhā.
ā naḥ prajāṃ janayatu prajāpatir dhātā dadhātu sumanasyamānaḥ |
Prajāpati soll uns Nachkommenschaft zeugen; der Stifter soll wohlgesinnt (sie) setzen.
saṃvatsara ṛtubhiś cākḷpāno mayi puṣṭiṃ puṣṭipatir dadhātu ‖
Das Jahr, mit den Jahreszeiten sich fügend, der Herr der Nahrung möge in mir Gedeihen setzen.
agniḥ prāśnātu prathamas sa hi veda yathā haviḥ |
Agni soll zuerst essen, denn er weiß, wie die Opfergabe (zu behandeln ist);
śivā asmabhyam oṣadhīḥ karotu viśvacarṣaṇiḥ ‖
er, der Allschauende, soll uns die Pflanzen heilvoll machen.
bhadrān naś śreyas samanaiṣṭa devās tvayāvasena samaśīmahi tvā |
Aus Gutem zum Besseren habt ihr uns geführt, ihr Götter; durch deine Gunst [?] möchten wir dich erlangen.
sa naḥ pito madhumām̐ āviśeha śivas tokāya tanve na edhi ‖
Du, Trank/Speise (pitu), honigreich, geh hier bei uns ein; heilvoll sei für unsere Nachkommen, für unseren Leib.
etam u tyaṃ madhunā saṃyutaṃ yavam̐ sarasvatyā adhi mānā acarkṛṣuḥ |
Diese gewisse, mit Honig vermischte Gerste haben die Menschen an der Sarasvatī gepflügt [?];
indra āsīt sīrapatiś śatakratuḥ kīnāśā āsan marutas sudānavaḥ ‖
Indra war der Herr der Pflugschar, der Hundertkräftige; die Pflüger waren die Marut, die guten Geber.