Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 4

Anuvāka 12 Verse und Formeln zum Abschluss der Bechervorgänge: Bitte an die Götter, Anrufung von Opfer und Opferherrn.

dhātā rātis savitedaṃ juṣantāṃ prajāpatir varuṇo mitro agniḥ |

Dhātṛ, Rāti, Savitṛ sollen dies genießen, Prajāpati, Varuṇa, Mitra, Agni;

tvaṣṭā viṣṇuḥ prajayā saṃrarāṇā yajamānāya draviṇaṃ dadhāta ‖

Tvaṣṭṛ, Viṣṇu, mit Nachkommenschaft vereint, verleiht dem Opferherrn Gut!

sam indra no manasā neṣi gobhis sam̐ sūribhir harivas sam̐ svastyā |

Verbinde uns, Indra, mit Sinn und Verstand, mit Rindern, mit den Gönnern, du Falbenlenker, mit Wohlergehen,

saṃ brahmaṇā devakṛtaṃ yad asti saṃ devānām̐ sumatyā yajñiyānām ‖

mit dem heiligen Wort, was von den Göttern gemacht ist, mit der Gunst der opferwürdigen Götter!

saṃ varcasā payasā saṃ tanūbhir aganmahi manasā sam̐ śivena |

Wir haben uns vereint mit Glanz, mit Milch, mit (unseren) Leibern, mit gütigem Sinn.

tvaṣṭā sudatro vidadhātu rāyo 'nu no mārṣṭu tanvo yad viliṣṭam ‖

Tvaṣṭṛ, der gut Gebende, soll Reichtümer zuteilen; er soll uns wegwischen, was an unseren Leibern verletzt ist [?].

sugā vo devās sadanedam astu ya ājagma savanedaṃ juṣāṇāḥ |

Leicht gangbar sei euch, ihr Götter, dieser Sitz, ihr die ihr zu dieser Pressung gekommen seid, sie genießend.

jakṣivām̐saḥ papivām̐saś ca viśve 'sme dhatta vasavo vasūni ‖

Ihr alle, die ihr gegessen und getrunken habt, ihr Vasu, gebt uns Güter!

yān āvaha uśato deva devām̐s tān preraya sve agne sadhasthe |

Die Götter, die Verlangenden, die du hergeführt hast, Gott, sie schicke, Agni, an ihren eigenen Sitz!

vahamānā bharamāṇā havīm̐ṣy asuṃ gharmaṃ divam ātiṣṭhatānu ‖

Tragend, die Opfergaben bringend, besteigt der Reihe nach das Lebensprinzip, die Gharma-Glut, den Himmel!

yad adya tvā prayati yajñe asminn agne hotāram avṛṇīmahīha |

Weil wir dich heute, Agni, in diesem im Gang befindlichen Opfer hier zum Hotṛ erwählt haben,

ṛdhag ayāḍ ṛdhag utāśamiṣṭa vidvān prajānann upayāhi yajñam ‖

so hast du gesondert geopfert und gesondert (die Gaben) gewünscht [?]; wissend, kundig komm zum Opfer herbei!

svaṃ yoniṃ gaccha svāhā

Geh zu deinem Schoß! Svāhā!

eṣa te yajño yajñapate sahasūktavākas suvīras svāhā

Dies ist dein Opfer, Herr des Opfers, mit Lobspruch und Rezitation, reich an Helden. Svāhā!

devā gātuvido gātuṃ vittvā gātum ita

Ihr Götter, Wegkenner, habt ihr den Weg gefunden, so geht den Weg!

manasaspata imaṃ deva yajñam̐ svāhā vāci svāhā vāte dhāḥ ‖

Herr des Geistes, Gott, (bringe) dieses Opfer (dorthin); svāhā in die Rede, svāhā, in den Wind setze (es)!