pra vedhase kavaye vedyāya vaco vandāru vṛṣabhāya vṛṣṇe |
Dem Ordner, dem Seher, dem Wissenswerten, dem Bullen, dem Männlichen [sei] preisendes Wort dargebracht [?],
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 7
pra vedhase kavaye vedyāya vaco vandāru vṛṣabhāya vṛṣṇe |
Dem Ordner, dem Seher, dem Wissenswerten, dem Bullen, dem Männlichen [sei] preisendes Wort dargebracht [?],
yato bhayam abhayaṃ tan no astv ava devānāṃ yaje hīḍyāni ‖
woher Furcht droht, dort sei uns Furchtlosigkeit; ich will die zu preisenden [Opfer] der Götter darbringen [?].
samidhāgniṃ duvasyata ghṛtair bodhayatātithim |
Mit dem Brennscheit verehrt Agni, mit Schmalz weckt den Gast;
āsmin havyā juhotana ‖
in ihn opfert die Opfergaben.
ud agne tava tad ghṛtād arcī rocata āhutam |
Empor, Agni, leuchtet deine Flamme von dem Schmalz, die Opfergabe;
nim̐sānaṃ juhvo mukhe ‖
sie küsst [?] sich im Mund des Opferlöffels.
upa tvā juhvo mama ghṛtācīr yantu haryata |
Zu dir sollen meine schmalztriefenden Löffel kommen, du Begehrenswerter;
agne havyā uṣasva naḥ ‖
Agni, sei unseren Opfergaben zugetan (verzehre sie) [?].
prajā agne saṃvāsayāśāś ca paśubhis saha |
Agni, lass [uns] die Nachkommenschaft beisammen wohnen, dazu die Weltgegenden mit dem Vieh [?];
rāṣṭrāṇy asmā ādhehi yāny āsan savitus save ‖
Herrschaften lege ihm bei, die unter Savitṛs Antrieb waren.
sam̐ vas sṛjāmi hṛdayam̐ sam̐sṛṣṭaṃ mano astu vaḥ |
Ich verbinde euer Herz; verbunden sei euer Sinn;
sam̐sṛṣṭās tanvas santu vas sam̐sṛṣṭaḥ prāṇo astu vaḥ ‖
verbunden seien eure Leiber; verbunden sei euer Lebensatem.
saṃ yā vaḥ priyās tanvas saṃpriyā hṛdayāni vaḥ |
Eure lieben Leiber seien [einander] vereint lieb, eure Herzen einander lieb;
ātmā vo astu saṃpriyas saṃpriyās tanvo mama ‖
euer Selbst sei einander lieb; einander lieb seien meine Leiber.
yo aśvatthaś śamīgarbha āruroha tvayy api |
Der Aśvattha, der die Śamī zum Schoß hat, ist auch auf dich hinaufgestiegen;
taṃ te gṛhṇāmi yajñiyaiḥ ketubhis saha ‖
den ergreife ich für dich samt den opfertauglichen Zeichen [?].
mayi gṛhṇāmy aham agre agniṃ rāyaspoṣeṇa saha varcaseha devāḥ |
In mir ergreife ich zuerst Agni mit Gedeihen des Reichtums und Glanz hier, ihr Götter;
mayi prajāṃ mayi puṣṭiṃ dadhāmi madema śatahimās suvīrāḥ ‖
in mir setze ich Nachkommenschaft, in mir Gedeihen; wir wollen uns hundert Winter freuen, reich an Helden.
yo no agniḥ pitaro hṛtsv antar amartyo martyām̐ āviveśa |
Der Agni, ihr Väter, der unsterblich in unseren Herzen drinnen in Sterbliche eingegangen ist,
tam ātmani parigṛhṇīmahe vayaṃ maiṣo asmān avahāya parāgāt
den nehmen wir in uns auf; er soll uns nicht verlassend fortgehen.
mā vayam etam avahāya parāgāma ‖
Wir wollen nicht diesen verlassend fortgehen.
mahī viśpatnī sadanī ṛtasyārvācī etaṃ dharuṇe rayīṇām |
Ihr beiden großen Herrinnen der Menschen, Sitze der Ordnung, [tragt] diesen [Agni] hierher gewandt, ihr Stützen der Güter;
antarvatī janyaṃ jātavedasam adhvarāṇāṃ janayataṃ purogām ‖
schwanger, erzeugt den Jātavedas, den Vorangeher der Opfer.
ut samudrān madhumām̐ ūrmir āgāt sāmrājyāya prataraṃ dadhānaḥ |
Aus den Meeren ist die honigreiche Welle emporgekommen, zur Alleinherrschaft weiter tragend;
amī ca ye maghavāno vayaṃ ceṣam ūrjaṃ madhumat saṃbharema ‖
jene Freigebigen und wir wollen Labung und Nahrungskraft, honigsüß, zusammentragen.
iyaty agra āsīr
So groß warst du zuerst [?],
ado devi prathamānā pṛthag yat |
göttliche, jenes [Gebiet] als du dich einzeln ausbreitetest;
devair nuttā vyasarpo mahitvā adṛm̐hathāś śarkarābhis triviṣṭapi |
von den Göttern angestoßen, glittest du auseinander durch Größe; mit Kieseln hast du [dich] gefestigt, dreifach Erhabene [?];
ajayo lokān pradiśaś catasraḥ ‖
du gewannst die Welten und die vier Hauptrichtungen.
udehy agne adhi mātuḥ pṛthivyā viśa āviśa mahatas sadhasthāt |
Steige auf, Agni, von der Mutter Erde; gehe ein in die Stämme aus dem großen Zusammensitz [?];
āśuṃ tvājau dadhire devayanto havyavāhaṃ bhuvanasya gopām ‖
dich, den Raschen, setzten die Götterverehrer in den Wettlauf ein, den Opfergabenträger, den Hüter des Wesens [der Welt].
yadīdaṃ divo yadi vā pṛthivyās saṃbabhūva sukṛto rarāṇayoḥ |
Ob dies vom Himmel oder von der Erde her entstanden ist, von den beiden [Welten], die Gutes tun [?] und schenken,
tayoḥ pṛṣṭhe sīdatu jātavedāḥ prajām asmabhyaṃ janayan rayiṃ ca ‖
auf deren Rücken soll Jātavedas sich niedersetzen, uns Nachkommenschaft und Reichtum erzeugend.
candram agniṃ candraratham̐ harivrataṃ vaiśvānaram apsuṣadam̐ svarvidam |
Den Leuchtenden, Agni, den mit leuchtendem Wagen, den Falbenlenker [?], Vaiśvānara, im Wasser Sitzenden, den Lichtfinder,
vigāhaṃ tūrṇiṃ taviṣībhir āvṛtaṃ bhūrṇiṃ devāsa iha suśriyaṃ dadhuḥ ‖
den Durchdringenden, Eilenden, von Kräften Umgebenen, Regen, hier setzten die Götter den Schönen ein.
yat pṛthivyā anāmṛtam̐ saṃbabhūva tve sacā |
Was von der Erde Unversehrtes (Unangetastetes) entstanden ist, mit dir zusammen [?],
tad agnir agnaye dadat tasminn ādhīyatām ayam ‖
das gebe Agni dem Agni; in diesen werde dieser hineingelegt.
yad antarikṣasya yad divo anāmṛtam̐ saṃbabhūva tve sacā |
Was vom Luftraum, was vom Himmel Unversehrtes entstanden ist, mit dir zusammen,
tad agnir agnaye dadat tasminn ādhīyatām ayam ‖
das gebe Agni dem Agni; in diesen werde dieser hineingelegt.